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Nachrichten

Libanon: der Malteserorden verteilt sechs tonnen medikamente

Rom, 31/08/2006 


Mit der Freigabe einiger Straßenverbindungen im Süden des Landes ist es der libanesischen Assoziation des Malteserordens gelungen, Medikamente ins Bekaa-Tal zu bringen, eine Region, die besonders unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden hatte. Die Versorgung der Menschen dort mit dem Allernötigsten duldet keinen Aufschub. Die Ärzte des medizinischen Zentrums von Barka mussten in den letzten Tagen vor Einstellung der Kampfhandlungen die Medikamente rationieren. Die sechs Tonnen Medikamente, die von der französischen Assoziation des Ordens, von Malta Libanon und dem französischen Malteserorden zur Verfügung gestellt worden sind, werden z. Zt. verteilt. Gleichzeitig wird das medizinische Zentrum von Barka, wie schon seit Jahren, weiter von der deutschen Assoziation finanziell unterstütz. In dem von den Kriegshandlungen schwer getroffenen Ort Siddikine bei Cana konnte das medizinische Zentrum des Ordens wieder eröffnet werden. Diese Gegend ist in gleicher Weise von Christen wie Muslimen bewohnt. In diesem von der libanesischen Assoziation und der „Stiftung Imam Sadr´ Sciita“ getragenen Zentrum arbeiten Ärzte und Pflegepersonal der vier großen Religionsgemeinschaften zusammen.

Team des Malteserordens im Libanon

In der vergangenen Woche hat, unter der koordinierenden Leitung von Malteser International, ein Team von Fachleuten der nationalen Assoziationen des Malteserordens die von den kriegerischen Ereignissen betroffenen Ortschaften und Regionen besucht. Das Team bereiste den Süden des Libanon und hat dort die sechs medizinischen Zentren der libanesischen Assoziation aufgesucht. Ingo Radtke, Generalsekretär von Malteser International, berichtet dazu wie folgt: „Die Bilder der Zerstörung sind eindrucksvoll. Die chronisch Kranken sind auf eine geregelte medizinische Versorgung dringend angewiesen. Die Bevölkerung ist traumatisiert. Die Kinder leiden unter Panikattacken, wenn sie Fluglärm hören“.

Das Team hat auch das medizinische Zentrum von Yarun besucht, das an der Grenze zu Israel liegt. Durch mehrfache Bombenangriffe ist es fast vollständig zerstört worden. „Den rückwärtigen Teil des Gebäudes, der einsturzgefährdet ist, werden wir wohl ganz abreißen müssen“, meinte der Präsident der libanesischen Assoziation des Ordens, Marwan Senaoui, „und die Wiederherstellung des vorderen Teils wird mindestens vier Monate dauern und hohe Kosten verursachen“.

Während des vergangenen schrecklichen Monats hat der verantwortliche Leiter des medizinischen Zentrums von Yarun, Dr. Raed el-Alam, alleine zusammen mit einem weiteren Arzt die im Ort verbliebene Bevölkerung ärztlich versorgt. „Die Lage war entsetzlich. Zehn lange Tage gab es weder Trinkwasser, noch Brot, noch Milch für die Kinder und die Medikamente gingen uns aus“.

Im Süden des Landes hat der Wiederaufbau begonnen. Die libanesische Assoziation des Ordens wird eine mobile Klinik zur Verfügung stellen, um die Menschen in den Außenbereichen zu erreichen, die vorläufig noch ohne jede Versorgung sind.

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