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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

Kampf gegen Malaria und Tuberkulose an der grenze zwischen Thailand und Myanmar

Köln, 31/05/2012 


Seit über 17 Jahren ist das internationale humanitäre Hilfswerk des Malteserordens, Malteser International, in zwei Flüchtlingslagern an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar – mit über 35.000 Personen –für die medizinische Versorgung zuständig. Die Flüchtlinge sind hinsichtlich Unterkunft, Nahrung, Unterrichtung, Wasser und Gesundheitsdienst vollständig auf internationale Hilfe angewiesen, während die Möglichkeiten zu Eigenbetätigung sehr beschränkt sind.

Die Malaria und die Tuberkulose stellen die größten Probleme dar. Smith Saenkum ist für das Labor von Malteser International in den Lagern von Mae La Oon und Mae Ra Ma Luang in Thailand verantwortlich. Joice Biazoto hat ihn interviewt.

Wie funktioniert die Ausbildung für Labortechniker?

Jedes Jahr werben wir in den Schulen Schüler mit den besten Noten an und bitten sie, sich in das Ausbildungsprogramm einzuschreiben. Im vergangenen Jahr hatten wir 70 Kandidaten, die den Ausbildungskurs absolviert haben. 10 von ihnen wurden zur Weiterbildung als Labortechniker ausgewählt. Sie werden in 18 unterschiedlichen Fächern ausgebildet: angefangen von der einfachen Durchführung von Tests bei Urin- und Stuhlproben über Schwangerschaftstests bis hin zum Screening bei Malaria, Tuberkulose und AIDS.

Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Arbeit im Labor?

Der wichtigste Test, den wir in unserem Labor in den Lagern von Mae La Oon und Mae Ra Ma Luang durchführen ist der Malariatest. Wir führen ca. 20 Tests am Tag durch. In der Hauptsaison können es bis zu 100 Tests am Tag sein. Wir führen auch eigene Forschungen über die Malaria durch indem wir die Einstiche untersuchen. In den Flüchtlingslagern haben wir jährlich etwa 250 Neuerkrankungen.

Gilt Ihre Arbeit auch der Prävention gegen Malaria?

Derzeit haben etwa 10% der Menschen, die sich dem Screening unterziehen, Malaria: eine doch nicht unerhebliche Zahl. Um diese Situation zu verbessern, haben wir versucht, noch vor Eintreten der Regenzeit Anti-Malaria-Kampagnen durchzuführen. Im vergangenen Juni (2011) haben wir 3000 Screenings durchgeführt. Das ist eine sinnvolle Methode, um die Malaria noch vor der Risiko-Saison unter Kontrolle zu halten. Neben den Screenings, die wir durchführen, arbeiten wir auch an der direkten Prävention, indem wir die Menschen aufklären, sie vom Nutzen von Mückennetzen überzeugen, ihnen zeigen, wie die ersten Symptome der Krankheit zu erkennen sind und ihnen beibringen, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Was war bisher Ihre größte Herausforderung?

Der Kampf gegen die Tuberkulose war in der Vergangenheit eine wirkliche Herausforderung. In diesem Jahr bringen wir immer mehr Menschen dazu, sich entsprechenden Screenings zu unterziehen. Wir werden eng mit den medizinischen Diensten und Gesundheitszentren zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle, bei denen TB-Symptome erkennbar sind, zur Laboruntersuchung geschickt werden.

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