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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

Wiederaufbau der medizinischen Infrastruktur in Ost Timor

Rom, 19/01/2013 


Ost Timor, eines der ärmsten Länder Asiens, verfügt weder über eine Infrastruktur noch über die erforderlichen Ressourcen, um den Bedarf an medizinischer Versorgung der Bevölkerung befriedigen zu können. Das Land muss sich noch immer von den Folgen des Bürgerkriegs erholen, der es in den vergangenen Jahren heimgesucht hat. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und bezieht einen Lohn, der unter dem Existenzminimum liegt. Auch das Gesundheit – und Bildungswesen ist in einem beklagenswerten Zustand. Die australische Assoziation des Malteserordens hat sich, in Zusammenwirken mit der Botschaft des Ordens im Land, zur Aufgabe gemacht, in Ost Timor internationale humanitäre Projekte zu realisieren, um in einigen Problembereichen, unter denen die Bevölkerung von Ost Timor leidet, Abhilfe zu schaffen.

Dem nationalen Hilfsdienst von Ost Timor fehlt es an den notwendigen Hilfsmitteln: auf 50.000 Menschen kommt beispielsweise ein Ambulanzfahrzeug, abgesehen davon, dass der größte Teil Fahrzeugbestands nicht einsatzbereit ist. Der Malteserorden hat mit dem Gesundheitsministerium ein Memorandum unterzeichnet, auf dessen Grundlage qualifizierte und erfahrene Berater dem Ministerium bei der Erneuerung des Hilfsdienstes jetzt zur Seite stehen können. Der Orden hat sich außerdem darum bemüht, dass qualifizierte Mechaniker nach Ost Timor gehen, um die alten Fahrzeuge, soweit das noch geht, zu reparieren und zugleich einheimische Fachleute auszubilden, damit diese das begonnene Programm fortführen und den vorhandenen Fuhrpark instand halten können. Dem Hilfsdienst wurde ein komplett ausgestattetes Ambulanzfahrzeug übergeben.

Immer in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium hat der Malteserorden auch eine erste offizielle, allgemein anerkannte, Zertifizierung des Landes durchgeführt, mit dem Ziel qualifiziertes Personal für den Hilfsdienst heranzubilden. 2012 haben sich an diesem Projekt 40 Personen beteiligt, darunter Ambulanzhelfer, Krankenpfleger, Geburtshelferinnen, Polizisten, Lehrer, Verwaltungsbeamte. Sie haben das auf drei Tage angesetzte Ausbildungsprogramm in Erster Hilfe mit Erfolg abgeschlossen. Dieses Ausbildungskonzept ist jetzt in das nationale Programm zur Ausbildung in Erster Hilfe aufgenommen worden.

Hilfsprogramm für Waisenkinder

In Ost Timor gibt es eine hohe Anzahl von Waisenkindern. Ein geeignetes Hilfsprogramm für diese Kinder gibt es nicht. Angesichts der hohen Muttersterblichkeit und der weit verbreiteten Armut, die eine Adoption solcher Kinder unmöglich macht, haben Waisenhäuser eine wichtige Funktion in dieser Gesellschaft. Der Malteserorden hat die „Patenschaft“ des Waisenhauses der Karmeliterschwestern nahe der Stadt Mauraba übernommen. Mit Hilfe von freiwilligen australischen Helfern konnten einige Einrichtungen des Waisenhauses wiederhergestellt werden, so die Bäder und Waschräume, die sich in einem desolaten Zustand befanden.

Neben diesen Tätigkeiten beteiligt sich der Malteserorden ferner am Bau eines Karmeliterzentrums für junge Frauen und am Bau eines Zentrums für soziale Eingliederung in der Hauptstadt Dili. Diese Gebäude könnten auch als Unterkunft für die Waisen genutzt werden, die im Waisenhaus von Maubara nicht mehr aufgenommen werden können, weil sie das Alter überschritten haben und ihre Schulausbildung fortsetzen oder sich an der Universität einschreiben wollen. Um diese jungen Leute weiter zu unterstützen, hat der Orden ein Programm für Stipendien aufgelegt, durch das die Kosten von Unterkunft und Schulgeld für Mädchen gedeckt werden. Die First Lady von Ost Timor, Isabel Ferreira, hat sich entgegenkommenderweise bereit erklärt, die Schirmherrschaft für dieses wichtige Projekt zu übernehmen.

Seit der im Jahr 2002 erfolgten Unabhängigkeitserklärung ist der Malteserorden durch zahlreiche Initiativen im Land aktiv geworden. Die Botschaft des Ordens unterstützt die medizinischen Einrichtungen der Insel, etwa durch die Finanzierung des Baus eines Tuberkulosekrankenhauses bei Venilale und einer Geburtshilfeklinik bei Malabe sowie der Übergabe eines für das Krankenhaus von Baucau bestimmten Containers mit medizinischen Geräten an das Gesundheitsministerium.

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