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Nachrichten

Internationaler Tag der Lepra-Kranken: Die französischen Freiwilligen gehen auf die Straße und sammeln Geld

Rom, 21/01/2015 


Ein Blick auf Vietnam, wo der Malteserorden seit 40 Jahren gegen die Krankheit Lepra kämpft

Im Hinblick auf den 62. Welt-Lepra-Tag, der am kommenden 25. Januar begangen wird, bereiten sich die Freiwilligen des Ordre de Malte France (Malteserorden Frankreich) wie jedes Jahr vor, um auf den Straßen der großen Städte des Landes im Rahmen einer Spendenaktion Geld für die Forschung und die Behandlung der an der Hansen-Krankheit (Lepra) erkrankten Menschen zu sammeln. Die Infektion mit Lepra ist im letzten Jahrzehnt drastisch zurückgegangen und die Weltgesundheitsorganisation hat im Jahr 2013 insgesamt 215.656 neue Krankheitsfälle, davon 10 Prozent bei Kindern, festgestellt. Eine der schwierigsten Herausforderungen ist jedoch die Wiedereingliederung der von der Krankheit betroffenen Menschen in die Gesellschaft, da diese auch nach ihrer vollständigen Genesung nicht selten diskriminiert und ausgegrenzt werden. Dieses Problem anzugehen, ist eine der Zielsetzungen der Programme des Ordre de Malte France, der mit 20 medizinischen Fachzentren für die Heilung und Prävention der Krankheit Lepra in 14 Ländern präsent ist, in denen es die Krankheit nach wie vor gibt, d. h. in Benin, Brasilien, Kambodscha, Kamerun, Gabun, Guinea-Conakry, Indien, Laos, Madagaskar, Marokko, Mosambik, Zentralafrikanische Republik, Senegal und Vietnam.

In Vietnam verfügt die französische Assoziation des Malteserordens seit mehr als 40 Jahren über eine umfangreiche Präsenz. In dem asiatischen Land, in dem jedes Jahr 300 neue Leprafälle diagnostiziert werden, befinden sich spezialisierte Zentren in acht Städten. Im Jahr 1991 hat der Ordre de Malte France einen Vertrag über die Schaffung einer Abteilung für funktionelle Rehabilitation in der Klinik für Dermatologie und Venerologie in Ho-Chi-Minh-Stadt unterzeichnet.

Das Anwesen verfügt über vier Zimmer mit jeweils fünf Betten. Es hat auch zwei Operationssäle, mehrere Sprechzimmer, ein Zimmer für augenheilkundliche Untersuchungen, einen Raum für Physiotherapie sowie eine Schuhreparaturwerkstatt, die die Patienten häufig in Anspruch nehmen müssen. Jedes Jahr werden etwa 600 Leprapatienten in dieser Abteilung des Krankenhauses behandelt, so dass vielen Leprakranken die schlimmste Folge, nämlich die Amputation von Gliedmaßen, erspart wird. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören auch plastische Chirurgie und Rehabilitationsmaßnahmen, um die allmähliche Wiedereingliederung der Patienten in ihr soziales Umfeld zu erleichtern.

Darüber hinaus betreibt der Ordre de Malte France seit 2006 ein wissenschaftliches Forschungsprogramm (MALTALEP) zur Untersuchung der genetischen Mechanismen, die zur Entstehung von Lepra führen, sowie zur Entwicklung neuer Therapien. Das von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte Programm MALTALEP ist derzeit die wichtigste Finanzierungsquelle für die Forschung zur Ausrottung der Lepra, gegen die es bis zum heutigen Tage noch keinen Impfstoff gibt.

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