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Nachrichten

Einen Monat nach dem Erdbeben in Mittelitalien reagiert das Italienische Hilfskorps weiter auf die Bedürfnisse der Bevölkerung

Rom, 23/09/2016 


Seit dem 24. August, an dem in jener tragischen Nacht Beben der Stärke 6 das Zentrum Italiens erschütterten, ist ein Monat vergangen. Seitdem gab es kontinuierlich weitere Nachbeben. Das letzte Beben der Stärke 3,8 wurde am 23.9. zwischen Norcia, Accumoli und Arquata del Tronto verzeichnet. Die Teams des Italienischen Hilfskorps des Malteserordens, die seit der Morgendämmerung des 25.August vor Ort sind, um den Ausnahmezustand zu bekämpfen, reagieren weiter auf die Bedürfnisse der Lokalbevölkerung.

„Auf Anfrage der Gemeinde Amatrice“, erklärt Mauro Casinghini, nationaler Leiter des Italienischen Hilfskorps des Malteserordens, „arbeiten wir jetzt weiter an der Nachbetreuung und reagieren auf die Anfragen aus der Bevölkerung von Amatrice und seiner 68 Ortsteile, die vom Erdbeben zerstört wurden. Psychologen und Rettungshelfer besuchen die Viertel, um sich ein Bild von der Situation und Bedürfnissen zu machen.“ Dies ist in der Phase nach dem Ausnahmezustands, in dem die Aufmerksamkeit der Medien nachgelassen hat, aber die Schwierigkeiten derjenigen, die alles oder fast alles verloren haben, eine wichtige Tätigkeit – gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Winter.

„Wir unterstützen weiter das operative Zentrum der Gemeinde Amatrice“, fährt Mauro Casinghini fort, „wo unsere ehrenamtlichen Anwälte Rechtsbeistand anbieten, um die Verfahren zur Wohnraumüberlassung oder zu Mietfragen zu beschleunigen.“

Die Einheit der Freiwilligen des Malteserordens ist weiterhin auch in der Sporthalle von Amatrice präsent, welche seit dem Morgen des Erdbebens auch zum Lager für die Güter des täglichen Bedarfs, zum Behandlungszentrum, zur Krankenstation und zur Zeltstadt geworden ist. Hier hat das Italienische Rettungskorps ca. 300 kg und Hygieneartikel verteilt und Duzenden von Familien psychologische Betreuung angeboten. Rund 370 Personen wurden in den umliegenden Ortsteilen vom Team der freiwilligen Helfer aufgesucht.

Mit dem Auflösen der Zeltstadt, das für heute angesetzt ist, endet der Auftrag des Malteserordens jedoch nicht. „Im Einklang mit unserer Mission wollen wir der Lokalbevölkerung auch im Anschluss an die Notsituation weiter unterstützen, um so den Gemeinden Hoffnung zu schenken und die historische und kulturelle Bedeutung dieser Region Italiens, die reich an Tradition und schönen historischen Stätten ist, wieder aufleben zu lassen“, resümiert Mauro Casinghini.

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