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Malteserorden

Nachrichten

„Malteser International Americas“ und die Mission des Souveränen Malteserordens bei den Vereinten Nationen halten eine Konferenz zur globalen Flüchtlingskrise am Sitz der Vereinten Nationen ab.

New York, 14/03/2017 


 

Ziel ist es, Flüchtlingsfrauen mit realisierbaren Projekten und Lösungen inmitten der Krise Hoffnung zu geben und Stabilität zu schaffen.

Ein paar Tage nach dem Internationalen Frauentag verkündete Malteser International Americas, eine Tochter der weltweiten Hilfsagentur des Malteserordens Malteser International, dass am Dienstag, den 21.März eine Konferenz am Sitz der Vereinten Nationen (UN) abgehalten wird. Sie soll Frauen inmitten der globalen Flüchtlingskrise helfen, Hoffnung zu schöpfen und neue Chancen zu erhalten.

Die Konferenz mit dem Titel „Frauen inmitten der globalen Flüchtlingskrise: Wege zur Hoffnung und Chancen trotz Verzweiflung“ wird im Rahmen der 61. UNO-Sitzung zur Stellung der Frau (CSW) am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York stattfinden.

Die Konferenz leiten: Ravi Tripptrap, Geschäftsführender Direktor von Malteser International Americas; Ninette Kelley, Direktorin des New Yorker Büros des Uno-Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR); S.E. Odo Tevi, Botschafter von Vanuatu bei den Vereinten Nationen, James Wiley, leitender Geschäftsführer (COO) der Organisation gegen Menschenhandel „Counter Human Trafficking Compliance Solutions“ und Amal, eine Flüchtlingsfrau.

Dieses globale Gremium für humanitäre Angelegenheiten wird eine intensive Auseinandersetzung mit der Realität von Flüchtlingsfrauen bieten, seine Erfahrung bei der Unterstützung dieser Frauen präsentieren und die weltweiten Hilfsprojekte und Lösungen vorstellen, durch die Frauen in den von der Flüchtlingskrise betroffenen Ländern neue Hoffnung schöpfen und Möglichkeiten erfahren.

Malteser International wird sein Cash-for-Work-Programm vorstellen, das in den Flüchtlingscamps im Nahen Osten läuft. Das Programm bietet Schulungen und bezahlte Arbeit für Frauen ohne Ausbildung an und bietet dadurch neue Sicherheit, eine gesichertere Existenzgrundlage und stärkt die Familienstrukturen.

„Jede einzelne Frau in einem Flüchtlingscamp hat eine starke persönliche Geschichte, die oft mit einer unglaublichen Tragödie verknüpft ist. Viele von ihnen haben ihre Kinder oder Familienmitglieder verloren. Diese Mütter, Töchter, Schwestern und Ehefrauen leben mit ihren Seelenqualen und ihre Würde wurde ihnen entrissen. Das Cash-for-Work-Programm stärkt diese Frauen und bietet ihnen die rettende Möglichkeit, Stabilität und Normalität in ihr Leben – und das ihrer Familien – einkehren zu lassen“, so Ravi Tripptrap, Geschäftsführer von Malteser International Americas.

Malteser International hat in der kurdischen Region des Irak seit August 2014 Gesundheitsprogramme realisiert. Hier wurde für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und ganzen Gast-Gemeinschaften Nothilfe geleistet. Die Konferenz hat auch die Flüchtlingsfrau Amal eingeladen. Sie wird ihre erschütternde Erfahrung auf der Flucht schilder, als ihr Mann gefangen genommen wurde und Ihre Sicherheit in Gefahr war.

„Als Flüchtling musst Du Dein ganzes Leben hinter Dir lassen. Im Sudan waren wir nicht sicher und mussten fliehen. Wir mussten unsere Häuser verlassen, unsere Arbeit aufgeben und flohen mit unserem Sohn nach Ägypten. Aber auch dort waren wir nicht in Sicherheit. Ich fühlte mich alleingelassen und hatte Angst, weil mein Mann krank und mein Sohn nur vier Jahre alt war. Wir Flüchtlingsfrauen müssen hart an uns arbeiten, um unsere Hoffnung nicht zu verlieren, selbst wenn sie nur so groß wie ein Streichholz ist. Wir müssen diese kleine Flamme hüten und dieses Licht auch in der größten Dunkelheit schützen“, so Amal.

Die Konferenz geht einher mit der Ständigen Beobachtermission des Souveränen Malteserordens bei den Vereinten Nationen. Der Malteserorden betreut Flüchtlinge entlang der Balkanroute und in europäischen Ländern, wo er Unterkünfte stellt und Integrationsangebote schafft. Im Mittelmeer und in der Ägäis konnten viele Menschenleben gerettet werden. „Die Achtung der Menschenrechte ist heutzutage seit der Verabschiedung der UN-Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte im Jahr 1948 an seinem Tiefpunkt angelangt. Der Malteserorden glaubt, dass jeder Mensch Menschenrechte besitzt und das ist auch der Grund dafür, warum wir weltweit fieberhaft Migranten und Flüchtlinge unterstützen“, betont Oscar R. de Rojas, Botschafter und Ständiger Beobachter des Souveränen Malteserordens bei den Vereinten Nationen.

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