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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta
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Kriegerische Auseinandersetzungen vertreiben 30 Millionen Minderjährige weltweit

Rom, 01/06/2017 


Am Weltkindertag, der am 1. Juni gefeiert wird, organisierten der Souveräne Malteserorden und die Botschaft der Tschechischen Republik eine Konferenz in der Magistralvilla in Rom, um das Bewusstsein für das Drama zu schärfen, das Kinder erleben, die Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen sind. Dieses tragische und stetig zunehmende Phänomen zeichnet verantwortlich für aktuell 30 Million vertriebene Minderjährige weltweit, die jede Form der Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu erleiden haben. Insgesamt ist das Leben von rund 230 Millionen Kindern durch bewaffnete Konflikte zerstört worden.

In seiner Eröffnungsrede wies der Großhospitalier des Malteserordens, Dominique de La Rochefoucauld-Montbel, darauf hin, dass Kinder die ersten Opfer von Krieg und Verfolgung sind. Da die Zahl der Krisenregionen zunehme, nehme auch die Zahl der Minderjährigen, denen jede Zukunft verwehrt werde, exponentiell zu. Konflikte führen zuerst dazu, dass Kinder keinen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung mehr haben. Dadurch sehen sich viele Familien veranlasst, ihr Land zu verlassen und in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen.

Die Zahlen sprechen für sich, was die dramatischen Konsequenzen für von Kriegen betroffene Jugendliche anbelangt: 28 % der Opfer von Menschenhandel weltweit sind Kinder. Allein in Europa war 2016 jeder dritte Asylsuchende minderjährig. 2016 waren zudem neun von zehn Kindern, die das Mittelmeer in maroden Kähnen überquerten, unbegleitet.

Auf der Konferenz heute, an der Vertreter des Heiligen Stuhls, der Europäischen Union, dem Europarat und der UNICEF sowie der Regierung der Tschechischen Republik und zahlreiche Botschafter teilnahmen, wurde auch der Opfer des von den Nazis vor 75 Jahren im tschechischen Lidice verübten Massakers gedacht. Veronika Rymonova, eine Überlebende, nahm an der Konferenz teil und erinnerte an das Gemetzel vom 9. Juni 1942, bei dem rund 300 Menschen, unter ihnen 90 Kinder, umgebracht wurden. Veronika, die damals erst 5 Monate alt war, sagte, sie sei voller Hoffnung, dieses dramatische Kapitel in der Geschichte der Menschheit könne dazu beitragen, künftige Massaker an Kindern zu verhindern.

Der Malteserorden, der in 120 Ländern präsent ist, führt zahlreiche Aktivitäten durch, um Kindern zu helfen, die Opfer von Konflikten sind. In Bethlehem im Nahen Osten leitet er das Krankenhaus zur Heiligen Familie, in dem jedes Jahr 3.500 Kinder auf die Welt kommen. Das Krankenhaus ist die einzige Gesundheitseinrichtung für Mütter und Kinder in dem gesamten Gebiet, in dem der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern Armut und Not über die Bevölkerung gebracht hat. Im Irak und in der Türkei unterstützen die medizinischen Teams von Malteser International vor dem Krieg in Syrien geflohene Kinder. Die internationale Hilfsorganisation des Malteserordens ist auch in vielen afrikanischen Ländern aktiv, in denen Krieg herrscht, etwa im Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo. In Europa und insbesondere in Deutschland kümmert sich der Malteserorden um unbegleitete Migrantenkinder. Seit 27 Jahren betreibt der Orden zahlreiche Aufnahmelager mit insgesamt 20.000 Betten, in denen Minderjährige psychologisch und medizinisch betreut werden und Zugang zu Bildung erhalten.

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