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Konferenz in Rom: „Migranten und Flüchtlinge: die Botschaft Papst Franziskus und das Engagement des Malteserordens.“

29/05/2018 


Schwester Angel Bipendu, eine Ärztin des Italienischen Nothilfskorps des Malteserordens eröffnete heute Morgen mit ihrem bewegenden Redebeitrag die Konferenz in der Magistralvilla zum Thema „Migranten und Flüchtlinge: die Botschaft Papst Franziskus und das Engagement des Malteserordens“. Die Magistralvilla ist einer der exterritorialen Niederlassungen des Malteserordens in Roms. Das zentrale Thema der Konferenz, welche in zwei separaten Gremien stattfand, galt dem zehnten Jahrestag der medizinischen Einsätze des Italienischen Hilfskorps auf Hoher See, bei denen Mediziner und Krankenpflegepersonal auf den Schiffen der italienischen Behörden an den Rettungseinsätzen im Mittelmeer teilnehmen. Während dieser zehn Jahre wurde rund 200.000 Personen geholfen, die am Ende einer beklemmenden Reise an Bord von „Spielzeuggummibooten, die bei einem Nadelstich auf Grund gehen“ gerettet wurden, so Schwester Angel.

Im Verlauf der Konferenz wurde betont, welche Tragweite das diplomatische Engagement des Malteserordens und die humanitären Anstrengungen seines Internationalen Hilfskorps, Malteser International, haben. Es dient gleichermaßen der Rettung syrischer Flüchtlinge, Vertriebener in Afrika sowie in Zentral- und Südamerika, wo das Migrationsphänomen genauso dramatische Formen angenommen hat. An der Konferenz nahmen Botschafter und Vertreter des Heiligen Stuhls, Politiker und Journalisten teil. „Ein Phänomen mit so epochalen Dimensionen lässt sich nicht durch Mauern, Zäune oder Notfallpläne und überschaubare Lösungen aufhalten. Es ist ein globales Phänomen, das komplexe, ganzheitliche und kollektive Entscheidungen erfordert“, betonte der Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Stefano Ronca.

Der Malteserorden ist mit seinen Assoziationen und operativen Strukturen aktiv in den Herkunfts- und Ankunftsländern engagiert. In Deutschland und Frankreich bietet er zahlreiche Aufnahme- und Integrationsprojekte an. Mit den Worten von Papst Franziskus gesprochen herrscht die Überzeugung, dass es sich bei Integration nicht „um bloße Assimilation, sondern um einen Prozess in zwei Richtungen handelt, der auf der beiderseitigen Anerkennung des kulturellen Reichtums des jeweils anderen basiert“.

Insbesondere der zweite Teil der Konferenz war von den Worten des Heiligen Vaters inspiriert, der das Thema Geopolitik zu Zeiten von Papst Franziskus behandelte.

Die vielfachen Aufforderungen des Heiligen Vaters, die Grausamkeiten der Kriege zu stoppen, um die Würde der Menschen zu verteidigen und den Missbrauch und die Gewaltakte anzuzeigen, die an den Reiseweg der Menschen geknüpft sind, und um zudem unseren Planeten zu schützen, waren das zentrale Thema der Diskussion.

Über den Weblink ist die Konferenz abrufbar, die von Radio Radicale aufgezeichnet wurde:

http://www.radioradicale.it/scheda/542407/migranti-e-rifugiati-il-messaggio-di-papa-francesco-e-lazione-dellordine-di-malta

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