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Flüchtlinge auf der Aquarius, Ärzteteam des Malteserordens auf der Dattilo: „Hoffnung und eine bessere Zukunft vor Augen“

18/06/2018 


Maria Rita Agliozzo und Marika Giustiniani, die Ärztinnen des Italienischen Rettungskorps des Malteserordens sind gestern auf dem Schiff Dattilo im Hafen von Valencia eingelaufen. Sie waren letzten Dienstag in Pozzallo an Bord des Schiffes der italienischen Küstenwache gegangen, das an der Rettungsaktion von 629 Migranten beteiligt war. Die Flüchtlinge waren von der libyschen Küste aufgebrochen und von dem Forschungs- und Rettungsschiff der NGO „SOS Méditerranée“ gerettet worden. Beide Medizinerinnen sind 26 Jahre alt. Während Maria Rita Agliozzo Ärztin ist, ist Marika Giustiniani Krankenschwester. Sie verbrachten fünf Tage in engem Kontakt mit den 274 Migranten, die von der Dattilo übernommen worden waren. Darunter 30 Frauen und 60 unbegleitete Minderjährige, die meisten von ihnen Jugendliche.

„Für sie waren wir einfach Maria Rita und Marika”, erzählt die Ärztin, die zusammen mit der Krankenschwester in den nächsten Tagen an Bord der Dattilo nach Italien zurückkehren wird. „Es war für uns eine menschlich wichtige Erfahrung und dank des guten gesundheitlichen Zustandes der Migranten haben wir ausführlich mit ihnen sprechen können und uns ihre Erwartungen angehört. Im Verlauf der Tage auf See konnten wir uns kennenlernen – die Solidarität wird auf dem Meer zu Humanität – und es sind einige berührende Geschichten ans Licht gekommen.

Die Ärztin Maria Rita Agliozzo erzählt zum Beispiel die Geschichte der beiden eritreischen Brüder, 17 und 15 Jahre alt. Beide sind unzertrennlich und sie entschlossen sich irgendwann zu dieser langen und gefährlichen Reise, um einer Zukunft in Armut zu entfliehen. „In ihren Augen habe ich einen Hoffnungsschimmer gesehen, ein Lächeln, das auf eine bessere Zukunft hofft“, so die Ärztin.

Für das Ärzteteam des Malteserordens war es nicht die erste Erfahrung einer Rettungsaktion auf See. Sie sind immer an Bord der Schiffe der Küstenwache, mit der das Italienische Rettungskorps des Malteserordens seit genau zehn Jahren zusammenarbeitet. Daher hatten sie schon an zahlreichen Rettungseinsätzen im Mittelmeer teilgenommen.

Seit 2008 garantieren die Ärzteteams des Malteserordens die medizinische Aktivität sowohl an Bord der Schiffe, als auch auf der Insel Lampedusa. Von dort brechen die Motorschiffe zu den Zielobjekten auf See auf, die ihnen vom IMRCC, der nationalen Koordinierungsstelle für die Seerettung der Küstenwache in Rom, gemeldet werden.

Über seine Assoziationen und die Rettungskorps führt der Malteserorden zahlreiche Projekte bei der Aufnahme und Integration der Migranten und Flüchtlinge in Europa durch. In Spanien, Italien und in anderen Ländern verteilen Freiwillige Essen und Güter des täglichen Bedarfs. in Frankreich garantiert der Malteserorden offiziell inhaftierte Migranten einen Rechtsbeistand. und in Deutschland bieten mehr als 100 spezialisierte Zentren psychologische und soziale Unterstützung an. Große Aufmerksamkeit wird der Integration in das gesellschaftliche Gefüge und in die Arbeitswelt gewidmet. Österreich sichert Sprach- und Kulturkurse zu.

Malteser International, das Internationale Hilfswerk des Malteserordens für Rettungseinsätze bietet den Flüchtlingen und Vertriebenen im Nahen Osten, Afrika, in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent Hilfe an.

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