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Malteserorden nimmt am 10. Festival von Journalisten aus dem Mittelmeerraum teil

16/09/2018 


Schwerpunkt der Debatten sind die Herausforderungen und Chancen des Mittelmeerraums

Die Herausforderungen, vor denen die Mittelmeeranrainer stehen, wie Migrationsströme und politische Instabilität, aber auch die großen Chancen für kulturellen Austausch und interreligiösen Dialog: Das sind nur einige der Themen, die vom 10. bis zum 16. September auf dem 10. Festival von Journalisten aus dem Mittelmeerraum in Puglia zur Sprache kamen. Gastgeberin der zahlreichen Treffen, Debatten und Buchvorstellungen, an denen Botschafter, Angehörige von Institutionen sowie zahlreiche Vertreter der italienischen und internationalen Presse teilnahmen, war die Stadt Otranto mit ihrem beeindruckenden Aragoner Schloss, ihren wunderbaren Aussichten auf die Adria und ihren Plätzen und Gassen, in denen Bühnen und Berberzelte aus dem Königreich Marokko für die zahlreichen Veranstaltungen bereitstanden.

Hier bot sich die Gelegenheit zum Dialog zwischen Ländern an der afrikanischen Küste und an der europäischen Küste, die durch dasselbe Meer miteinander verbunden sind, wo reiche Traditionen und Kulturen zusammenkommen, wo aber auch die letzte Grenze verläuft, an der viele Migranten in der Hoffnung auf ein besseres Leben ihre Heimat verlassen und auf dramatische Weise scheitern. Der Souveräne Malteserorden nahm an dem Festival teil, um von seiner Erfahrung in der medizinischen Betreuung von Migranten zu berichten, die versuchen, das Mittelmeer zu überqueren – womit der Orden vor genau 10 Jahren begann.

„Die Migration erfordert eine koordinierte, umfassende Herangehensweise“, betonte Gabriele Checchia, der Botschafter des Malteserordens bei den Vereinten Nationen in Rom, während einer Podiumsdiskussion mit den Botschaftern von Marokko, Tunesien, und Jordanien in Italien, dem Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses, dem Bürgermeister von Otranto sowie vielen weiteren einflussreichen Persönlichkeiten.

„Angesichts der Massenmigration müssen neue Rechtsinstrumente entwickelt und fein abgestimmt werden“, führte Checchia aus und unterstrich das Engagement des Malteserordens bei den Vereinten Nationen in Zusammenhang mit dem Entwurf der globalen Pakte für Migration und den Kampf gegen Menschenhandel durch die Entsendung zweier Sonderbotschafter.

Botschafter Daniele Verga, Diplomatischer Rat, und Maria Emerica Cortese, Botschafterin in El Salvador, zeigten auf, wie sich die Assoziationen des Malteserordens und die internationale Hilfsorganisation Malteser International in der Flüchtlings- und Vertriebenenhilfe einsetzen, und zwar sowohl in den an Syrien angrenzenden Regionen als auch in Mittel- und Südamerika, wo die Zahl unbegleiteter Migrantenkinder dramatische Formen angenommen hat. Allein im letzten Jahr ist deren Zahl um 300 % gestiegen.

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