Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Entwöhnungszentrum hilft Menschen im Kampf gegen Suchtabhängigkeit

26/05/2011

Seit 2005 arbeitet die australische Assoziation des Malteserordens in Sydney mit dem Gorman House zusammen. Dieses Haus, das keine medizinische Einrichtung zur Suchtbehandlung ist, bietet Menschen mit problematischer Suchtabhängigkeit Unterkunft.

Gorman House ist ein Ort, der Unterstützung bietet, wo Menschen mit schweren Suchtproblemen ein Umfeld vorfinden, das frei von Vorurteilen ist, das das Bewusstsein der Abhängigkeit mildert und von den Schwierigkeiten des Lebens auf der Straße ablenkt.

Das Haus ist Tag und Nacht rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr offen. Es bietet seinen Bewohnern, die hier fünf Tage kostenlos wohnen können, Unterkunft, Essen, ein Bett und eine Wäscherei, um sich von ihrer Suchtabhängigkeit zu erholen. Im vergangenen Jahr sind im Gorman House 1.454 Personen aufgenommen worden, was eine monatliche Durchschnittsbelegung von 121 Personen bedeutet.

Das vom St. Vincent Hospital in Sydney betriebene Gorman House stand kurz vor der Schließung als es der Malteserorden als Hilfseinrichtung für New South Wales übernahm.

Damals reichten die finanziellen Mittel der Einrichtung gerade aus, um die Hilfsbedürftigen an fünf Tagen in der Woche zu versorgen: viele Frauen und Männer ohne festen Wohnsitz konnten nicht aufgenommen werden. Seit 2006 ist das Gorman House durch das Engagement und mit der Unterstützung des Malteserordens jetzt an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Der Malteserorden hat auch einen ehrenamtlichen Hilfsdienst eingerichtet, der kostenfreie Rechtsberatung anbietet, die Hilfsbedürftigen bei Behördengängen begleitet oder zu Einrichtungen für langfristige Entwöhnungstherapien. Daneben organisieren die ehrenamtlichen Helfer regelmäßig auch Unterhaltungsprogramme für die Bewohner.

Die Meisten, die zum Gorman House kommen sind schwer alkoholabhängig. Häufig ist auch die Abhängigkeit von Heroin und Amphetaminen, wie der Straßendroge „ice“. Viele haben keinerlei Verbindung mehr zur eigenen Familie und zu Freunden. Sie sind ohne Arbeit, ohne Einkommen und haben schwere Gesundheits- und mentale Probleme.