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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

Ukraine, Diplomatie und humanitäre Hilfe aus Rumänien

11/04/2022 


Botschafter Musneci von einer diplomatischen Mission in der Ukraine zurückgekehrt

Täglich überqueren zwischen 1.500 und 1.600 ukrainische Flüchtlinge die Grenze nach Rumänien. Bis vor ein paar Wochen waren es bis zu 30.000 pro Tag. Viele setzen ihren Weg nach Polen, Ungarn, Deutschland und in andere europäische Länder fort. Seit dem Ausbruch des Konflikts am 24. Februar hat der Hilfsdienst des Malteserordens in Rumänien eng mit der Botschaft des Ordens in Bukarest zusammengearbeitet.

„Die Botschaft steht in engem Kontakt mit den rumänischen Behörden, insbesondere mit der Not- und Katastrophenhilfe des Innenministeriums“, erklärt Botschafter Roberto Musneci, der soeben von einer Dienstreise in die Ukraine und nach Moldawien zurückgekehrt ist, bei der er lebensnotwendige Güter zur Verteilung an die Flüchtlinge im Gepäck hatte. „Dies ermöglicht es unserem Hilfsdienst, zeitnah und präzise zu arbeiten und sich von Nichtregierungsorganisationen zu unterscheiden“. Der Botschafter erklärt, dass die kürzlich von den Botschaften des Malteserordens an die ukrainischen Botschaften in ihren jeweiligen Ländern ausgestellte Verbalnote dafür gesorgt hat, dass die humanitären Hilfslieferungen aus Europa ohne bürokratische Verzögerungen durch den Zoll gingen, um von dort aus in die wichtigsten Städte – von Lemberg bis Iwano-Frankiwsk – zu gelangen und rasch an die Flüchtlinge verteilt zu werden.

Der rumänische Hilfsdienst des Malteserordens – mit 1.000 Freiwilligen und 100 Mitarbeitern – unterhält drei Zentren entlang der ukrainischen Grenze: in Siret, wo auch ein Team des Italienischen Hilfsdienstes des Malteserordens tätig ist, in Sighetu Marmației, ebenfalls entlang der Grenze, wo er die lokalen Behörden bei der Aufnahme der ankommenden Flüchtlinge unterstützt, und in Satu Mare mit einem Logistikzentrum, in dem humanitäre Güter gesammelt werden, die in die Ukraine gebracht werden.

Botschafter Musneci besuchte diese Einsatzzentren persönlich zusammen mit dem Präsidenten und dem Generaldirektor des rumänischen Hilfsdienstes, Mihály Denes und Ferenc Tischler, der Programmdirektorin Anca Simu und der Länderreferentin von Malteser International, Teresa Boeselager. Von hier aus reiste die Delegation nach Solotvino in der Ukraine, wo sie mit den örtlichen Autoritäten zusammentraf, um eine mögliche Zusammenarbeit im Rahmen des Flüchtlingsunterstützungsnetzwerkes zu besprechen. Das Treffen mit dem Bürgermeister dieser Stadt an der Theiß, in der Tausende von Flüchtlingen leben, war besonders bewegend, berichtete Botschafter Musneci, der von den verzweifelten Reisen vieler Familien und Männer berichtete, die bei dem Versuch, den Fluss zu überqueren, ertrunken sind.

Die Mission wurde dann mit einem Zwischenstopp in Beregovo fortgesetzt, wo der Malteserorden in der Ukraine ein großes Lager für Lebensmittel und lebensnotwendige Güter betreibt und wo Lastwagen mit humanitärer Hilfe eintreffen, darunter Generatoren, Kocher sowie Lebensmittel und Getränke.
Anschließend reiste die Delegation nach Moldawien, wo sie vom Botschafter des Ordens im Land, Peter Canisius von Canisius, empfangen wurde. Dort übergaben sie die von Malteser International gesammelten humanitären Hilfsgüter.

„Die Botschaft hat die Aufgabe, unserem Hilfswerk, das natürlich auf die Lösung konkreter Probleme ausgerichtet ist, Auftrieb zu geben. Wir versuchen, diese Aufgabe durch institutionelle Kommunikation und Beziehungen zu den Autoritäten zu erleichtern. Wir arbeiten Hand in Hand. Das war schon vor dem Krieg so, was die gewöhnlichen Aktivitäten betrifft, und ist jetzt, wo wir mit der Tragödie des Krieges konfrontiert sind, noch viel mehr der Fall“.

Diese Zusammenarbeit trägt auch bei der Sammlung von Spenden zur Unterstützung humanitärer Aktivitäten Früchte: Mehrere italienische Unternehmen, die in Rumänien vertreten sind, haben beschlossen, sich an dem Hilfsnetzwerk zu beteiligen.

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