{"id":42706,"date":"2014-03-07T11:39:49","date_gmt":"2014-03-07T10:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/internationaler-tag-der-frau-die-geschichte-von-gray-po-und-wie-sie-dazu-beigetragen-hat-ihr-dorf-mit-sauberen-wasser-zu-versorgen\/"},"modified":"2023-01-16T15:34:13","modified_gmt":"2023-01-16T14:34:13","slug":"internationaler-tag-der-frau-die-geschichte-von-gray-po-und-wie-sie-dazu-beigetragen-hat-ihr-dorf-mit-sauberen-wasser-zu-versorgen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/internationaler-tag-der-frau-die-geschichte-von-gray-po-und-wie-sie-dazu-beigetragen-hat-ihr-dorf-mit-sauberen-wasser-zu-versorgen\/","title":{"rendered":"Internationaler Tag der Frau: die geschichte von Gray Po und wie sie dazu beigetragen hat, ihr dorf mit sauberen wasser zu versorgen"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-42706","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-humanitare-und-medizinische-werke","news_categories-nachrichten","news_categories-soziale-interventionen"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":33498,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/07_03_2014_01.jpg"},"news_content":"<p><strong>Das Hygiene- und Gesundheitsprojekt des Malteserordens in Thailand<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIch hei\u00dfe Gray Po. Ich bin in No Pa Poo, in einem kleinen Dorf im Nord-Westen von Thailand geboren und habe hier mein ganzes Leben verbracht. Ich besitze einen kleinen Lebensmittelladen. Mit dem was ich verdiene versorge ich alleine meine drei Kinder, weil mein Mann vor einigen Jahren verstorben ist. Nat\u00fcrlich k\u00fcmmere ich mich auch noch um den Haushalt.<\/p>\n<p>Als das internationale Hilfswerk des Malteserordens, Malteser International, vor zwei Jahren in mein Dorf gekommen ist mit dem Vorhaben, uns bei der Verbesserung unserer Lebensverh\u00e4ltnisse zu helfen, war ich gleich mit gro\u00dfer Begeisterung dabei. Niemals haben wir je von irgendeiner Organisation Hilfe erhalten. Diese sind sogar mitten in der Regenzeit gekommen, wenn es besonders schwer ist, vorw\u00e4rts zu kommen. Da habe ich mir gedacht: die lieben wirklich mein Dorf.<\/p>\n<p>Von dem Wunsch gedr\u00e4ngt, an der Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde unserer Dorfgemeinschaft mitzuwirken, habe ich mich gleich bei der ersten von Malteser International organisierten Dorfversammlung gemeldet. Als es dabei um den Zugang zu sauberen Wasser ging, habe ich zugestimmt. Ich habe mich entschlossen Mitglied im \u201eWASH-Komitee\u201c zu werden, das f\u00fcr die Wasserversorgung und die Hygiene- und Gesundheitsprojekte in unserem Dorf zust\u00e4ndig ist. Ich habe mich dazu gemeldet, weil ich glaube, dass es wichtig ist, am Wohle unserer Dorfgemeinschaft mitzuarbeiten.<\/p>\n<p>Bei den darauffolgenden Versammlungen haben wir zwei Hauptprojekte herausgearbeitet, die mit einer gewissen Dringlichkeit anzugehen waren: der Schutz unserer Wasserquelle und der Bau von Latrinen. Es war nicht schwierig, sich auf diese Vorhaben zu einigen, \u00fcber die wir seit Jahren diskutierten. Aber es fehlte uns bis dahin an der Sachkenntnis und den Mitteln, diese Vorhaben auch praktisch umzusetzen.<\/p>\n<p>Nach der Verwirklichung dieser Projekte hat sich f\u00fcr mich und unser kleines Dorf viel ver\u00e4ndert. Zum ersten Mal haben wir jetzt Zugang zu ausreichend Trinkwasser.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher musste ich einen H\u00fcgel hinaufsteigen, zu einer Wasserpumpe, die ich mit zwei anderen Familien teilte. H\u00e4ufig, vor allem bei Trockenheit, gab es kein Wasser und das f\u00fchrte zu Spannungen mit den Nachbarn. Ich argw\u00f6hnte, dass sie mehr Wasser entnahmen als ihnen zustand.<\/p>\n<p>Ich war gen\u00f6tigt mindestens dreimal am Tag Wasser zu holen. An Tagen, an denen die Schweine zu versorgen waren oder die W\u00e4sche zu waschen war, musste ich noch \u00f6fter Wasser holen. Ich transportierte das Wasser in ausgeh\u00f6lten Bambusst\u00fcmpfen, die ich in einem Sack auf dem R\u00fccken trug. Das war sehr schwer und am Abend hatte ich Schmerzen. Au\u00dferdem war das Wasser schmutzig, sandig und mit Steinen darin. Trotzdem habe ich es als Trinkwasser genutzt, weil ich ja keine andere Wahl hatte.<\/p>\n<p>Bei einer Versammlung des WASH-Komitees hat ein Mitarbeiter vom Malteserorden erkl\u00e4rt, dass die Quelle, die wir nutzten, ungesichert und dass das Wasser deshalb verunreinigt war. Jetzt wurde mir klar, was die Wasserqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigte. Wir haben daraufhin einen Schutzwall um das Einzugsgebiet der Quelle gebaut, den Brunnen abgedeckt und Leitungen direkt zu unseren H\u00e4usern verlegt. Wenn ich jetzt Wasser brauche, muss ich nur den Wasserhahn im Haus aufdrehen.<\/p>\n<p>Die neuen Latrinen waren eine weitere gro\u00dfe Verbesserung unserer Lebensverh\u00e4ltnisse. Fr\u00fcher war ich, wie auch die anderen Dorfbewohner, gen\u00f6tigt, in den nahen Wald zu gehen. Nachts hatte ich Angst, das Haus zu verlassen. H\u00e4ufig wurden die Menschen von M\u00fccken gestochen oder gar von Schlangen gebissen. In der Regenzeit, wenn der Boden rutschig war, bin ich oft hingefallen. Jetzt, dank eines abgedeckten Kloh\u00e4uschens neben meinem Haus, ist das f\u00fcr mich und meine Kinder nur mehr eine Erinnerung an vergangene Zeiten. Au\u00dferdem ist der \u00fcble Geruch, der im Dorf zu sp\u00fcren war, inzwischen verschwunden und wir sind stolz, G\u00e4ste empfangen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die bedeutendste Ver\u00e4nderung f\u00fcr mich aber war das Wissen, das ich durch Malteser International erworben habe. Wie viele meiner Nachbarn, ist auch meine Familie h\u00e4ufig erkrankt, wie etwa an der Diarrh\u00f6. Wir kannten nicht die Gr\u00fcnde und wussten nicht, wie dagegen vorzubeugen war. F\u00fcr uns in No Pa Poo sind Vorbeugema\u00dfnahmen besonders wichtig, weil das n\u00e4chste Krankenhaus viele Kilometer weit weg ist und die Hauptstra\u00dfe dahin in schlechtem Zustand ist. Ich habe viel \u00fcber Hygiene und Gesundheit gelernt, wie wichtig es beispielsweise ist, sich die H\u00e4nde zu waschen, das Wasser vor dem Trinken abzukochen und die Speisen abzudecken. Seitdem haben wir in unserer Familie keinen weiteren Fall von Diarrh\u00f6 mehr gehabt.<\/p>\n<p>Ich muss gestehen, dass ich sehr stolz darauf bin, an diesen Verbesserungen unserer Lebensumst\u00e4nde mitgewirkt zu haben. Bei den Versammlungen habe ich f\u00fcr meine Nachbarn, die die Wasserleitungen verlegt haben, gekocht und habe selber auch Leitungen getragen und Steine und Sand f\u00fcr den Schutzwall der Quelle. Wir wollen als Gemeinschaft weiter an der Verbesserung unserer Lebensverh\u00e4ltnisse arbeiten. Unser neues Projekt, das wir angehen wollen, ist, jeden Haushalt mit elektrischem Strom zu versorgen.<\/p>\n","news_gallery":"yes","news_gallery_elements":[{"id":137288,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/07_03_2014_02.jpg"}]},"news_categories":[{"id":120,"name":"Humanit\u00e4re und medizinische Werke","slug":"humanitare-und-medizinische-werke","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/humanitare-und-medizinische-werke\/"},{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"},{"id":122,"name":"Soziale Interventionen","slug":"soziale-interventionen","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/humanitare-und-medizinische-werke\/soziale-interventionen\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/42706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/42706\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}