{"id":43173,"date":"2010-02-15T00:00:00","date_gmt":"2010-02-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/der-grossmeister-in-bukavu-schauplatz-gewaltsamer-auseinandersetzungen\/"},"modified":"2023-01-16T15:41:39","modified_gmt":"2023-01-16T14:41:39","slug":"der-grossmeister-in-bukavu-schauplatz-gewaltsamer-auseinandersetzungen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/der-grossmeister-in-bukavu-schauplatz-gewaltsamer-auseinandersetzungen\/","title":{"rendered":"Der Grossmeister in Bukavu, schauplatz gewaltsamer auseinandersetzungen"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43173","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-grosmeister-news","news_categories-nachrichten"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":28469,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2010.02.15-edited-The-Grand-Master-in-Bukavu-theatre-of-clashes-and-violence_00161.jpg"},"news_content":"<p>Die Reise des Gro\u00dfmeisters des Malteserordens, Fra\u2019 Matthew Festing, in die Demokratische Republik des Kongo f\u00fchrte ihn von Donnerstag bis Sonntag nach Bukavu, an die Grenze zu Ruanda. In den St\u00fctzpunkten, die Malteser International, das internationale Hilfskorps des Malteserordens, dort eingerichtet hat, informierte er sich \u00fcber die hier seit 1996 entfalteten humanit\u00e4ren Aktivit\u00e4ten. Der Gro\u00dfmeister wurde vom Gouverneur der Region empfangen und konnte mit Beh\u00f6rdenvertretern \u00fcber die Lebensbedingungen der Bev\u00f6lkerung sprechen, die in den letzten Jahren wiederholt schrecklichen Gewaltausbr\u00fcchen ausgesetzt war.<\/p>\n<p>Au\u00dferordentlich war der Empfang durch die vielen Menschen, die den Gro\u00dfmeister auf allen Etappen seines Besuchs begr\u00fc\u00dft haben: Ges\u00e4nge, T\u00e4nze, Geschenke \u00f6rtlicher Handwerkskunst und herzliche Dankesworte f\u00fcr alles, was der Orden hier geleistet hat, in einer \u00e4u\u00dferst instabilen Region, in der Frieden und Sicherheit noch jeden Tag auf dem Spiel stehen. Obgleich der f\u00fcnf Jahre lang andauernde Krieg \u2013 mit \u00fcber f\u00fcnf Millionen Toten \u2013 2003 offiziell f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt worden ist, kommt es nach wie vor zu bewaffneten Auseinadersetzungen zwischen der regul\u00e4ren kongolesischen Armee und irregul\u00e4ren Milizeinheiten aus ehemaligen Soldaten und Stammeskriegern, die mordend und pl\u00fcndernd \u00fcber das Land herfallen.<\/p>\n<p>Malteser International unterh\u00e4lt in der Region heute 350 medizinische Zentren und 30 Zentren zur Verteilung von Lebensmittel. Es arbeitet eng mit den Di\u00f6zesen und mit zahlreichen anderen Organisationen zusammen, um der geschundenen Bev\u00f6lkerung zu helfen. Dank des Einsatzes des internationalen Hilfskorps des Malteserordens haben heute \u00fcber zweieinhalb Millionen Menschen in der Gegend von S\u00fcd-Kivu, Ituri und E\u00e9l\u00e9 Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung, insbesondere bei der Behandlung von Malariaerkrankungen. Im Mittelpunkt der Hilfsprogramme stehen Impfkampagnen, medizinischer und psychologischer Beistand f\u00fcr die Opfer sexueller Gewalt und die Behandlung von Tuberkulose und HIV\/AIDS-Erkrankungen. Erheblich sind auch die Bem\u00fchungen um die Sicherung der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmittel. Jahrelange Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen haben die landwirtschaftliche Produktion in der Region erheblich beeintr\u00e4chtigt und die Menschen leiden h\u00e4ufig an Unterern\u00e4hrung. Besonders hervorzuheben, ist, was Malteser International weltweit einmalig hier beim Wiederaufbau von Stra\u00dfen und Br\u00fccken leistet. Die Sicherung der Verkehrswege ist unerl\u00e4sslich f\u00fcr die medizinische Versorgung der Bev\u00f6lkerung in den abgelegenen Gegenden und macht es m\u00f6glich, dass f\u00fcr diese Menschen auch Krankenh\u00e4user, M\u00e4rkten und die Stadt erreichbar werden.<\/p>\n<p>In Begleitung vom Pr\u00e4sidenten von Malteser International, Nicolas de Cock de Rameyen, vom Vizepr\u00e4sidenten Thierry de Beaumont-Beynac und vom Generalsekret\u00e4r Ingo Radtke traf Fra\u2019 Matthew Festing die internationalen und einheimischen Leiter des Hilfsdienstes des Ordens. \u0084Der gesamte Malteserorden dankt Ihnen f\u00fcr Ihre Arbeit und bewundert das, was Sie Tag f\u00fcr Tag hier leisten\u0093, sagte der Gro\u00dfmeister bei seinem Besuch am Sitz von Malteser International in Bukavu. \u0084Wir sind stolz auf Sie und daf\u00fcr will ich Ihnen aus tiefstem Herzen danken\u0093.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe soziale Bedeutung hat die Hilfe f\u00fcr Frauen und M\u00e4dchen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, ein Verbrechen, das die bewaffneten Banden systematisch anwenden. In einem Land, in dem ca. 5% der Bev\u00f6lkerung an Aids erkrankt ist, bieten die Ambulanzstationen des Ordens innerhalb von 72 Stunden nach dem Gewaltakt eine Sofortprophylaxe, Tests und Beratung f\u00fcr Schwangere sowie Aufkl\u00e4rungsveranstaltungen. Bis heute konnten \u00fcber 35.000 Frauen beraten werden. Man sch\u00e4tzt aber, dass lediglich 10% dieser Verbrechen zur Anzeige kommen. Dank der \u0084Advocacy \u2013 Initiative\u0093 von Malteser International ist im vergangenen Jahr ein nationales Gesetz angenommen worden, das Vergewaltigung als Delikt definiert.<\/p>\n<p>Ein Teil dieser Projekte stand im Mittelpunkt des Besuches, zu dem Fra\u2019 Matthew Festing am Freitag nach Kaniola \u2013 Nzibira kam, wo inzwischen die wichtigsten lokalen Infrastrukturen und medizinischen und humanit\u00e4ren Einrichtungen wiederhergestellt sind. Am Samstag hat er den wieder aufgebauten Teil des Zentralkrankenhauses auf der Insel Idjwj eingeweiht, der gr\u00f6\u00dften Binnenseeinsel der Welt mit einer Bev\u00f6lkerung von \u00fcber 200.000 Menschen, die nur schwer medizinisch versorgt werden k\u00f6nnen. Der Wiederaufbau ist von der belgischen Assoziation des Malteserordens mit Unterst\u00fctzung der belgischen Regierung geleistet worden.<\/p>\n<p>Am Sonntag kam es zu einer Begegnung mit den \u00f6rtlichen Bisch\u00f6fen bevor der Gro\u00dfmeister nach Nairobi weiterreiste, wo er von den kenianischen W\u00fcrdentr\u00e4gern zur dritten Station seiner Afrikareise erwartet wurde.<\/p>\n","news_gallery":"no","news_gallery_elements":false},"news_categories":[{"id":118,"name":"Gro\u00dfmeister News","slug":"grosmeister-news","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/grosmeister-news\/"},{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43173\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}