{"id":43183,"date":"2010-01-12T17:52:39","date_gmt":"2010-01-12T16:52:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/die-ansprache-des-grossmeisters-an-das-diplomatische-korps-3\/"},"modified":"2010-01-12T18:30:48","modified_gmt":"2010-01-12T17:30:48","slug":"die-ansprache-des-grossmeisters-an-das-diplomatische-korps-3","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/die-ansprache-des-grossmeisters-an-das-diplomatische-korps-3\/","title":{"rendered":"Die ansprache des Grossmeisters an das diplomatische korps"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43183","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-grosmeister-news","news_categories-nachrichten"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":35300,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2010.01.12-edited-Address-of-the-Grand-Master-to-the-diplomatic-corps_00160.jpg"},"news_content":"<p>Der Gro\u00dfmeister des Malteserordens, Fra\u2019 Matthew Festing, hat die Botschafter der 104 beim Orden akkreditierten L\u00e4nder zum traditionellen Neujahrsempfang empfangen. Der Empfang hat in der Magistralvilla des Ordens in Rom stattgefunden.<\/p>\n<p>Es folgt die ungek\u00fcrzte Ansprache des Gro\u00dfmeisters.<\/p>\n<p>Herr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren,<\/p>\n<p>ich freue mich ganz besonders, heute, anl\u00e4sslich des traditionellen Gl\u00fcckwunschaustauschs zum Jahresbeginn, die Mitglieder des beim Souver\u00e4nen Malteserorden akkreditierten Diplomatischen Korps empfangen zu k\u00f6nnen. Lassen Sie mich ein tief empfundenes Wort des Dankes sagen f\u00fcr die liebensw\u00fcrdigen Worte, die der Botschafter von Honduras, S. Exzellenz Valladares Lanza, als Doyen namens des diplomatischen Korps an mich gerichtet hat. Besonders begr\u00fc\u00dfen m\u00f6chte ich auch die Botschafter, die zum ersten Mal an diesem Empfang teilnehmen.<\/p>\n<p>Zu Beginn dieses Neuen Jahres, in dem die Welt vor Situationen steht, die von gro\u00dfem Leid gepr\u00e4gt sind, bekennt sich der Malteserorden zu seinem Jahrhunderte w\u00e4hrenden Engagement zugunsten derjenigen, die leiden oder ausgegrenzt sind, gem\u00e4\u00df den Worten Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in der bewundernswerten Enzyklika Caritas in Veritate, mit der alle Menschen guten Willens aufgefordert sind, einen umfassenden Humanismus zu entwickeln, der auf Achtung vor dem Leben beruht, und den bedr\u00e4ngten Menschen beizustehen, insbesondere den \u00c4rmsten und Einsamen, durch wahrhafte und gl\u00e4ubige N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Orden war das Jahr 2009 durch ein besonderes Ereignis gepr\u00e4gt: Die Ernennung von Erzbischof Paolo Sardi, Vize-K\u00e4mmerer der Heiligen R\u00f6mischen Kirche, zum Pro-Patron des Ordens durch Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. Er folgt unserem verehrten Kardinal Pio Laghi, dessen Heimgang zu Gott wir heute Nachmittag anl\u00e4sslich des ersten Jahrestages gedenken werden<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte unsere Ergebenheit dem Heiligen Vater gegen\u00fcber erneuern, der mit der Macht seines Wortes, seines Beispiels und seines hohen Amtes fort f\u00e4hrt, unsere Zeit, die so voller Herausforderungen ist, zu erleuchten.<\/p>\n<p>Besonders wichtig war das Jahr 2009 f\u00fcr die humanit\u00e4re Diplomatie. Ich habe zusammen mit der Ordensregierung die Ehre gehabt, an eben diesem Ort ihre Exzellenzen, die Pr\u00e4sidenten von Wei\u00dfrussland, Polen, Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Republik von Malta und den F\u00fcrsten von Monaco zu empfangen.<\/p>\n<p>Ich habe ferner die Ehre gehabt, die Senatspr\u00e4sidenten von Kanada und Italien, den kroatischen Parlamentspr\u00e4sidenten, den stellvertretenden Pr\u00e4sidenten des ungarischen Parlaments, den stellvertretenden Premierminister der slowakischen Republik sowie die Au\u00dfenminister der Republik von El Salvador, Wei\u00dfrussland, der tschechischen Republik und Georgien zu begegnen.<\/p>\n<p>Erst vor kurzem ist eine Delegation des Gro\u00dfmagisterium des Ordens von Seiner Exzellenz dem Pr\u00e4sidenten der Republik von Gabun empfangen worden.<\/p>\n<p>Im Februar bin ich zu einem offiziellen Besuch nach Ungarn gereist, wo der Hilfsdienst des Ordens, seit seiner Gr\u00fcndung im Jahr 1989, mit 900 hauptamtlichen und 12.000 freiwilligen Helfern zur gr\u00f6\u00dften sozialen Einrichtung im Land herangewachsen ist, mit 6 Krankenh\u00e4user und medizinischen Zentren in neun St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Ich bin zur Europ\u00e4ischen Kommission nach Br\u00fcssel gereist, wo ich vielversprechende Unterredungen mit dem Pr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission, dem Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Parlaments, dem Hohen Vertreter der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr ausw\u00e4rtige Politik und gemeinsame Sicherheit und dem Generalsekret\u00e4r der NATO f\u00fchren konnte.<\/p>\n<p>Ich begl\u00fcckw\u00fcnsche den Pr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission zu seiner gl\u00e4nzenden Wiederwahl und entbiete meine besten W\u00fcnsche dem Ratspr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Union und dem Hohen Vertreter der Union f\u00fcr die ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten und die Sicherheitspolitik, die ihre \u00c4mter angetreten haben.<\/p>\n<p>Im vergangenen Juni habe ich, auf Einladung des ungarischen Pr\u00e4sidenten, die Ehre gehabt, zusammen mit den Staatsoberh\u00e4uptern von Deutschland, \u00d6sterreich, Finnland, Slowenien, Schweiz und Albanien an den Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des zwanzigsten Jahrestages des Falls des Eisernen Vorhangs teilzunehmen.<\/p>\n<p>Im Oktober, nach einem Besuch bei den Mitglieder unserer gro\u00dfen Assoziationen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten, war ich zu einem offiziellen Besuch im Libanon, wo der Orden seit 1953 ohne Unterbrechung mit 12 Sozialstationen und zahlreichen Ambulanzstationen vertreten ist. Zwischen der libanesischen Republik und dem Souver\u00e4nen Orden ist ein Kooperationsabkommen unterzeichnet worden. Ich werde noch auf diesen Besuch und seine Bedeutung zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte jetzt an einige der wichtigsten humanit\u00e4ren Eins\u00e4tze des Ordens im Jahr 2009 erinnern. Lassen Sie uns zun\u00e4chst auf den gro\u00dfen asiatischen Kontinent blicken. In Indonesien hat der Malteserorden mit seiner Organisation, Malteser International, Soforthilfe nach dem Erdbeben geleistet, das im vergangenen September die Insel Sumatra ersch\u00fcttert hat, und auf den Philippinen und in Vietnam nach den Wirbelst\u00fcrmen Ketsana und Parma. Unmittelbar nach dieser beeindruckenden Folge von Naturkatastrophen hat das internationale Hilfskorps des Malteserordens damit begonnen, Unterk\u00fcnfte zu errichten und in den abgelegenen l\u00e4ndlichen Regionen Hilfsg\u00fcter zu verteilen. Tausenden von Familien konnte so geholfen und f\u00fcr die Menschen in den schwer zug\u00e4nglichen Gebieten konnte die medizinische Versorgung gesichert werden. Auf Ersuchen der indonesischen Regierung sind wir auch weiterhin bis an die Grenzen unserer M\u00f6glichkeiten am Wiederaufbau beteiligt.<\/p>\n<p>Auch in Pakistan, wo anderthalb Millionen Menschen auf der Flucht vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der regul\u00e4ren Armee und den Taliban sind, hat der Orden geholfen.<\/p>\n<p>Im Norden von Sri Lanka hat der Orden den durch den B\u00fcrgerkrieg Vertriebenen geholfen, die in \u0084Durchgangslagern\u0093 Zuflucht gefunden haben. Mehrfach haben wir uns hier an die zust\u00e4ndigen Regierungsstellen gewandt, damit unseren Helfern der Zugang zu den Lagern gestattet werde, wo den Fl\u00fcchtlingen der elementarste medizinische Beistand verweigert wurde.<\/p>\n<p>Der Malteserorden ist sich der Tatsache bewusst, dass zwischen dem Umweltschutz und dem Frieden in der Welt eine enge Verbindung besteht. In diesem Kontext sind die medizinischen und sozialen Programme zu sehen, an denen der Malteserorden in Kambodscha, Indien, Indonesien, Myanmar, Pakistan und Sri Lanka arbeitet. Die Bev\u00f6lkerung soll an einen besseren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, wie dem Wasser, herangef\u00fchrt und auf die klimatischen Ver\u00e4nderungen vorbereitet werden. Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist<\/p>\n<p>ein ganz wesentliches Element der Vorbeugung gegen Krankheiten, insbesondere in den Entwicklungsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich auch noch kurz Afrika zuwenden. In Kenia und in der Demokratischen Republik des Kongo, wohin zu reisen ich im n\u00e4chsten Monat beabsichtige, leistet der Orden eine grundlegende medizinische und soziale Aufbauarbeit. Vor allem im Ost-Kongo versuchen wir die physischen und psychischen Wunden zu heilen, die der Krieg \u00fcber 30.000 unschuldigen Opfern zugef\u00fcgt hat, zumeist Frauen und Kindern.<\/p>\n<p>Im Sudan l\u00e4uft unsere Impfkampagne f\u00fcr Neugeborene weiter. \u00dcber 22.000 M\u00fcttern und Kleinkindern ist unser Ern\u00e4hrungs- und Hilfsprogramm zugute gekommen. Auch hier, wie in weiteren 35 afrikanischen L\u00e4ndern, arbeiten wir intensiv an der Vorbeugung gegen Tuberkulose- , Malaria \u2013 und Aidsepidemien, die leider nach wie vor an erster Stelle der Todesursachen auf diesen Kontinent bleiben.<\/p>\n<p>Wenn ich mich nun dem Land zuwende, das uns am n\u00e4chsten liegt, n\u00e4mlich Italien, so liegt mir sehr daran hervorzuheben, wie rasch nach dem Erdbeben, das am 6. April die Region der Abruzzen ersch\u00fcttert hat, das Milit\u00e4rkorps und der italienische Hilfsdienst des Malteserordens zusammen mit dem italienischen Zivilschutz zur Stelle waren. In L\u00b4 Aquila wurden Zeltst\u00e4dte errichtet. Hier haben \u00fcber 850 unserer freiwilligen Helfer, unterst\u00fctzt von weiteren freiwilligen Helfern unserer deutschen, \u00f6sterreichischen und franz\u00f6sischen Assoziationen, \u00fcber 1.000 Evakuierten geholfen.<\/p>\n<p>Ich war mehrfach dort, zu verschiedenen Gelegenheiten zwischen April und September, und ich war zutiefst beeindruckt von der Geschwindigkeit des Einsatzes und der Effizienz und Professionalit\u00e4t der italienischen Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Lobend erw\u00e4hne m\u00f6chte ich die Gro\u00dfherzigkeit, die Verf\u00fcgbarkeit und die Effizienz der Mitglieder des Milit\u00e4rkorps \u2013 des Hilfskorps des italienischen Heeres \u2013 und des Hilfskorps des Ordens.<\/p>\n<p>Die hervorragenden bilateralen Beziehungen, die mit Italien bestehen, sind einmal mehr best\u00e4tigt worden durch meinen Besuch, den ich dem Pr\u00e4sidenten des Senats, S. Exz. Renato Schifani, im Palazzo Giustiniani abgestattet habe sowie auch durch die zahlreichen Vereinbarungen und gemeinsamen Initiativen, die wir auf dem Gebiet des Gesundheits- und Krankenhauswesens \u00fcber die italienische Assoziation des Ordens in Zusammenwirken mit der italienischen Zivilschutzbeh\u00f6rde und der K\u00fcstenwache der Marine entwickeln.<\/p>\n<p>Im Heiligen Land, eine Region, die zutiefst mit unserer Geschichte verwurzelt ist, konzentriert der Malteserorden seine Bem\u00fchungen um einen religi\u00f6sen und kulturellen Dialog im Geiste universeller Solidarit\u00e4t und Achtung der unterschiedlichen Aspekte. Vor wenigen Monaten haben wir den zwanzigsten Jahrestag des Bestehens unseres Krakenhauses der Hl. Familie zu Bethlehem begangen. Von den nationalen Assoziationen und durch Zusch\u00fcsse der belgischen und amerikanischen Regierung finanziert, erbringt das Krankenhaus Leistungen von h\u00f6chster Qualit\u00e4t zu einem niedrigen Kostensatz. Was dabei besonders hervorzuheben ist, ist, dass die bei weitem \u00fcberwiegende Mehrheit der \u00fcber 47.000 Kinder, die seit der Einweihung des Hauses hier geboren worden sind, Kinder aus muslimischen Familien sind.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte noch einmal zur\u00fcckkommen auf meinen k\u00fcrzlichen Besuch im Libanon, wo ich Gelegenheit zu ausf\u00fchrlichen und interessanten Unterredungen mit dem Pr\u00e4sidenten und hohen Regierungsvertretern sowie mit den F\u00fchrern der 17 Religionsgemeinschaften hatte.<\/p>\n<p>Ich hatte auch die M\u00f6glichkeit einige unserer medizinischen Zentren zu besuchen, die vom Bekaa-Tal im Norden bis zur israelischen Grenze im S\u00fcden Jahr f\u00fcr Jahr Tausende von Familien medizinisch betreuen. Eingepr\u00e4gt von diesem Besuch hat sich mir das Bild von den vielen muslimischen \u00c4rzten und Krankenpflegern, die in unseren medizinischen Einrichtungen nach ihrer islamischen Tradition gekleidet arbeiten und mit Stolz auf der Brust das achtspitzige Kreuz des Malteserordens tragen.<\/p>\n<p>Noch auff\u00e4lliger ist die Zusammenarbeit des Ordens im Bereich der Nothilfe und der sozialen Hilfe mit einer humanit\u00e4ren schiitischen Stiftung, mit der wir diejenigen unterst\u00fctzen, die sich seit Jahren in einer Notlage befinden. Wir glauben, dass dies der beste Beweis daf\u00fcr ist, dass nachbarschaftliches Miteinander und Solidarit\u00e4t in einem Land mit unterschiedlichen Gruppierungen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>In dieser Erwartung verfolgen wir mit gro\u00dfem Interesse die Arbeiten der au\u00dferordentlichen Synodalversammlung f\u00fcr den Mittleren Osten, die der Papst f\u00fcr den n\u00e4chsten Oktober einberufen hat und die sich mit den Aussichten der Katholischen Kirche auf dem Gebiet \u0084Gemeinschaft und Zeugnis\u0093 der \u00f6stlichen Christen befassen wird. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen L\u00e4ndern und Kulturen des Mittelmeerraums wird auch der Hintergrund sein f\u00fcr die Reise, die der Heilige Vater im kommenden April nach Malta unternehmen wird, auf den Spuren des Hl. Paulus und zum guten Teil auch auf den historischen Spuren unseres Ordens.<\/p>\n<p>Zur Abrundung dieser \u00dcbersicht, darf ich noch erw\u00e4hnen, dass der Malteserorden vor kurzem die Gelegenheit hatte, mit einem Auftritt vor dem Sicherheitsrat einen starken Appell an die internationale Staatengemeinschaft zu richten. Der Gro\u00dfhospitalier des Ordens, unser beauftragter Minister f\u00fcr das Gesundheitswesen und die internationale Zusammenarbeit, hat den Standpunkt des Ordens zu dem h\u00f6chst aktuellen Thema \u0084Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung im Konfliktfall\u0093 dargelegt. Unsere Sichtweise und die Empfehlungen, die wir daraus ableiten, beruhen auf den Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter und Helfer insbesondere in Afrika und in Asien gemacht haben.<\/p>\n<p>Es war eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gelegenheit, die Aufmerksamkeit der Mitglieder des Sicherheitsrates einmal auf die Grausamkeiten zu lenken, denen die Zivilbev\u00f6lkerung bei diesen Konflikten ausgesetzt ist. In den so genannten \u0084asymmetrischen Kriegen\u0093 im Irak, in Afghanistan und im Gaza-Streifen werden die Menschen als \u0084menschliche Schutzschilde\u0093 missbraucht, im Ost-Kongo gilt die systematische Vergewaltigung und Verst\u00fcmmelung als \u0084milit\u00e4rische Strategie\u0093 der bewaffneten Milizen und im Mittleren Osten sind es die Minen und Streubomben, die Unschuldige treffen.<\/p>\n<p>Die Gewalt \u2013 so haben wir darauf hingewiesen \u2013 macht selbst vor Fl\u00fcchtlingslagern nicht halt. Sie werden immer wieder Ziel milit\u00e4rischer \u00dcbergriffe und auch das humanit\u00e4re Hilfspersonal<\/p>\n<p>ger\u00e4t, absichtlich oder fahrl\u00e4ssig, ins Visier solcher Angriffe. Das geschah in Darfur und in Afghanistan, wo drei unserer Mitarbeiter ums Leben kamen und anderen der Zugang zu den Lagern in Sri Lanka verwehrt wurde. Wir haben darauf hingewiesen, dass derlei Aktionen eklatant gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen, einschlie\u00dflich der Vierten Genfer Konvention, die eigentlich allgemein verbindlich sein sollte.<\/p>\n<p>Aus diesem Grunde fordert der Orden, dass derjenige, der diese Normen verletzt, ob als T\u00e4ter oder Befehlsgeber, strafrechtlich verfolgt wird und dass in den F\u00e4llen, in denen die Mitgliedsstaaten die Straftaten nicht in eigener Zust\u00e4ndigkeit verfolgen k\u00f6nnen, das Strafverfahren in die Zust\u00e4ndigkeit der internationalen Strafgerichtsbarkeit f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Wir hoffen, dass dieser Appell nicht ungeh\u00f6rt verhallt, sondern konkrete Aktualit\u00e4t erh\u00e4lt. Der Orden wird seinerseits auch weiterhin die Kampagne f\u00fcr Entwaffnung unterst\u00fctzen, sich gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen einsetzen und, sofern von den Regierungen gew\u00fcnscht, seine guten Dienste als Mittler bei den schwebenden Konflikten zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>*****<br \/>\nHerr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte meine W\u00fcnsche f\u00fcr Frieden und Erf\u00fcllung aller Hoffnungen im Jahr 2010 ausweiten auf die Staatsoberh\u00e4upter, die Regierungen und die V\u00f6lker, die Sie vertreten und w\u00fcnsche Ihnen und Ihren Familien ein gl\u00fcckliches Neues Jahr.<\/p>\n","news_gallery":"yes","news_gallery_elements":[{"id":35305,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/12_01_2010_01.jpg"},{"id":35310,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/12_01_2010_02.jpg"},{"id":35315,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/12_01_2010_03.jpg"}]},"news_categories":[{"id":118,"name":"Gro\u00dfmeister News","slug":"grosmeister-news","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/grosmeister-news\/"},{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43183\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}