{"id":43267,"date":"2009-01-01T02:00:00","date_gmt":"2009-01-01T01:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/botschaft-seiner-heiligkeit-papst-benedikt-xvi-zur-feier-des-weltfriedenstages\/"},"modified":"2023-01-16T15:43:23","modified_gmt":"2023-01-16T14:43:23","slug":"botschaft-seiner-heiligkeit-papst-benedikt-xvi-zur-feier-des-weltfriedenstages","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/botschaft-seiner-heiligkeit-papst-benedikt-xvi-zur-feier-des-weltfriedenstages\/","title":{"rendered":"Botschaft seiner heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur feier des weltfriedenstages"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43267","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-nachrichten"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":25541,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/news.jpg"},"news_content":"<p>Nachstehend ver\u00f6ffentlichen wir die Botschaft von Papst Benedikt XVI. anl\u00e4\u00dflich des 42. Weltfriedenstages, der am 1. Januar 2009 unter dem Motto \u201cdie Armut bek\u00e4mpfen, den Frieden errichten\u201d begangen wird.<\/p>\n<p>1. Auch zu Beginn dieses neuen Jahres m\u00f6chte ich allen meinen Friedenswunsch zukommen lassen und sie mit dieser meiner Botschaft einladen, \u00fcber das Thema ,,Die Armut bek\u00e4mpfen, den Frieden schaffen\u0094 nachzudenken. Schon mein verehrter Vorg\u00e4nger Johannes Paul II. hatte in der Botschaft zum Weltfriedenstag 1993 die negativen Auswirkungen unterstrichen, welche die Armutssituation ganzer V\u00f6lker letztlich auf den Frieden hat. Tats\u00e4chlich geh\u00f6rt die Armut oft zu den Faktoren, welche Konflikte und auch kriegerische Auseinandersetzungen beg\u00fcnstigen oder versch\u00e4rfen. Letztere tragen ihrerseits zum Fortbestehen tragischer Situationen von Armut bei. ,,Es macht sich in der Welt eine andere ernste Bedrohung f\u00fcr den Frieden immer besorgniserregender breit\u0094, schrieb Johannes Paul II. ,,Viele Menschen, ja ganze V\u00f6lkerschaften leben heute in \u00e4u\u00dferster Armut. Der Unterschied zwischen Reichen und Armen ist auch in den wirtschaftlich hochentwickelten Nationen augenf\u00e4lliger geworden. Es handelt sich um ein Problem, das sich dem Gewissen der Menschheit aufdr\u00e4ngt, da eine gro\u00dfe Zahl von Menschen in Verh\u00e4ltnissen lebt, die ihre angeborene W\u00fcrde verletzen und infolgedessen den wahren und harmonischen Fortschritt der Weltgemeinschaft gef\u00e4hrden\u0094.[1]<\/p>\n<p>2. In diesem Zusammenhang schlie\u00dft die Bek\u00e4mpfung der Armut eine aufmerksame Betrachtung des komplexen Ph\u00e4nomens der Globalisierung ein. Eine solche Betrachtung ist schon unter methodologischem Gesichtspunkt wichtig, weil sie nahelegt, die Ergebnisse der von Wirtschaftswissenschaftlern und Soziologen durchgef\u00fchrten Forschungen \u00fcber viele Aspekte der Armut zu verwerten. Der Verweis auf die Globalisierung m\u00fc\u00dfte jedoch auch eine geistige und moralische Bedeutung besitzen und dazu anregen, auf die Armen ganz bewu\u00dft im Hinblick darauf zu schauen, da\u00df alle in einen einzigen g\u00f6ttlichen Plan einbezogen sind, n\u00e4mlich die Berufung, eine einzige Familie zu bilden, in der alle \u0096 Einzelpersonen, V\u00f6lker und Nationen \u0096 ihr Verhalten regeln, indem sie es nach den Grunds\u00e4tzen der Fraternit\u00e4t und der Verantwortung ausrichten.<\/p>\n<p>In dieser Perspektive ist es n\u00f6tig, eine umfassende und differenzierte Vorstellung von der Armut zu haben. Wenn die Armut ein nur materielles Ph\u00e4nomen w\u00e4re, w\u00fcrden die Sozialwissenschaften, die uns helfen, die Dinge auf der Grundlage von vornehmlich quantitativen Daten zu messen, ausreichen, um ihre Hauptmerkmale aufzuzeigen. Wir wissen jedoch, da\u00df es Formen nicht materieller Armut gibt, die keine direkte und automatische Folge materieller Not sind. So existieren zum Beispiel in den wohlhabenden und hochentwickelten Gesellschaften Ph\u00e4nomene der Marginalisierung und der relationalen, moralischen und geistigen Armut: Es handelt sich um innerlich orientierungslose Menschen, die trotz des wirtschaftlichen Wohlergehens verschiedene Formen von Entbehrung erleben. Ich denke einerseits an das, was mit ,,moralischer Unterentwicklung\u0094 [2] bezeichnet wird, und andererseits an die negativen Folgen der ,,\u00dcberentwicklung\u0094.[3] Und dann \u00fcbersehe ich nicht, da\u00df in den sogenannten ,,armen\u0094 Gesellschaften das Wirtschaftswachstum h\u00e4ufig durch kulturelle Hindernisse gebremst wird, die einen angemessenen Gebrauch der Ressourcen nicht gestatten. Es steht ohnehin fest, da\u00df jede Form von auferlegter Armut in einer mangelnden Achtung der transzendenten W\u00fcrde der menschlichen Person wurzelt. Wenn der Mensch nicht in der Ganzheit seiner Berufung betrachtet wird und man die Anspr\u00fcche einer wirklichen ,,Human\u00f6kologie\u0094[4] nicht respektiert, entfesseln sich auch die perversen Dynamiken der Armut, wie es in einigen Bereichen, auf die ich kurz eingehen m\u00f6chte, deutlich wird.<\/p>\n<p>Armut und moralische Folgen<\/p>\n<p>3. H\u00e4ufig wird die Armut mit der demographischen Entwicklung gleichsam als deren Ursache in Verbindung gebracht. Infolgedessen laufen Kampagnen zur Geburtenreduzierung, die auf internationaler Ebene auch mit Methoden durchgef\u00fchrt werden, die weder die W\u00fcrde der Frau respektieren noch das Recht der Eheleute, verantwortlich die Zahl ihrer Kinder zu bestimmen,[5] und \u0096 was noch schwerwiegender ist \u0096 oft nicht einmal das Recht auf Leben achten. Die Vernichtung von Millionen ungeborener Kinder im Namen der Armutsbek\u00e4mpfung ist in Wirklichkeit eine Eliminierung der \u00c4rmsten unter den Menschen. In Anbetracht dessen bleibt das Faktum bestehen, da\u00df 1981 etwa 40% der Weltbev\u00f6lkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze lebten, w\u00e4hrend sich dieser Prozentsatz heute praktisch halbiert hat und V\u00f6lkerschaften, die \u00fcbrigens ein beachtliches demographisches Wachstum aufweisen, die Armut \u00fcberwunden haben. Diese Tatsache macht deutlich, da\u00df die Ressourcen zur L\u00f6sung des Problems der Armut selbst bei einem Anwachsen der Bev\u00f6lkerung vorhanden w\u00e4ren. Man darf auch nicht vergessen, da\u00df seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute die Erdbev\u00f6lkerung um vier Milliarden zugenommen hat und da\u00df dieses Ph\u00e4nomen weitgehend L\u00e4nder betrifft, die j\u00fcngst auf der internationalen B\u00fchne als neue Wirtschaftsm\u00e4chte erschienen sind und die gerade dank ihrer hohen Einwohnerzahl eine schnelle Entwicklung erlebt haben. \u00dcberdies erfreuen sich unter den am meisten entwickelten Nationen jene mit den h\u00f6chsten Geburtenraten eines besseren Entwicklungspotentials. Mit anderen Worten, es best\u00e4tigt sich, da\u00df die Bev\u00f6lkerung ein Reichtum und nicht ein Armutsfaktor ist.<\/p>\n<p>4. Ein anderer besorgniserregender Bereich sind die pandemischen Krankheiten wie zum Beispiel Malaria, Tuberkulose und AIDS, welche in dem Ma\u00df, wie sie die produktiven Teile der Bev\u00f6lkerung befallen, einen starken Einflu\u00df auf die Verschlechterung der allgemeinen Bedingungen eines Landes aus\u00fcben. Die Versuche, die Konsequenzen dieser Krankheiten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu bremsen, erzielen nicht immer Ergebnisse von Bedeutung. Au\u00dferdem kommt es vor, da\u00df die von einigen dieser Pandemien betroffenen L\u00e4nder, um Gegenma\u00dfnahmen zu ergreifen, Erpressungen von seiten derer erleiden m\u00fcssen, die wirtschaftliche Hilfen von der Umsetzung einer lebensfeindlichen Politik abh\u00e4ngig machen. Vor allem ist es schwierig, AIDS, eine dramatische Ursache der Armut, zu bek\u00e4mpfen, wenn man sich nicht der moralischen Problematik stellt, mit der die Verbreitung des Virus verbunden ist. Zun\u00e4chst m\u00fcssen Kampagnen unternommen werden, die besonders die Jugendlichen zu einer Sexualit\u00e4t erziehen, die v\u00f6llig der W\u00fcrde der Person entspricht; in diesem Sinn realisierte Initiativen haben bereits bedeutende Ergebnisse erzielt, indem sie die Verbreitung von AIDS vermindert haben. Sodann m\u00fcssen auch den armen V\u00f6lkern die notwendigen Medikamente und Behandlungen zur Verf\u00fcgung gestellt werden; das setzt eine entschiedene F\u00f6rderung der medizinischen Forschung und der therapeutischen Neuerungen voraus sowie n\u00f6tigenfalls eine flexible Anwendung der internationalen Regelungen zum Schutz des geistigen Eigentums, so da\u00df allen die gesundheitliche Grundversorgung gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\n<p>5. Ein dritter Bereich, dem die Aufmerksamkeit in den Programmen zur Bek\u00e4mpfung der Armut gilt und der die ihr innewohnende moralische Dimension zeigt, ist die Armut der Kinder. Wenn eine Familie von Armut betroffen ist, erweisen sich die Kinder als ihre anf\u00e4lligsten Opfer: Fast die H\u00e4lfte derer, die in absoluter Armut leben, sind heute Kinder. Wenn man sich bei der Betrachtung der Armut auf die Seite der Kinder stellt, sieht man sich veranla\u00dft, jene Ziele als vorrangig anzusehen, die diese am unmittelbarsten angehen, wie zum Beispiel die F\u00fcrsorge f\u00fcr die M\u00fctter, das Engagement in der Erziehung, den Zugang zu Impfungen, zu medizinischer Versorgung und zum Trinkwasser, den Umweltschutz und vor allem den Einsatz zum Schutz der Familie und der Best\u00e4ndigkeit der innerfamili\u00e4ren Beziehungen. Wenn die Familie schw\u00e4cher wird, tragen unvermeidlich die Kinder den Schaden davon. Wo die W\u00fcrde der Frau und der Mutter nicht gesch\u00fctzt wird, bekommen das wiederum in erster Linie die Kinder zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>6. Ein vierter Bereich, dem unter moralischem Gesichtspunkt besondere Aufmerksamkeit geb\u00fchrt, ist die bestehende Beziehung zwischen Abr\u00fcstung und Entwicklung. Das augenblickliche Niveau der weltweiten milit\u00e4rischen Ausgaben ist besorgniserregend. Wie ich bereits betont habe, geschieht es, da\u00df \u00bbdie enormen materiellen und menschlichen Ressourcen, die in die milit\u00e4rischen Ausgaben und in die R\u00fcstung einflie\u00dfen, \u2026 den Entwicklungsprojekten der V\u00f6lker, besonders der \u00e4rmsten und hilfsbed\u00fcrftigsten, entzogen [werden]. Und das verst\u00f6\u00dft gegen die Charta der Vereinten Nationen, die die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Staaten verpflichtet, ,,die Herstellung und Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit so zu f\u00f6rdern, da\u00df von den menschlichen und wirtschaftlichen Hilfsquellen der Welt m\u00f6glichst wenig f\u00fcr R\u00fcstungszwecke abgezweigt wird\u0094 (Art. 26)\u00ab.[6]<\/p>\n<p>Dieser Sachverhalt ist keine Erleichterung, sondern stellt sogar eine ernste Behinderung f\u00fcr das Erreichen der gro\u00dfen Entwicklungsziele der internationalen Gemeinschaft dar. Au\u00dferdem l\u00e4uft eine \u00fcbertriebene Erh\u00f6hung der milit\u00e4rischen Ausgaben Gefahr, einen R\u00fcstungswettlauf zu beschleunigen, der Enklaven der Unterentwicklung und der Verzweiflung verursacht und sich so paradoxerweise in einen Faktor von Instabilit\u00e4t, von Spannung und von Konflikten verwandelt. Wie mein verehrter Vorg\u00e4nger Paul VI. weitblickend ge\u00e4u\u00dfert hat, ist ,,die Entwicklung die neue Bezeichnung f\u00fcr Frieden\u0094.[7] Darum sind die Staaten dazu aufgefordert, ernsthaft \u00fcber die tieferen Gr\u00fcnde der h\u00e4ufig durch Ungerechtigkeit entz\u00fcndeten Konflikte nachzudenken und ihnen durch eine mutige Selbstkritik abzuhelfen. Wenn eine Verbesserung der Beziehungen erreicht wird, m\u00fc\u00dfte das eine Reduzierung der R\u00fcstungsausgaben gestatten. Die eingesparten Geldmittel k\u00f6nnen dann f\u00fcr Entwicklungsprojekte zugunsten der \u00e4rmsten und am meisten notleidenden Menschen und V\u00f6lker bestimmt werden: Ein gro\u00dfz\u00fcgiges Engagement in diesem Sinne ist ein Engagement f\u00fcr den Frieden innerhalb der Menschheitsfamilie.<\/p>\n<p>7. Ein f\u00fcnfter Bereich im Zusammenhang mit der Bek\u00e4mpfung der materiellen Armut betrifft die augenblickliche Nahrungsmittelkrise, welche die Befriedigung der Grundbed\u00fcrfnisse aufs Spiel setzt. Diese Krise ist weniger durch einen Mangel an Nahrungsmitteln gekennzeichnet als vielmehr durch Schwierigkeiten des Zugangs zu ihnen und durch Spekulationen, also durch das Fehlen einer Koordination politischer und wirtschaftlicher Institutionen, die in der Lage ist, den Bed\u00fcrfnissen und Notlagen zu begegnen. Die Unterern\u00e4hrung kann auch schwere psycho-physische Sch\u00e4den f\u00fcr die V\u00f6lkerschaften verursachen, indem sie viele Menschen der n\u00f6tigen Energien beraubt, um ohne spezielle Hilfen aus ihrer Armutssituation herauszukommen. Das tr\u00e4gt dazu bei, da\u00df die Schere der Ungleichheiten weiter auseinandergeht, und provoziert Reaktionen, die Gefahr laufen, in Gewalt zu m\u00fcnden. Die Daten \u00fcber die Entwicklung der relativen Armut in den letzten Jahrzehnten zeigen alle eine Vergr\u00f6\u00dferung des Gef\u00e4lles zwischen Reichen und Armen an. Hauptursachen dieses Ph\u00e4nomens sind zweifellos einerseits der technologische Wandel, dessen Nutzen vor allem der oberen Einkommensklasse zugute kommt, und andererseits die Preisdynamik der Industrieprodukte, deren Kosten wesentlich schneller ansteigen als die Preise der Agrarprodukte und der Rohstoffe, die im Besitz der \u00e4rmeren L\u00e4nder sind. So geschieht es, da\u00df der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung der \u00e4rmeren L\u00e4nder unter doppelter Marginalisierung leidet, sowohl durch niedrigere Einnahmen als auch durch h\u00f6here Preise.<\/p>\n<p>Bek\u00e4mpfung der Armut und globale Solidarit\u00e4t<\/p>\n<p>8. Einer der besten Wege zur Schaffung des Friedens ist eine Globalisierung, die auf die Interessen der gro\u00dfen Menschheitsfamilie [8] ausgerichtet ist. Um die Globalisierung zu lenken, bedarf es jedoch einer starken globalen Solidarit\u00e4t [9] zwischen reichen und armen L\u00e4ndern sowie innerhalb der einzelnen L\u00e4nder, auch wenn sie reich sind. Ein ,,gemeinsamer Ethikkodex\u0094[10] ist notwendig, dessen Normen nicht nur den Charakter von Konventionen besitzen, sondern im Naturgesetz wurzeln, das vom Sch\u00f6pfer in das Gewissen eines jeden Menschen eingeschrieben ist (vgl. R\u00f6m 2, 14- 15). Sp\u00fcrt nicht jeder von uns im Innersten seines Gewissens den Aufruf, seinen eigenen Beitrag zum Allgemeinwohl und zum sozialen Frieden zu leisten? Die Globalisierung beseitigt gewisse Barrieren, doch das bedeutet nicht, da\u00df sie nicht neue aufrichten kann; sie bringt die V\u00f6lker einander n\u00e4her, doch die r\u00e4umliche und zeitliche N\u00e4he schafft von sich aus nicht die Bedingungen f\u00fcr ein wahres Miteinander und einen echten Frieden. Die Marginalisierung der Armen des Planeten kann in der Globalisierung nur dann wirksame Mittel zur Befreiung finden, wenn jeder Mensch sich durch die in der Welt bestehenden Ungerechtigkeiten und die damit verbundenen Verletzungen der Menschenrechte pers\u00f6nlich verwundet f\u00fchlt. Die Kirche, die ,,Zeichen und Werkzeug f\u00fcr die innigste Vereinigung mit Gott wie f\u00fcr die Einheit der ganzen Menschheit\u0094[11] ist, wird weiterhin ihren Beitrag leisten, damit Ungerechtigkeiten und Unverst\u00e4ndnis \u00fcberwunden werden und man dahin gelangt, eine friedvollere und solidarischere Welt aufzubauen.<\/p>\n<p>9. Auf dem Gebiet des Internationalen Handels und der Finanztransaktionen sind heute Prozesse im Gange, die es erlauben, die \u00d6konomien positiv zu koordinieren und so zur Verbesserung der allgemeinen Bedingungen beizutragen; doch es gibt auch gegenteilige Prozesse, welche die V\u00f6lker entzweien und ins Abseits dr\u00e4ngen und so gef\u00e4hrliche Voraussetzungen f\u00fcr Kriege und Konflikte schaffen. In den Jahrzehnten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ist der internationale Waren- und Dienstleistungshandel au\u00dferordentlich schnell angestiegen und hat dabei eine in der Geschichte zuvor nicht gekannte Dynamik entfaltet. Ein gro\u00dfer Teil des Welthandels betraf die bereits fr\u00fch industrialisierten L\u00e4nder, mit der beachtlichen Erweiterung durch viele Schwellenl\u00e4nder, die an Bedeutung gewonnen haben. Es gibt jedoch andere L\u00e4nder mit niedrigen Einnahmen, die hinsichtlich des Handelsflusses noch schwer marginalisiert sind. Ihr Wachstum hat unter dem in den letzten Jahrzehnten verzeichneten schnellen Verfall der Preise f\u00fcr Prim\u00e4rg\u00fcter gelitten, die fast die Gesamtheit ihrer Exporte ausmachen. In diesen \u0096 gro\u00dfenteils afrikanischen \u0096L\u00e4ndern stellt die Abh\u00e4ngigkeit vom Export von Prim\u00e4rg\u00fctern weiterhin einen erheblichen Risikofaktor dar. Ich m\u00f6chte hier erneut dazu aufrufen, allen L\u00e4ndern die gleichen Zugangschancen zum Weltmarkt einzur\u00e4umen und Ausschl\u00fcsse und Marginalisierungen zu vermeiden.<\/p>\n<p>10. \u00c4hnliche \u00dcberlegungen k\u00f6nnen \u00fcber das Finanzwesen angestellt werden, das dank der Entwicklung der Elektronik und der Politik zur Liberalisierung des Geldverkehrs zwischen den verschiedenen L\u00e4ndern einen der Hauptaspekte des Ph\u00e4nomens der Globalisierung betrifft. Die objektiv wichtigste Funktion des Finanzwesens, n\u00e4mlich langfristig die M\u00f6glichkeit von Investitionen und somit von Entwicklung zu unterst\u00fctzen, erweist sich heute als \u00e4u\u00dferst anf\u00e4llig: Sie erf\u00e4hrt die negativen R\u00fcckwirkungen eines Systems von Finanztransaktionen \u0096 auf nationaler und globaler Ebene \u0096, die auf einem extrem kurzfristigen Denken beruhen, das den Wertzuwachs aus Finanzaktivit\u00e4ten verfolgt und sich auf die technische Verwaltung der verschiedenen Formen des Risikos konzentriert. Auch die j\u00fcngste Krise beweist, wie die Finanzaktivit\u00e4t manchmal von rein autoreferentiellen Logiken geleitet wird, die jeder langfristigen R\u00fccksicht auf das Allgemeinwohl entbehren. Die Einengung in der Zielsetzung der weltweiten Finanzmakler auf die extreme Kurzfristigkeit vermindert die F\u00e4higkeit des Finanzwesens, seine Br\u00fcckenfunktion zwischen Gegenwart und Zukunft zu erf\u00fcllen zur Unterst\u00fctzung der Schaffung langfristig angelegter Produktions- und Arbeitsm\u00f6glichkeiten. Ein auf kurze und k\u00fcrzeste Fristen eingeengtes Finanzwesen wird gef\u00e4hrlich f\u00fcr alle, auch f\u00fcr diejenigen, denen es gelingt, w\u00e4hrend der Phasen der Finanzeuphorie davon zu profitieren.[12]<\/p>\n<p>11. Aus all dem geht hervor, da\u00df die Bek\u00e4mpfung der Armut eine Zusammenarbeit sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf juristischer Ebene erfordert, die der internationalen Gemeinschaft und im besonderen den armen L\u00e4ndern erm\u00f6glicht, aufeinander abgestimmte L\u00f6sungen zu finden und zu verwirklichen, um den oben genannten Problemen durch die Bereitstellung eines wirksamen rechtlichen Rahmens f\u00fcr die Wirtschaft zu begegnen. Sie verlangt au\u00dferdem Impulse zur Bildung von leistungsf\u00e4higen, auf Mitverantwortung beruhenden Institutionen sowie die Unterst\u00fctzung im Kampf gegen die Kriminalit\u00e4t und in der F\u00f6rderung einer Kultur der Legalit\u00e4t. Andererseits ist nicht zu leugnen, da\u00df eine ausgepr\u00e4gte Wohlfahrtspolitik h\u00e4ufig Ursache des Scheiterns von Hilfsma\u00dfnahmen f\u00fcr die armen L\u00e4nder ist. In die Ausbildung der Menschen zu investieren und erg\u00e4nzend eine spezifische Kultur der Eigeninitiative zu entwickeln, erscheint zur Zeit als der richtige mittel- und langfristige Plan. Wenn die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten zu ihrer Entfaltung g\u00fcnstige \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde brauchen, so bedeutet das nicht, da\u00df man den Problemen des Einkommens keine Aufmerksamkeit schenken darf. Obschon zu Recht unterstrichen worden ist, da\u00df die Erh\u00f6hung des Pro-Kopf-Einkommens nicht das Ziel schlechthin des politisch-wirtschaftlichen Handelns sein kann, darf man doch nicht vergessen, da\u00df dies ein wichtiges Instrument darstellt, um das Ziel der Bek\u00e4mpfung von Hunger und absoluter Armut zu erreichen. Unter diesem Gesichtspunkt mu\u00df hier die Illusion ausger\u00e4umt werden, da\u00df eine Politik der reinen Umverteilung des bestehenden Verm\u00f6gens das Problem endg\u00fcltig l\u00f6sen k\u00f6nnte. In einer modernen Wirtschaft h\u00e4ngt n\u00e4mlich der Wert des Verm\u00f6gens in ausschlaggebendem Ma\u00dfe von der F\u00e4higkeit ab, gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Gewinn zu schaffen. Die Wertsch\u00f6pfung erweist sich deshalb als eine unausweichliche Notwendigkeit, die man ber\u00fccksichtigen mu\u00df, wenn man die materielle Armut wirksam und nachhaltig bek\u00e4mpfen will.<\/p>\n<p>12. Die Armen an die erste Stelle zu setzen, erfordert schlie\u00dflich den geb\u00fchrenden Raum f\u00fcr eine korrekte wirtschaftliche Logik bei den Akteuren des internationalen Marktes, f\u00fcr eine korrekte politische Logik bei den institutionellen Akteuren und f\u00fcr eine korrekte Logik der Mitverantwortung, die f\u00e4hig ist, die lokale wie internationale Zivilgesellschaft zur Geltung zu bringen. Die internationalen Organismen anerkennen heute selbst den hohen Wert und den Vorteil wirtschaftlicher Initiativen der Zivilgesellschaft oder der \u00f6rtlichen Verwaltungen zur F\u00f6rderung der Befreiung und Eingliederung jener Bev\u00f6lkerungsschichten in die Gesellschaft, die h\u00e4ufig unterhalb der \u00e4u\u00dfersten Armutsgrenze leben und zugleich f\u00fcr die offiziellen Hilfen schwer erreichbar sind. Die Geschichte der wirtschaftlichen Entwicklung des 20. Jahrhunderts lehrt, da\u00df gute Entwicklungspolitik von der Verantwortlichkeit der Menschen und der Schaffung eines positiven Zusammenwirkens von M\u00e4rkten, Zivilgesellschaft und Staaten abh\u00e4ngt. Besonders der Zivilgesellschaft kommt eine ausschlaggebende Rolle in jedem Entwicklungsproze\u00df zu, denn die Entwicklung ist im wesentlichen ein kulturelles Ph\u00e4nomen, und die Kultur entsteht und entfaltet sich im Zivilbereich.[13]<\/p>\n<p>13. Wie mein verehrter Vorg\u00e4nger Johannes Paul II. bereits betont hat, offenbart die Globalisierung ,,eine ausgepr\u00e4gte Charakteristik der Ambivalenz\u0094 [14] und mu\u00df deshalb mit umsichtiger Klugheit gelenkt werden. Zu dieser Form von Klugheit geh\u00f6rt es auch, vorrangig die Bed\u00fcrfnisse der Armen der Erde zu ber\u00fccksichtigen, indem der Skandal des bestehenden Mi\u00dfverh\u00e4ltnisses zwischen den Problemen der Armut und den Ma\u00dfnahmen, welche die Menschen vorsehen, um ihnen entgegenzutreten, \u00fcberwunden wird. Das Mi\u00dfverh\u00e4ltnis besteht sowohl auf kultureller und politischer als auch auf geistiger und ethischer Ebene. Man bleibt n\u00e4mlich oft bei den \u00e4u\u00dferen und praktischen Ursachen der Armut stehen, ohne zu denen vorzudringen, die im menschlichen Herzen wohnen wie die Habgier und die Begrenztheit der Horizonte. Die Probleme der Entwicklung, der Hilfen und der internationalen Zusammenarbeit werden manchmal ohne eine wirkliche Einbeziehung der Menschen als rein technische Fragen angegangen, die sich in der Planung von Strukturen, im Abschlu\u00df von Tarifvertr\u00e4gen und in der Bereitstellung anonymer Finanzierungen ersch\u00f6pfen. Die Bek\u00e4mpfung der Armut ist dagegen auf M\u00e4nner und Frauen angewiesen, die zutiefst die Mitmenschlichkeit praktizieren und f\u00e4hig sind, Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften auf Wegen authentischer menschlicher Entwicklung zu begleiten.<\/p>\n<p>Schlu\u00df<\/p>\n<p>14. In der Enzyklika Centesimus annus mahnte Johannes Paul II. die Notwendigkeit an, ,,eine Denkweise aufzugeben, die die Armen der Erde \u0097 Personen und V\u00f6lker \u0097 als eine Last und als unerw\u00fcnschte Menschen ansieht, die das zu konsumieren beanspruchen, was andere erzeugt haben\u0094. ,,Die Armen\u0094, schrieb er, ,,verlangen das Recht, an der Nutzung der materiellen G\u00fcter teilzuhaben und ihre Arbeitsf\u00e4higkeit einzubringen, um eine gerechtere und f\u00fcr alle gl\u00fccklichere Welt aufzubauen\u0094.[15] In der jetzigen globalisierten Welt wird immer offensichtlicher, da\u00df der Friede nur hergestellt werden kann, wenn man allen die M\u00f6glichkeit eines vern\u00fcnftigen Wachstums sichert: Die Verzerrungen ungerechter Systeme pr\u00e4sentieren n\u00e4mlich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter allen die Rechnung. Es kann also nur die Torheit dazu verf\u00fchren, ein vergoldetes Haus zu bauen, wenn ringsum W\u00fcste oder Verfall herrscht. Die Globalisierung allein ist unf\u00e4hig, den Frieden herzustellen, und in vielen F\u00e4llen schafft sie sogar Trennungen und Konflikte. Sie offenbart vielmehr einen Bedarf: den einer Ausrichtung auf ein Ziel v\u00f6lliger Solidarit\u00e4t, die das Wohl eines jeden und aller anstrebt. In diesem Sinn ist die Globalisierung als eine g\u00fcnstige Gelegenheit anzusehen, um in der Bek\u00e4mpfung der Armut etwas Bedeutendes zu verwirklichen und um der Gerechtigkeit und dem Frieden bisher unvorstellbare M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>15. Von jeher hat sich die Soziallehre der Kirche um die Armen gek\u00fcmmert. Zur Zeit der Enzyklika Rerum novarum waren dies vor allem die Arbeiter der neuen Industriegesellschaft; in der Soziallehre Pius\u2019 XI., Pius\u2019 XII., Johannes\u2019 XXIII., Pauls VI. und Johannes Pauls II. sind neue Formen der Armut hervorgehoben worden, w\u00e4hrend sich der Horizont der sozialen Frage weitete, bis sie weltweite Dimensionen angenommen hat.[16] Diese Ausweitung der sozialen Frage auf die Globalit\u00e4t ist nicht nur im Sinn einer quantitativen Ausdehnung zu betrachten, sondern auch im Sinn einer qualitativen Vertiefung \u00fcber den Menschen und \u00fcber die Bed\u00fcrfnisse der Menschheitsfamilie. Darum zeigt die Kirche, w\u00e4hrend sie die aktuellen Ph\u00e4nomene der Globalisierung und ihre Auswirkung auf die Formen menschlicher Armut aufmerksam verfolgt, die neuen Aspekte der sozialen Frage nicht nur in ihrer Ausdehnung, sondern auch in ihrer Tiefe auf, insofern sie die Identit\u00e4t des Menschen und seine Beziehung zu Gott betreffen. Es sind Prinzipien der Soziallehre, die danach trachten, die Zusammenh\u00e4nge zwischen Armut und Globalisierung zu kl\u00e4ren und das Handeln auf die Schaffung des Friedens auszurichten. Unter diesen Prinzipien ist es angebracht, im Licht des Primats der N\u00e4chstenliebe hier in besonderer Weise an die ,,vorrangige Liebe f\u00fcr die Armen\u0094 [17] zu erinnern, die von der gesamten christlichen \u00dcberlieferung von der Urkirche an bezeugt worden ist (vgl. Apg 4, 32-36; 1 Kor 16, 1; 2 Kor 8-9; Gal 2, 10).<\/p>\n<p>,,Jeder trage ohne Z\u00f6gern den Teil bei, der ihm obliegt\u0094, schrieb Leo XIII. 1891 und f\u00fcgte hinzu: ,,Was die Kirche betrifft, wird sie niemals und in keiner Weise von ihrem Werk ablassen\u0094.[18] Dieses Bewu\u00dftsein begleitet auch heute das Handeln der Kirche gegen\u00fcber den Armen, in denen sie Christus sieht,[19] da sie in ihrem Herzen st\u00e4ndig den Auftrag des Friedensf\u00fcrsten an die Apostel nachklingen h\u00f6rt: ,,Vos date illis manducare \u0096 gebt ihr ihnen zu essen\u0094 (Lk 9, 13). In der Treue zu dieser Aufforderung ihres Herrn wird die Kirche deshalb niemals vers\u00e4umen, der gesamten Menschheitsfamilie ihre Unterst\u00fctzung in den Impulsen zu kreativer Solidarit\u00e4t zu versichern, nicht nur um aus dem \u00dcberflu\u00df zu spenden, sondern vor allem um ,,die Lebensweisen, die Modelle von Produktion und Konsum und die verfestigten Machtstrukturen zu \u00e4ndern, die heute die Gesellschaften beherrschen\u0094.[20] Darum richte ich zu Beginn eines neuen Jahres an alle J\u00fcnger Christi wie auch an jeden Menschen guten Willens die dringende Einladung, gegen\u00fcber den Bed\u00fcrfnissen der Armen das Herz zu \u00f6ffnen und alles konkret M\u00f6gliche zu unternehmen, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Unumst\u00f6\u00dflich wahr bleibt n\u00e4mlich das Axiom: ,,Die Armut bek\u00e4mpfen hei\u00dft den Frieden schaffen\u0094.<\/p>\n<p>Aus dem Vatikan, am 8. Dezember 2008.<\/p>\n<p>BENEDICTUS PP. XVI<\/p>\n<p>[1] Botschaft zum Weltfriedenstag 1993, 1<\/p>\n<p>[2] Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, 19.<\/p>\n<p>[3] Johannes Paul II., Enzyklika Sollicitudo rei socialis, 28.<\/p>\n<p>[4] Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus, 38.<\/p>\n<p>[5] Vgl. Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, 37; Johannes Paul II., Enzyklika Sollicitudo rei socialis, 25.<\/p>\n<p>[6] Benedikt XVI., Schreiben an Kardinal Renato Raffaele Martino anl\u00e4\u00dflich der internationalen Studientagung des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden zum Thema ,,Abr\u00fcstung, Entwicklung und Frieden. Perspektiven f\u00fcr eine allseitige Abr\u00fcstung\u0094, 10. April 2008.<\/p>\n<p>[7] Enzyklika Populorum progressio, 87.<\/p>\n<p>[8] Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus, 58.<\/p>\n<p>[9] Vgl. Johannes Paul II., Ansprache bei der Audienz des Christlichen Verbandes der italienischen Arbeiter ACLI, 27. April 2002, 4: Insegnamenti di Giovanni Paolo II, XXV, 1 [2002], 637.<\/p>\n<p>[10] Johannes Paul II., Ansprache vor der Vollversammlung der P\u00e4pstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, 27. April 2001, 4: Insegnamenti di Giovanni Paolo II, XXIV, 1 [2001], 802.<\/p>\n<p>[11] Zweites Vatikanisches Konzil, Dogm. Konst. Lumen gentium, 1.<\/p>\n<p>[12] Vgl. P\u00e4pstlicher Rat f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, 368.<\/p>\n<p>[13] Vgl. ebd., 356.<\/p>\n<p>[14] Ansprache bei der Audienz f\u00fcr Leiter der Arbeiter- und Industriegewerkschaften, 2. Mai 2000, 3: Insegnamenti di Giovanni Paolo II, XXIII, 1 [2000], 726.<\/p>\n<p>[15] Nr. 28<\/p>\n<p>[16] Vgl. Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, 3.<\/p>\n<p>[17] Johannes Paul II., Enzyklika Sollicitudo rei socialis, 42; vgl. Ders., Enzyklika Centesimus annus, 57.<\/p>\n<p>[18] Leo XIII., Enzyklika Rerum novarum, 45.<\/p>\n<p>[19] Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus, 58.<\/p>\n<p>[20] ebd.<\/p>\n","news_gallery":"no","news_gallery_elements":false},"news_categories":[{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43267\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}