{"id":43392,"date":"2007-01-09T00:00:00","date_gmt":"2007-01-08T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/ansprache-s-h-u-e-fra-andrew-bertie-an-das-beim-malteserorden-akkreditierte-diplomatische-korps-2\/"},"modified":"2023-01-16T15:45:39","modified_gmt":"2023-01-16T14:45:39","slug":"ansprache-s-h-u-e-fra-andrew-bertie-an-das-beim-malteserorden-akkreditierte-diplomatische-korps-2","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/ansprache-s-h-u-e-fra-andrew-bertie-an-das-beim-malteserorden-akkreditierte-diplomatische-korps-2\/","title":{"rendered":"Ansprache s.H.U.E. Fra\u2019 Andrew Bertie an das beim Malteserorden akkreditierte diplomatische korps"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43392","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-grosmeister-news","news_categories-nachrichten"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":26591,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2007.01.09-Address-of-the-Grand-Master-to-the-diplomatic-corps.jpg"},"news_content":"<p>Der Gro\u00dfmeister des Malteserordens, Fra\u2019 Andrew Bertie, hat am heutigen Vormittag in der Magistralvilla auf dem Aventin die Botschafter der 96 beim Orden akkreditierten Staaten zum traditionellen Neujahrsempfang empfangen.<\/p>\n<p>Es folgt die ungek\u00fcrzte Ansprache des Gro\u00dfmeisters.<\/p>\n<p>Herr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren,<\/p>\n<p>mit stets neuer Freude empfange ich hier auf dem Aventin zur traditionellen Neujahrsbegr\u00fc\u00dfung die Mitglieder des beim Orden akkreditierten diplomatischen Korps.<\/p>\n<p>Herr Botschafter von Honduras, verehrter Doyen, f\u00fcr die Gl\u00fcckw\u00fcnsche, die Sie mir im Namen des diplomatischen Korps zu Beginn des Jahres dargebracht haben, danke ich aufs herzlichste. Auch danke ich Ihnen f\u00fcr die hohe Wertsch\u00e4tzung, die Sie ausgedr\u00fcckt haben und f\u00fcr das wohlwollende Interesse, mit dem Sie die Aktivit\u00e4ten des Souver\u00e4nen Malteserordens begleiten. Ganz besonders willkommen hei\u00dfen darf ich die Herren Botschafter, die zum ersten Mal an diesem Empfang teilnehmen.<\/p>\n<p>Diese allj\u00e4hrliche Begegnung mit Ihnen hat f\u00fcr mich und die Ordensregierung einen besonderen Stellenwert, bietet sie mir doch die Gelegenheit zusammen mit Ihnen einen Blick auf den Lauf der Weltendinge zu werfen.<\/p>\n<p>(Ein Blick auf die Welt von heute)<\/p>\n<p>Das soeben zu Ende gegangene Jahr hat mancherlei Anlass zu Schmerz und Besorgnis gegeben. Lassen Sie mich zu allererst Seiner Exzellenz dem Botschafter der Philippinen unsere Freundschaft und unser anteilnehmendes Gebet versichern f\u00fcr die Verw\u00fcstungen, die der Taifun Durian angerichtet hat.<\/p>\n<p>Zahlreiche tragische Ereignisse haben auch diese Jahr 2006 wieder gepr\u00e4gt:<\/p>\n<p>\u0095 die tragische Situation, in der sich die L\u00e4nder des Libanon, Pal\u00e4stinas und des Irak befinden;<\/p>\n<p>\u0095 das Drama in Darfur, wo wir aus Sicherheitsgr\u00fcnden unsere laufenden Impfprogramme unterbrechen mussten;<\/p>\n<p>\u0095 der Tod von Journalisten und Medienvertretern in den Kriegsgebieten;<\/p>\n<p>\u0095 der Menschenhandel in Europa, wo j\u00e4hrlich Hunderttausende M\u00e4nner, Frauen und Kinder in die H\u00e4nde gut organisierter und m\u00e4chtiger krimineller Organisationen fallen, die auf Drogenhandel, Prostitution und Organhandel spezialisiert sind;<\/p>\n<p>\u0095 die Gefahren, die sich aus dem Aufeinandertreffen von Kulturen und Religionen ergeben, wobei offensichtlich ist, dass die Religionen das Thema des neuen Jahrtausends werden;<\/p>\n<p>\u0095 das Schicksal der f\u00fcnf Krankenpfleger und des pal\u00e4stinensischen Arztes, die seit sieben Jahren in Haft sind und die jetzt zum Tode verurteilt worden sind; wir hoffen innigst, dass sie begnadigt werden;<\/p>\n<p>\u0095 und viele andere w\u00e4ren leider noch zu erw\u00e4hnen\u0085<\/p>\n<p>Und trotz alldem, es fehlt nicht an positiven Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Dazu geh\u00f6rt auf jeden Fall, wie ich meine, die apostolische Reise von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI in die T\u00fcrkei, die als au\u00dferordentliches Ereignis in der Geschichte der Kirche und der Humanit\u00e4t vermerkt bleiben wird.<\/p>\n<p>(Der Malteserorden 2006)<\/p>\n<p>Bei den immer wieder neuen menschlichen Trag\u00f6dien ist der Malteserorden, wo immer er mit seinen Einsatzkr\u00e4ften bereits pr\u00e4sent war oder wohin er auch gerufen wurde, stets seinem Auftrag treu geblieben.<\/p>\n<p>So ist der Orden im Verlaufe des Jahres 2006 insbesondere t\u00e4tig geworden:<\/p>\n<p>\u0095 In Afrika, wo wir in unsere Krankenstationen den an AIDS, Tuberkulose, an der<\/p>\n<p>Schlafkrankheit und Lepra leidenden Menschen beistehen, die geschlagenen und vergewaltigten Frauen psychologisch betreuen, Fl\u00fcchtlinge aufnehmen und sie mit Wasser, Medikamenten und Impfschutz versorgen.<\/p>\n<p>\u0095 Besonders hervorzuheben sind die Aktivit\u00e4ten unserer Malteser in den Elendsquartieren von Nairobi in Kenia, wo etwa 10% der Erwachsenen an AIDS oder Tuberkulose erkrankt sind: 600.000 Menschen konnten erfolgreich behandelt werden. Dank eines Kooperationsabkommens zwischen dem Malteserorden, der \u00f6sterreichischen Regierung und dem Bundesdeutschen Ministerium f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit konnten die notwendigen Gelder zur Fortf\u00fchrung dieses Projekts bis 2009 sichergestellt werden.<\/p>\n<p>\u0095 In Indien, einem Land das ganz besonders schwer von AIDS betroffen ist, wird im kommenden Jahr ein \u00e4hnliches Programm wie in Kenia eingeleitet werden.<\/p>\n<p>\u0095 Im Sudan, in der Provinz Darfur, wo der Orden seit 2005 f\u00fcnf Krankenstationen unterh\u00e4lt, durch die 115.000 Menschen geholfen werden konnte.<\/p>\n<p>\u0095 In Asien, wo sich der Orden in Java nach dem Erdbeben vom vergangenen Mai engagiert hat.<\/p>\n<p>\u0095 In \u00c4gypten, wo wir in Abstimmung mit dem Gouverneur von Kairo ein Projekt zur Behandlung der Lepra auf den Weg gebracht haben.<\/p>\n<p>\u0095 In Vietnam und auf den Philippinen, wo sich unser Einsatzkorps der Opfer des Taifun Xangsane angenommen hat, der im Oktober ganze Regionen verw\u00fcstet hat.<\/p>\n<p>\u0095 Im S\u00fcden von Sri-Lanka, wo der Orden f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung ein Gesundheitsprojekt mit Pilotcharakter gestartet hat.<\/p>\n<p>\u0095 Im Osten der Demokratischen Republik des Kongo, wo ein neues medizinisches Programm zur Pr\u00e4vention gegen eine Pestepidemie umgesetzt wird.<\/p>\n<p>\u0095 In Rum\u00e4nien, wo der Orden nach den schweren \u00dcberschwemmungen der Donau im Jahr 2006 mit dem Bau von acht Trinkwasserbrunnen f\u00fcr die Bewohner von acht Ortschaften im Distrikt von Tulcea begonnen hat.<\/p>\n<p>\u0095 In Pakistan, wo unser Hilfsprogramm zugunsten der Opfer des schweren Erdbebens von 2005 fortgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>\u0095 In \u00c4quatorialguinea, wo der Orden mit einer Studie \u00fcber das Sozial- und Gesundheitswesen des Landes beauftragt ist.<\/p>\n<p>\u0095 In New Orleans, wo die drei nordamerikanischen Assoziationen des Ordens zusammen mit unserem Einsatzkorps von Malteser International ein Programm zur Wiederherstellung der vom Hurrikan Katrina zerst\u00f6rten H\u00e4user erstellen.<\/p>\n<p>\u0095 In Mittel- und Osteuropa, wo sich der Orden in 13 L\u00e4ndern engagiert hat, mit Hilfseins\u00e4tzen nach den \u00dcberschwemmungen der letzten Zeit und mit Unterst\u00fctzung der sozial Schwachen.<\/p>\n<p>\u0095 Im Libanon, wo die zw\u00f6lf Gesundheitseinrichtungen des Ordens \u2013 die seit \u00fcber 30 Jahren ununterbrochen aktiv t\u00e4tig sind \u2013 nach den letzten Ereignissen die einzigen Hilfsstellen f\u00fcr Tausende von Fl\u00fcchtlingen geblieben sind, die in den unzug\u00e4nglichen Regionen im S\u00fcden abgeschnitten wurden. Da diese Einrichtungen allen offen stehen \u2013 und zwar im ganzen Land \u2013 finden sich dort alle religi\u00f6sen Bekenntnisse ein. Es sind Oasen des Friedens und der Wahrheit. Sie geben den christlichen Minderheiten Glauben, Mut und Zuversicht, die versucht sind, das Land zu verlassen.<\/p>\n<p>\u0095 In sechs Regionen von Afghanistan, wo wir seit 2001 zusammen mit dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen f\u00fcr das Fl\u00fcchtlingswesen den Fl\u00fcchtlingsfamilien helfen. Zu unserem gro\u00dfen Bedauern haben wir hier den gewaltsamen Tod zweier unserer Mitarbeiter zu beklagen und im vergangenen Mai eines unserer \u00c4rzte.<\/p>\n<p>\u0095 In Pal\u00e4stina, in Bethlehem, wo unser Krankenhaus zur Hl. Familie wegen der Finanzkrise der \u00f6ffentlichen Hand eine Leistungssteigerung von 30% zu verkraften hatte. 3.000 Kinder, \u00fcberwiegend Muslime, sind 2006 im Krankenhaus geboren worden.<\/p>\n<p>Was den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Orthodoxen betrifft, so ist zu vermelden, dass der Orden Stipendien f\u00fcr junge russische orthodoxe Priester eingerichtet hat, damit diese in Rom studieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das sind nur einige der wichtigsten Aktivit\u00e4ten des Ordens auf internationalem Gebiet im vergangenen Jahr. Tats\u00e4chlich w\u00e4re es unm\u00f6glich hier \u00fcber die t\u00e4gliche Arbeit unserer 85 Priorate und Nationalen Assoziationen zu berichten mit ihren Hilfsdiensten, Krankenh\u00e4usern und Krankenstationen. Es w\u00e4re zu lang.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, ihre nationalen wie internationalen Aktivit\u00e4ten zu koordinieren, hat die Ordensregierung im Verlaufe des vergangenen Jahres verschiedene Konferenzen veranstaltet:<\/p>\n<p>\u0095 Im Zusammenhang mit meinem Staatsbesuch in Kamerun nach Einladung von Pr\u00e4sident Bia, im Februar, haben wir in Yaound\u00e9 eine Regionalkonferenz \u00fcber Afrika einberufen, bei der \u00fcber die gesamten Aktivit\u00e4ten des Ordens in Afrika beraten wurde. Dem Pr\u00e4sidenten von Kamerun darf ich noch einmal sehr herzlich f\u00fcr seine Gastfreundschaft danken.<\/p>\n<p>\u0095 Die 14. Konferenz der europ\u00e4ischen Hospitaliers hat im M\u00e4rz in Dublin stattgefunden.<\/p>\n<p>\u0095 Die 6. Konferenz der Hospitaliers von S\u00fcd- und Nordamerika hat im November in Miami stattgefunden.<\/p>\n<p>\u0095 Am 5. Dezember haben wir zum zweiten Mal die Jahreskonferenz \u00fcber die weltweiten Aktivit\u00e4ten des Ordens nach Rom einberufen. Der Libanon, der Kongo und Osteuropa standen dabei im Mittelpunkt der Er\u00f6rterungen. Ich nutze die Gelegenheit um Ihnen f\u00fcr Ihre zahlreiche Teilnahme an dieser Veranstaltung zu danken, die wir im n\u00e4chsten Dezember wiederholen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2007 haben wir folgende Veranstaltungen vorgesehen:<\/p>\n<p>\u0095 die Konferenz der europ\u00e4ischen Hospitaliers in Paris;<\/p>\n<p>\u0095 die Regionalkonferenz \u00fcber Amerika in Mexiko Stadt;<\/p>\n<p>\u0095 die Regionalkonferenz \u00fcber Osteuropa in Wien.<\/p>\n<p>Im institutionellem Bereich darf ich die exzellenten und tiefen Beziehungen hervorheben, die wir zu den hohen \u00c4mtern des Hl. Stuhls unterhalten und die insbesondere durch die h\u00e4ufigen und herzlichen Gespr\u00e4che Ausdruck finden, die ich im Magistralpalast mit den Mitgliedern der Kurie und hohen kirchlichen W\u00fcrdentr\u00e4gern gef\u00fchrt habe. Ich entbiete meine herzlichsten Gl\u00fcckw\u00fcnsche dem Kardinal-Staatssekret\u00e4r und dem Sekret\u00e4r f\u00fcr die Beziehungen der Staaten zum Hl. Stuhl, die erst k\u00fcrzlich ihre \u00c4mter angetreten haben.<\/p>\n<p>In gleicher Weise darf ich die hervorragenden Beziehungen hervorheben, die wir zu Italien haben und deren Bedeutung durch den Staatsbesuch von Pr\u00e4sident Ciampi im Magistralpalast sowie den zahlreichen Begegnungen mit Regierungsmitgliedern und Parlamentariern zum Ausdruck kam. Sehr dankbar bin ich, dass k\u00fcrzlich zwei Kooperationsabkommen mit der italienischen Regierung unterzeichnet werden konnten: eines mit dem Zivilschutz und eines mit dem Gesundheitsministerium.<\/p>\n<p>Auf diplomatischer Ebene war das Jahr 2006 gekennzeichnet durch die Besuche der Staatsoberh\u00e4upter von Italien, \u00d6sterreich, Ungarn, Burkina Faso, der Seychellen, von Montenegro, Costa Rica und Serbien sowie des Premierministers von Polen. Zu Staatsbesuch war ich in Bulgarien und Kamerun. In n\u00e4chster Zeit werde ich nach Br\u00fcssel reisen und mit dem Pr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission und mit den Mitgliedern der belgischen Regierung zusammentreffen.<\/p>\n<p>Ich darf die Gelegenheit nutzen, um einen Dankesgru\u00df an Kofi Annan zu richten, f\u00fcr dessen Einsatz f\u00fcr die Sache des Friedens und seinem Nachfolger, Ban Ki-Moon, dem neuen Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen, alle unsere Gl\u00fcckw\u00fcnsche f\u00fcr einen Erfolg seines hohen Auftrags zu \u00fcbermitteln, der f\u00fcr unsere heutige Welt wichtig ist.<\/p>\n<p>(Der humanit\u00e4re Auftrag und das \u0084Besondere\u0093 des Malteserordens\u0093)<\/p>\n<p>Humanit\u00e4re Aktivit\u00e4t ist pl\u00f6tzlich ganz aktuell geworden, gewisserma\u00dfen \u0084\u00e0 la mode\u0093, wird dabei aber h\u00e4ufig in den Dienst von politischen und wirtschaftlichen Interessen gestellt. Zugleich muss man feststellen, dass das missionarische, freiwillige \u2013 wohlt\u00e4tige \u2013 Engagement eher abnimmt bzw. unternehmerische, zunehmend s\u00e4kularisierte Formen annimmt. Sie wird immer mehr zu einer \u0084wirtschaftlichen und sozialen Aktivit\u00e4t\u0093 und immer weniger ein \u0084selbstloser Dienst\u0093.<\/p>\n<p>Diese Tendenz zeigt deutlich die Besonderheit auf, die den Malteserorden von anderen humanit\u00e4ren Organisationen unterscheidet. Gestatten Sie mir, dass ich kurz auf diese Frage eingehe, die mir h\u00e4ufig von Journalisten gestellt wird.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des Ordens leben ihren Glauben nicht als ein Mittel zur Evangelisierung oder zur Proselytenmacherei, sondern als eine Art des Lebens im Dienst der N\u00e4chsten, der Armen und Kranken, in einem Geist authentischer Humanit\u00e4t, die Gottes Ebenbild im leidenden Menschen sieht, unabh\u00e4ngig von Rasse, Herkommen oder Religion.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr uns z\u00e4hlt ist nicht die Vielzahl der eingeleiteten oder zu Ende gef\u00fchrten humanit\u00e4ren Hilfseins\u00e4tze, noch weniger der finanzielle Aufwand oder die Anzahl der medizinischen Beratungen, sondern die Hinwendung zu den Kranken, zu jedem einzelnen von ihnen, weil wir uns stets bem\u00fchen, \u0084Diener der Hilfsbed\u00fcrftigen und Kranken\u0093 zu sein. Das was f\u00fcr uns z\u00e4hlt ist diese \u0084Hinwendung des Herzens\u0093, mit der wir den N\u00e4chsten mit den \u0084Augen von Christus\u0093 sehen, wie das der Heilige Vater in seiner Enzyklika \u0084Deus Caritas est\u0093 sagt.<\/p>\n<p>Wie Sie wissen, sind wir in erster Linie und vor allem Hospitaliers. Der Malteserorden ist nicht eine humanit\u00e4re Organisation wie viele andere.<\/p>\n<p>Als Subjekt des \u00f6ffentlichen internationalen Rechts, neutral, nicht parteigebunden und unpolitisch aus Berufung, hat der Orden, vor allem im operativen Bereich, eine \u00fcbernationale, globale und dezentralisierte Struktur, die im Dienst der Armen, Kranken, der Fl\u00fcchtlinge und Hilfsbed\u00fcrftigen steht. Seine 12.500 Mitglieder, seine 80.000 freiwilligen Helfer und sein professionelles \u00e4rztliches Personal, bestehend aus 11.000 \u00c4rzten, Krankenpflegern und Hilfskr\u00e4ften, bilden ein einmaliges Netzwerk in 120 L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Orden ist souver\u00e4n; er h\u00e4ngt von keinem Staat und keiner Regierung ab und verfolgt weder wirtschaftliche noch politische Ziele. Er ist eine Einrichtung, deren Mitglieder 45 Nationen in allen 5 Erdteilen, angeh\u00f6ren, die diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl, zu Italien sowie weiteren 94 Staaten unterh\u00e4lt und offizielle Beziehungen zu sechs Regierungen und zur Europ\u00e4ischen Kommission; er hat st\u00e4ndige Beobachter bei den Vereinten Nationen und deren wichtigsten Organisationen.<\/p>\n<p>Dieser internationale Status ist f\u00fcr den Orden unentbehrlich, da er eine Garantie f\u00fcr seine humanit\u00e4ren Projekte ist und ihn zugleich vor \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen und Zw\u00e4ngen sch\u00fctzt. So ist es dem Orden, dank seines Prestiges und der hohen Wertsch\u00e4tzung, die er seit Jahrhunderten genie\u00dft, und unterst\u00fctz durch seine Diplomaten und seine international geschulten Juristen, m\u00f6glich, ungehindert seine humanit\u00e4re Mission zu entfalten.<\/p>\n<p>***<br \/>\nIm Jahr 2007 werde ich in das Heilige Land reisen, im Rahmen einer internationalen Pilgerreise, die ich im Oktober f\u00fchren werde.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich in diesem Geiste die verschiedenen \u00dcberlegungen ansprechen, die seit Jahren im Zusammen mit den Problemen des Heiligen Landes angestellt werden, insbesondere den Standpunkt, den der Heilige Stuhl zu Jerusalem vertritt: es ist die Stadt dreier Religionen, die zugleich auch Heimatstadt zweier V\u00f6lker ist, des israelischen und des pal\u00e4stinensischen Volkes, und die zum Erbe der Menschheit geh\u00f6rt. Die Pilger aus aller Welt m\u00fcssen freien Zugang haben. Sie sollte deshalb einen international garantierten Sonderstatus erhalten.<\/p>\n<p>Der Souver\u00e4ne Malteserorden, f\u00fcr den der Schutz der Heiligen St\u00e4tten bei seinem Dienst an der Kirche und bei seinen humanit\u00e4ren Aktivit\u00e4ten stets absolute Priorit\u00e4ten hatte und hat, steht den Regierungen bei der Suche nach L\u00f6sungen jedweder Art zur Verf\u00fcgung, unter Ber\u00fccksichtigung der legitimen W\u00fcnsche und Interessen der involvierten Volksgruppen. Jerusalem muss ein Ort dauerhafter Suche nach Frieden und Auss\u00f6hnung zwischen den Religionen, den V\u00f6lkern und den Kulturen sein.<\/p>\n<p>***<br \/>\nExzellenzen,<\/p>\n<p>in der Hoffnung f\u00fcr den Libanon und den gesamten Mittleren Osten friedliche und gerechte L\u00f6sungen zu finden und best\u00e4rkt durch die Zusage f\u00fcr eine Erneuerung des Dialogs zwischen den Kulturen und Religionen, die Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI angeregt hat, w\u00fcnsche ich Ihnen allen, Ihren Familien und den V\u00f6lkern, die Sie so w\u00fcrdig vertreten, Wohlstand und Gesundheit.<\/p>\n","news_gallery":"no","news_gallery_elements":false},"news_categories":[{"id":118,"name":"Gro\u00dfmeister News","slug":"grosmeister-news","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/grosmeister-news\/"},{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43392\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}