{"id":43509,"date":"2005-01-17T00:00:00","date_gmt":"2005-01-16T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/der-malteserorden-empfangt-das-akkreditierte-diplomatische-korps\/"},"modified":"2005-01-17T13:05:03","modified_gmt":"2005-01-17T12:05:03","slug":"der-malteserorden-empfangt-das-akkreditierte-diplomatische-korps","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/der-malteserorden-empfangt-das-akkreditierte-diplomatische-korps\/","title":{"rendered":"Der Malteserorden empf\u00e4ngt das akkreditierte diplomatische korps"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43509","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-diplomatischen-aktivitaten","news_categories-nachrichten"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":25941,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2005.01.17-The-Order-of-Malta-meets-the-accredited-diplomatic-corps-Order-of-Malta.jpg"},"news_content":"<p>Am 11. Januar fand in der Villa Malta in Rom der traditionelle Empfang der Botschafter der 93 Staaten statt, zu denen der Orden diplomatische Beziehungen unterh\u00e4lt. Der Empfang gab Gelegenheit \u0096 in Anwesenheit des Gro\u00dfmeisters Fra\u2019 Andrew Bertie \u0096 einen \u00dcberblick \u00fcber die haupts\u00e4chlichen humanit\u00e4ren Aktivit\u00e4ten des Malteserordens im soeben abgelaufenen Jahr zu geben.<\/p>\n<p>Es folgt die Ansprache des Gro\u00dfmeisters<\/p>\n<p>Herr Botschafter, lassen Sie mich sagen, wie sehr ich die Gl\u00fcckw\u00fcnsche zu sch\u00e4tzen wei\u00df, die Sie mir namens des beim Orden akkreditierten diplomatischen Korps zu Jahresbeginn \u00fcberbracht haben. Mit aufrichtiger Herzlichkeit richte ich jetzt an Sie, an Ihre Angeh\u00f6rigen und an die Staaten, die Sie vertreten, meine Gl\u00fcckw\u00fcnsche.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre hochm\u00f6gende Gesinnung und die Worte der Wertsch\u00e4tzung, die Sie gefunden haben.<\/p>\n<p>Die schreckliche Katastrophe, die \u00fcber die L\u00e4nder Indien, Indonesien, Sri Lanka und Thailand hereingebrochen ist, hat zu Jahresbeginn all unser Denken zutiefst bestimmt. Diese Katastrophe, die ein \u0096 wie ich sagen m\u00f6chte \u0096 universales Ausma\u00df angenommen hat, hat einige sowieso schon hart gepr\u00fcfte V\u00f6lker vor zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten gestellt und sie der Gefahr von Epidemien ausgesetzt. Neben der internationalen Gemeinschaft und zahlreichen humanit\u00e4ren Organisationen hat sich der Malteserorden mit seinen Hilfsdiensten sofort an den umfangreichen Hilfsaktionen beteiligt und in Indien und Thailand Lebensmittel, Kleidung und Medikamente verteilt und den Opfern \u00e4rztliche Hilfe geleistet. Gleichzeitig hat der Orden eine Bestandsaufnahme des Hilfsbedarfs in Sri Lanka und Indonesien sowie in Kenia und an der afrikanischen Ostk\u00fcste vorgenommen.<\/p>\n<p>Wir sind den Menschen in diesen L\u00e4ndern in Zuneigung und im Gebet nahe und damit wende ich mich ganz besonders an Seine Excellenz den Botschafter von Thailand. Unsere Gedanken gelten vor allem den Verletzten und Obdachlosen. Die zahllosen Menschen, die ihr Leben verloren haben, empfehlen wir der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Aber auch noch andere Sorgen bewegen uns, Sorgen, die sich aus den Ereignissen ergeben, die die internationale Szene im zu Ende gegangenem Jahr ersch\u00fcttert haben. In der Tat, auch wenn sich in Afghanistan nach der Wahl von Pr\u00e4sident Karzai die Lage scheinbar zum Besseren gewendet haben mag, so klingt doch im Irak der Terror nicht ab und viele irakische Zivilisten und Milit\u00e4rs haben ihr Leben ebenso verloren wie zahlreiche Soldaten der verb\u00fcndeten Streitkr\u00e4fte. Hoffentlich gelingt es dem neuen Pr\u00e4sidenten, der demn\u00e4chst gew\u00e4hlt werden wird, in diesem Land die Eintracht wieder herzustellen. F\u00fcr den Nahen Osten, wobei unsere Gedanken insbesondere dem Hl. Land gelten, w\u00fcnschen wir uns innig, dass die Verhandlungen zwischen Israelis und Pal\u00e4stinenser im Jahr 2005 einen Fortschritt in Richtung auf einen wirklichen Befriedungsprozess bringen.<\/p>\n<p>In Europa haben die Regierungen im vergangenen Herbst, wie Sie wissen, einen Verfassungsvertrag unterzeichnet, der den Mitgliedsl\u00e4ndern einen gemeinsamen Weg vorzeichnet und eine Reihe von bedeutsamen Rechten und Pflichten enth\u00e4lt. Diese Vereinbarung ist ein eminent wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden. Leider war es, trotz der Bem\u00fchungen einiger L\u00e4nder, nicht m\u00f6glich, in die Pr\u00e4ambel des Vertrages den Bezug auf die christlichen Wurzeln Europas einzubringen. Diese Unterlassung hat uns zutiefst betr\u00fcbt.<\/p>\n<p>Im internationalen Umfeld, in dem die Schattenseiten ganz offensichtlich \u00fcberwiegen, hat unser Orden, seinem Leitwort obsequium pauperum und tuitio fidei getreu, in verschieden Teilen der Welt sein Engagement im medizinischen und humanit\u00e4ren Bereich ausgeweitet. Dieses Engagement, das unter der umsichtigen Leitung unserer Priorate und nationalen Assoziationen steht und durch unsere diplomatischen Vertretungen unterst\u00fctz wird, erf\u00fcllt unsere Ordensritter und Damen mit Stolz.<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 haben wir im Sudan, in der n\u00f6rdlichen Region von Darfour, eine Schutzimpfkampagne gegen Kinderl\u00e4hmung durchgef\u00fchrt. Wir haben in Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten und M\u00fctterhilfswerken Medikamente und Gebrauchsg\u00fcter an \u00fcber 45.000 Menschen verteilt. In der Demokratischen Republik des Kongo hat der Orden mit einem spezialisierten \u00c4rzteteam die \u00f6rtlichen medizinischen Einrichtungen von Bukavu und von weiteren 29 medizinischen Zentren unterst\u00fctzt, mit dem Schwerpunkt auf medizinischer und psychologischer Betreuung der Opfer von sexueller Gewalt. Im S\u00fcden des Iran hat das internationale Hilfskorps des Malteserordens, nach dem verheerenden Erdbeben von Bam, ein Projekt zum Wiederaufbau der Stadt eingeleitet und medizinische Einrichtungen und Schulen errichtet. In Kenia hat sich der Orden auf die Behandlung der Tuberkulose sowie auf die AIDS-Vorsorge konzentriert und dazu das Krankenhaus der Hl. Maria in Nairobi mit den notwendigen medizinischen Ger\u00e4ten ausgestattet. Im Krankenhaus der Hl. Familie zu Bethlehem, in das Frauen jeder religi\u00f6sen Konfession aufgenommen werden, hat im vergangenen Jahr das 30.000ste Kind das Licht der Welt erblickt. Dazu werden selbstverst\u00e4ndlich auch die verschiedenen Gesundheitsprogramme, die schon seit Jahren in vielen L\u00e4ndern der f\u00fcnf Kontinente laufen, mit gleicher Intensit\u00e4t weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Tief betroffen von dieser individuellen Opferbereitschaft, die in unsere humanit\u00e4ren Aktionen eingebracht wird, m\u00f6chte ich bewegt und dankbar der beiden jungen freiwilligen Helfer des Internationalen Hilfskorps des Malteserordens gedenken, die Opfer des bewaffneten Konflikts in Afghanistan geworden sind.<\/p>\n<p>Mein herzlichter Dank gilt auch unseren Ordensrittern, unseren Damen und freiwilligen Helfern, die ihren humanit\u00e4ren Dienst in r\u00fchmenswertem Geist verrichtet haben, oft auch unter Missachtung pers\u00f6nlicher Gefahr.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat es auch im vergangenen Jahr nicht an Begegnungen auf h\u00f6chster politischer Ebene gefehlt. Diese Verbindungen und Begegnungen sind der wertvollen Zusammenarbeit mit den beim Orden akkreditierten diplomatischen Vertretern zu danken, denen daf\u00fcr mein tief empfundener Dank gilt, in den ich zugleich auch unseren diplomatischen Auslandsdienst mit einschlie\u00dfen m\u00f6chte. Die privilegierte und vor allem spirituelle Beziehung, die wir zum Hl. Stuhl unterhalten, wurde traditionell durch die Audienz bei Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II am 22. Juni, anl\u00e4sslich des Festes des Hl. Johann Baptist, hervorgehoben. Bei dieser Gelegenheit hat der Hl. Vater ermutigend die beispielhafte T\u00e4tigkeit des Ordens in der Welt betont.<\/p>\n<p>Die enge Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat des Hl. Stuhls ist f\u00fcr die Ordenskanzlei eine Ehre. J\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr diese enge Beziehung war der Besuch S.E. des Kardinalstaatssekret\u00e4rs Angelo Sodano im Magistralpalast, begleitet vom stellvertretenden Staatssekret\u00e4r, Monsignore Leonardo Sandri, und dem Sekret\u00e4r f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Beziehungen, Monsignore Giovanni Lajolo.<\/p>\n<p>Im Verlauf des gesamten Jahres 2004 haben zahlreiche Begegnungen mit hohen Pers\u00f6nlichkeiten stattgefunden. Erw\u00e4hnt sei der Besuch des Pr\u00e4sidenten der slowakischen Republik, S. Exz. Rudolf Schuster, der Besuch des Pr\u00e4sidenten von Malta, S. Exz. Guido de Marco, und des neuen Pr\u00e4sidenten, S. Exz Edward Fenech Adami, der Besuch des Au\u00dfenministers von Kroatien, Dr. Miomir Zuzul, der Besuch des Pr\u00e4sidenten von Rum\u00e4nien, S. Exz. Ion Iliescu, der Besuch des Pr\u00e4sidenten von Paraguay, S. Exz. Nicanor Duarte Frutos, der Besuch I.K.H. der Prinzessin Chakri von Thailand sowie mein offizieller Besuch in Ungarn, wo ich warmherzig vom Pr\u00e4sidenten, S. Exz. Ferenc Madl, empfangen worden bin.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr ist der Malteserorden als st\u00e4ndiger Beobachter bei der Lateinische Union zugelassen worden. Mit der spanischen Agentur f\u00fcr internationale Zusammenarbeit wurde der im Rahmenabkommen von 2000 vorgesehene operative Plan unterzeichnet.<\/p>\n<p>Was das Innenleben des Ordens betrifft, so darf ich insbesondere den gro\u00dfen Erfolg des internationalen Seminars \u00fcber Spiritualit\u00e4t und Strategie in Malta im Jahr 2004 erw\u00e4hnen, bei dem die verschiedenen Sektoren der Ordensaktivit\u00e4ten \u00fcberpr\u00fcft wurden.<\/p>\n<p>Die Beziehungen zur Italienischen Republik waren im nunmehr abgelaufenen Jahr gekennzeichnet durch eine enge und stetig wachsende Zusammenarbeit. Das Gesundheitsabkommen, das im August 2003 in Gesetzeskraft erwachsen ist, ist nunmehr mit voller Unterst\u00fctzung des italienischen Au\u00dfenministeriums und des Gesundheitsministeriums sowie der regionalen Verwaltungsstrukturen in seine Ausf\u00fchrungsphase getreten. Die Tragweite dieses Abkommens ist beachtlich, da es den Gesundheitseinrichtungen der Assoziation der italienischen Ritter des Souver\u00e4nen Malteserordens den gleichen Status einr\u00e4umt wie den staatlichen italienischen Gesundheitseinrichtungen. In diesem Zusammenhang sind die verantwortlichen Leiter des Krankenhauses San Giovanni Battista della Magliana in Rom besonders hervorzuheben, die mit gro\u00dfem Einsatz die Erneuerung dieses Hauses vorangetrieben haben, das 200 Kranke aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Neben den Aktivit\u00e4ten im Gesundheitswesen hat die Assoziation der italienischen Ritter unter Mitwirkung des italienischen Hilfsdienstes des Malteserordens entscheidende Impulse im Bereich des Zivilschutzes gegeben, die mit gro\u00dfer Dankbarkeit von der italienischen Zivilschutzbeh\u00f6rde angenommen worden sind. Im Oktober haben wir au\u00dferdem mit Italien ein Rahmenabkommen \u00fcber die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsl\u00e4ndern unterzeichnet.<\/p>\n<p>Am 3. November des vergangenen Jahres wurde ein Postabkommen mit Italien unterzeichnet. Es bestehen bereits Postabkommen mit 50 Staaten und das Abkommen mit der Italienischen Republik ist eine neue Etappe in diesem T\u00e4tigkeitsbereich des Ordens.<\/p>\n<p>Zum Abschluss sei noch erw\u00e4hnt, dass wir im Rahmen der Beziehungen zu Italien im Jahr 2004 mit gro\u00dfer Freude im Magistralpalast den B\u00fcrgermeister von Rom, Herrn Walter Veltroni, den Pr\u00e4sidenten der Abgeordnetenkammer, Herrn Pier Ferdinando Casini sowie den Au\u00dfenminister, Herrn Franco Frattini, empfangen haben.<\/p>\n<p>Herr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren,<\/p>\n<p>indem ich Ihnen allen, Ihren Familien und den L\u00e4ndern, die Sie so w\u00fcrdig vertreten, nochmals Wohlstand und ein gl\u00fcckliches Gedeihen w\u00fcnsche, will ich in voller spiritueller \u00dcbereinstimmung mit den Worten schlie\u00dfen, die Johannes Paul II in seinem Appell zum Friedenstag 2005 gesprochen hat. M\u00f6ge uns die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit nie verlassen in der Gewissheit\u2026 \u0084dass das B\u00f6se niemals obsiegen wird und dass einzig die Liebe zu pers\u00f6nlicher und sozialer Vollendung zu f\u00fchren vermag\u0093.<\/p>\n","news_gallery":"no"},"news_categories":[{"id":117,"name":"Diplomatischen aktivit\u00e4ten","slug":"diplomatischen-aktivitaten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/diplomatischen-aktivitaten\/"},{"id":115,"name":"Nachrichten","slug":"nachrichten","description":"","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten-kategorien\/nachrichten\/"}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/notizie\/43509\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}