{"id":43751,"date":"2018-06-20T14:13:41","date_gmt":"2018-06-20T13:13:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/malteser-fordern-zum-weltfluchtlingstag-wir-mussen-die-menschlichkeit-und-nachstenliebe-in-den-vordergrund-stellen\/"},"modified":"2023-03-08T14:50:16","modified_gmt":"2023-03-08T13:50:16","slug":"malteser-fordern-zum-weltfluchtlingstag-wir-mussen-die-menschlichkeit-und-nachstenliebe-in-den-vordergrund-stellen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/malteser-fordern-zum-weltfluchtlingstag-wir-mussen-die-menschlichkeit-und-nachstenliebe-in-den-vordergrund-stellen\/","title":{"rendered":"Malteser fordern zum Weltfl\u00fcchtlingstag: &#8222;Wir m\u00fcssen die Menschlichkeit und N\u00e4chstenliebe in den Vordergrund stellen&#8220;"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-43751","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-hilfe-fur-fluchtlinge","news_categories-humanitare-und-medizinische-werke","news_categories-malteser-international-de","news_categories-nachrichten","news_tags-breaking-de","news_tags-evidence-de"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":36542,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Kulu_Malteser_Nigeria_HIS_Kinskey_19APR2018-12-scaled.jpg"},"news_content":"<p>Die Zahl der Menschen, die in vielen L\u00e4ndern auf der Welt ihre Heimat verlassen m\u00fcssen, steigt kontinuierlich. Derzeit leben fast 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Hinter dieser Zahl stehen jeweils Individuen, die ihre Heimat zur\u00fccklassen mussten und von einer besseren Zukunft tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>\u201eWer vor Krieg und Gewalt aus Syrien, dem Irak oder beispielsweise aus Nigeria flieht und lebensgef\u00e4hrliche Wege riskiert, ben\u00f6tigt unsere Hilfe. Als Christen haben wir die Pflicht, immer wieder die Menschlichkeit und N\u00e4chstenliebe im Umgang mit den Menschen in den Vordergrund zu stellen und ihnen zur Seite zu stehen, solange sie unsere Hilfe ben\u00f6tigen&#8220;, sagt Douglas Graf von Saurma-Jeltsch, Vorstandsmitglied des Malteser Hilfsdienstes und Pr\u00e4sident von Malteser International Europa.<\/p>\n<p>Ob im Malteser Hilfsdienst, den nationalen Assoziationen des Malteserordens oder in den derzeit 29 Einsatzl\u00e4ndern von Malteser International: Die Malteser unterst\u00fctzen Millionen Fl\u00fcchtlinge aus Krisengebieten in Amerika, Europa, Asien und Afrika. Hinter diesen gro\u00dfen Zahlen stehen viele Tr\u00e4ume von einem sicheren Leben.<\/p>\n<p>Tr\u00e4ume, wie der von Eddy Agbouvboure: Der 29-j\u00e4hrige Nigerianer stammt aus Benin-Stadt im S\u00fcden Nigerias. Als Christ wurde er von den Mitgliedern einer Sekte bedroht und verfolgt. Immer wieder \u00fcberfielen sie ihn. Aus Angst, dass etwas Schlimmeres passieren k\u00f6nnte, fl\u00fcchtete Eddy Agbouvboure vor drei Jahren nach Europa. \u201eAuf der Bootsreise nach Italien hatten wir irgendwann kein Essen und Wasser mehr. Zwei meiner Mitreisenden starben\u201c, sagt er. Mittlerweile lebt Agbouvboure in Meschede in der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW, in der die Malteser die Menschen betreuen. Nun tr\u00e4umt er davon, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. \u201eIch m\u00f6chte in Sicherheit und Frieden leben und Deutscher werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch die 40-j\u00e4hrige Kulu tr\u00e4umt von einem besseren Leben. Vor drei Jahren floh sie mit ihren Kindern und ihrem Mann vor den Angriffen der islamistischen Terrormiliz Boko Haram aus ihrer Heimat Baga in Nigeria. Im Nordosten des Landes k\u00e4mpfen die Rebellen bereits seit neun Jahren unter anderem f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Scharia, t\u00f6ten und entf\u00fchren Menschen. Mittlerweile hat sich der gewaltsame Konflikt zu einer humanit\u00e4ren Notsituation entwickelt, die die gesamte Region um den Tschadsee betrifft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer Flucht war Kulu mit ihrem achten Kind schwanger. Sie erlebte mit, wie ihr Mann von den Rebellen erschossen wurde und erlitt eine Fehlgeburt. \u201eDamals verlor ich fast den Verstand\u201c, sagt sie. Mittlerweile lebt sie in der sichereren Millionenstadt Maiduguri und wird dort von Malteser International unter anderem mit Trinkwasser und Hygieneartikeln versorgt. Auf der Flucht musste Kulu ihren gesamten Besitz zur\u00fccklassen. Doch an einem Traum h\u00e4lt sie fest: \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass meine Kinder eines Tages wieder zur Schule gehen k\u00f6nnen, damit sie es sp\u00e4ter besser haben werden.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2001 wird der Weltfl\u00fcchtlingstag jedes Jahr am 20. Juni begangen, um auf die Millionen Menschen hinzuweisen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Weitere Informationen zum Weltfl\u00fcchtlingstag und Geschichten gefl\u00fcchteter Menschen finden Sie hier.<\/p>\n","news_gallery":"no","news_excerpt":"Die Zahl der Menschen, die in vielen L\u00e4ndern auf der Welt ihre Heimat verlassen m\u00fcssen, steigt kontinuierlich. Derzeit leben fast 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. 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