{"id":44101,"date":"2021-01-21T11:51:51","date_gmt":"2021-01-21T10:51:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/news\/ansprache-des-statthalters-des-grosmeisters-s-e-fra-marco-luzzago-an-das-diplomatische-korps-akkreditiert-beim-souveranen-malteserorden\/"},"modified":"2023-03-07T15:52:23","modified_gmt":"2023-03-07T14:52:23","slug":"ansprache-des-statthalters-des-grosmeisters-s-e-fra-marco-luzzago-an-das-diplomatische-korps-akkreditiert-beim-souveranen-malteserorden","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/nachrichten\/ansprache-des-statthalters-des-grosmeisters-s-e-fra-marco-luzzago-an-das-diplomatische-korps-akkreditiert-beim-souveranen-malteserorden\/","title":{"rendered":"Ansprache des Statthalters des Gro\u00dfmeisters S.E. Fra&#8216; Marco Luzzago an das Diplomatische Korps, akkreditiert beim Souver\u00e4nen Malteserorden"},"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-44101","news","type-news","status-publish","hentry","news_categories-diplomatischen-aktivitaten","news_categories-nachrichten","news_categories-statthalter-des-grossmeisters-news","news_tags-breaking-de","news_tags-evidence-de"],"acf":{"highlighted":"no","news_cover":{"id":41448,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/NICU8057.jpeg"},"news_content":"<p><em>Herr Dekan, Exzellenzen, meine Damen und Herren<\/em>,<\/p>\n<p>Aufgrund der weltweit grassierenden Pandemie konnte die traditionelle\u00a0Begegnung mit dem\u00a0Diplomatischen\u00a0Korps in diesem Jahr nicht stattfinden. Dies tut mir sehr leid. Es w\u00e4re die erste Gelegenheit gewesen, Sie pers\u00f6nlich kennenzulernen. Ich vertraue darauf, dass es in naher Zukunft m\u00f6glich sein wird.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte dem Botschafter von Kamerun, Seiner Exzellenz Antoine\u00a0Zanga, Dekan des Diplomatischen Korps, der heute\u00a0stellvertretend f\u00fcr das gesamte beim Souver\u00e4nen Malteserorden akkreditierte Diplomatische Korps anwesend ist, danken.<\/p>\n<p><strong><u><a href=\"https:\/\/www.orderofmalta.int\/de\/2021\/01\/21\/ansprache-dekans-diplomatischen-korps-malteserorden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff0000;\">Ihre Worte, Herr Botschafter, sind eine Einladung, sich mit Zuversicht den Herausforderungen zu stellen,\u00a0welche\u00a0dieses neue Jahr f\u00fcr uns bereith\u00e4lt.<\/span><\/a><\/u><\/strong> Ich m\u00f6chte auch die neuen Botschafter von Armenien, Georgien, Lettland, Thailand, Bosnien und Herzegowina,\u00a0aus dem\u00a0Libanon, Ecuador und Kasachstan, die im Laufe des Jahres 2020 ihre Beglaubigungsschreiben\u00a0\u00fcberreicht\u00a0haben\u00a0und die von Kolumbien, Nicaragua, Estland und der Europ\u00e4ischen Union, die diese Woche\u00a0ihre\u00a0Beglaubigungsschreiben vorlegten,\u00a0herzlich begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich nutze diese Gelegenheit, um\u00a0tief bewegt an\u00a0den\u00a0F\u00fcrsten und Gro\u00dfmeister\u00a0Fra&#8216; Giacomo Dalla Torre del\u00a0Tempio\u00a0di\u00a0Sanguinetto, der am 29. April letzten Jahres verstorben ist,\u00a0zu erinnern. W\u00e4hrend seiner zweij\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit im hohen Amt des Gro\u00dfmeisters hat er den Orden mit lobenswertem Engagement, Weitblick, Dienstbereitschaft\u00a0und Bescheidenheit gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir haben nicht nur einen Mann Gottes verloren, sondern auch einen Gro\u00dfmeister, der durch seine Einfachheit und vor allem durch sein Beispiel, seine Worte und seine Gesten, Harmonie und Gelassenheit zu vermitteln wusste. In den Tagen vor seinem Tod\u00a0war er sehr betr\u00fcbt,\u00a0dass er die Reform der Verfassung und des\u00a0Kodex, die im Mittelpunkt seiner Arbeit stand, nicht hatte abschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Sein Verm\u00e4chtnis wird den Weg erhellen, den wir gemeinsam\u00a0im Zeichen des Glaubens und der Hoffnung\u00a0gehen werden. Meine\u00a0Anerkennung gilt dann\u00a0Fra\u2019\u00a0Ruy\u00a0Gon\u00e7alo\u00a0do Valle\u00a0Peixoto\u00a0de Villas-Boas, der nach dem Tod von\u00a0Fra\u2019 Giacomo\u00a0die Leitung des Ordens als\u00a0interimistischer Statthalter\u00a0in einer sehr intensiven und komplexen Zeit \u00fcbernommen hat.<\/p>\n<p>Wir lassen ein sehr schwieriges Jahr hinter uns und stehen vor einem neuen Jahr voller Ungewissheiten. Zu den Spannungen und Konflikten in der Welt, zu den wachsenden Problemen des Hungers, zur Zerst\u00f6rung der Umwelt, zur Frage der Fl\u00fcchtlinge und derer, die vor Krieg, Terrorismus und Hunger fliehen, zu den vielen Formen der Gewalt, die die Menschenw\u00fcrde dem\u00fctigen und verletzen, kommt die Covid-19-Pandemie mit ihren verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit und die Wirtschaft so vieler Nationen.<\/p>\n<p>Diese Auswirkungen haben die westliche industrialisierte Welt stark getroffen, aber noch st\u00e4rker die armen L\u00e4nder und die schw\u00e4chsten Menschen: die Armen, die Behinderten und die \u00e4lteren Menschen, insbesondere die alleinstehenden Alten. Die Zahlen der Infizierten und Verstorbenen &#8211; die stetig steigen &#8211; sind\u00a0niederschmetternd.<\/p>\n<p>Covid-19 stellt f\u00fcr uns alle eine epochale Herausforderung dar. Der Heilige Vater war diesbez\u00fcglich sehr deutlich, als er sagte, dass wir alle im selben Boot sitzen und niemand sich selbst retten kann. Die\u00a0Krise der\u00a0Pandemie hat die gravierenden sozialen Ungleichheiten weiter versch\u00e4rft und die Kluft zwischen Wohlhabenden und Armen in Bezug auf den Zugang zu medizinischer Versorgung und wirtschaftlichen Ressourcen zur Bew\u00e4ltigung der Krise vergr\u00f6\u00dfert. Es ist an der Zeit, zur Kenntnis zu nehmen, dass angesichts einer Notlage, die keine Grenzen kennt und keine Unterschiede macht, diese Ungleichheiten unertr\u00e4glich sind und daher ein neues soziales\u00a0Modell, das auf Solidarit\u00e4t und Respekt vor der W\u00fcrde jedes Einzelnen beruht, ein ethischer Imperativ ist.<\/p>\n<p>Wir alle m\u00fcssen uns um eine St\u00e4rkung der internationalen Zusammenarbeit bem\u00fchen, die auf einem erneuerten Vertrauen\u00a0zueinander beruhen muss, vor allem durch die Wiederbelebung eines effizienten, gemeinsamen multilateralen Systems. Der Multilateralismus ist die beste Garantie f\u00fcr die Sicherung des Friedens, f\u00fcr eine harmonische wirtschaftliche und soziale Entwicklung und f\u00fcr den Schutz auch der kleinsten Staaten, da er an die ver\u00e4nderten Zeiten von heute angepasst werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">****<\/p>\n<p>Die Pandemie hat die karitative T\u00e4tigkeit des Malteserordens, die die Grundlage unseres Handelns ist, nicht\u00a0aufgehalten. Unser erstes Anliegen war es, unsere Projekte auf der ganzen Welt zu sichern und vor allem unsere Mitarbeiter und Beg\u00fcnstigten zu sch\u00fctzen. Auf diese Weise konnten wir\u00a0es\u00a0vermeiden, unsere humanit\u00e4ren\u00a0Eins\u00e4tze einzustellen. Viele der Sozial- und Gesundheitsprojekte, die in den 120 L\u00e4ndern, in denen der Malteserorden t\u00e4tig ist, durchgef\u00fchrt werden, wurden erweitert und\/oder in Programme zur Pr\u00e4vention und Behandlung von Covid-Patienten\u00a0umgewandelt. Seit Beginn der Pandemie im letzten Jahr arbeiten die Gro\u00dfpriorate, Assoziationen und unsere Freiwilligen- und Hilfsdienste in\u00a0Italien,\u00a0Deutschland,\u00a0Frankreich,\u00a0\u00d6sterreich,\u00a0Ungarn,\u00a0Irland\u00a0und vielen anderen L\u00e4ndern daran, die nationalen Gesundheitssysteme zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Es wurden Covid-Krankenh\u00e4user und -Stationen er\u00f6ffnet, und viele der bestehenden Krankenh\u00e4user, die vom Malteserorden betrieben werden, wurden gesichert und\u00a0an\u00a0einigen von ihnen\u00a0wurden\u00a0Pavillons f\u00fcr Covid-Patienten er\u00f6ffnet.\u00a0Man initiierte\u00a0Hilfsprogramme und die Lieferung von\u00a0Mitteln des t\u00e4glichen Grundbedarfs\u00a0f\u00fcr\u00a0Menschen in\u00a0Quarant\u00e4ne,\u00a0ebenso wie Transportdienste f\u00fcr Patienten und psychologische Unterst\u00fctzungsprogramme f\u00fcr Kranke und Angeh\u00f6rige von Kranken. Viele\u00a0Assoziationen\u00a0konnten die routinem\u00e4\u00dfigen Hausbesuche fortsetzen und so die medizinische Versorgung der \u00e4lteren Menschen gew\u00e4hrleisten, die sehr oft isoliert und gezwungen sind,\u00a0in\u00a0dieser\u00a0so\u00a0komplexen\u00a0Phase\u00a0einsam\u00a0zu leben. F\u00fcr unsere\u00a0Heime, die \u00e4ltere Menschen beherbergen &#8211; ich denke zum Beispiel an die mehr als 70\u00a0Seniorenresidenzen\u00a0in\u00a0England\u00a0und die zahlreichen Einrichtungen in\u00a0Deutschland\u00a0&#8211; war es eine besonders heikle Aufgabe, die Besuche von Verwandten und Freunden zu untersagen, strenge Sicherheitsma\u00dfnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bewohner umzusetzen und gleichzeitig die M\u00f6glichkeit des menschlichen Kontakts durch technische Mittel zu gew\u00e4hrleisten. Das bedeutete, die t\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten zu \u00fcberdenken, in die Schulung der Mitarbeiter zu investieren und neue Tools einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>In vielen L\u00e4ndern Asiens und Afrikas wurden Aufkl\u00e4rungskampagnen durchgef\u00fchrt und sanit\u00e4re Einrichtungen\u00a0sowie\u00a0Infrastruktur f\u00fcr den Zugang zu flie\u00dfendem Wasser verbessert. Dies ist bei vielen unserer Projekte in\u00a0Myanmar,\u00a0Thailand\u00a0und\u00a0Kambodscha\u00a0der Fall, wo die Covid-19-Pr\u00e4ventionsaktivit\u00e4ten, einschlie\u00dflich Informationskampagnen, Verteilung von Hygieneartikeln,\u00a0Stellen f\u00fcr das\u00a0H\u00e4ndewaschen\u00a0und Tests, die Programme erg\u00e4nzen, die der Orden in diesen L\u00e4ndern seit vielen Jahren durchf\u00fchrt, zum Beispiel im Kampf gegen\u00a0Lepra\u00a0und andere vergessene Krankheiten. In Afrika, in der\u00a0Demokratischen\u00a0Republik\u00a0Kongo, wurden medizinische Ger\u00e4te, die f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Ebola-Virus gekauft wurden, f\u00fcr Covid-19-Patienten\u00a0eingesetzt. Im\u00a0S\u00fcdsudan\u00a0wurden Projekte zur\u00a0Pr\u00e4fentionsf\u00f6rderung durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Viele dieser Programme wurden durch die Arbeit unserer diplomatischen Vertretungen in den akkreditierten L\u00e4ndern\u00a0umgesetzt.<\/p>\n<p>Impfstoffe gegen Covid-19\u00a0bedeuten\u00a0echte Hoffnung auf eine R\u00fcckkehr zum normalen Leben.\u00a0Es ist jedoch notwendig, dass\u00a0die\u00a0Impfstoffe weltweit zeitnah und ohne kommerziellen Wettbewerb verteilt werden k\u00f6nnen, ganz im Sinne der eindringlichen Aufforderung von Papst Franziskus in seiner j\u00fcngsten Enzyklika\u00a0\u2018Fratelli Tutti\u2019, &#8222;niemanden zur\u00fcckzulassen&#8220;.<\/p>\n<p>Wie Gro\u00dfkanzler Albrecht Boeselager in seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September bekr\u00e4ftigte, &#8222;teilt und unterst\u00fctzt der Malteserorden nachdr\u00fccklich die Worte von Papst Franziskus und den Appell, den Bundespr\u00e4sident Steinmeier und vier weitere Staatschefs im vergangenen M\u00e4rz\u00a0lanciert\u00a0haben. Wir glauben, dass eine faire, breite und schnelle Verteilung des Impfstoffs in der Welt nicht nur ethisch, sondern auch aus wissenschaftlicher Sicht unerl\u00e4sslich ist, um m\u00f6gliche neue Wellen der Pandemie einzud\u00e4mmen&#8220;.<\/p>\n<p>Auf diplomatischer und wissenschaftlicher Ebene hat der Malteserorden dazu beigetragen, ein besseres Wissen \u00fcber das Virus, Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen und Behandlungen zu f\u00f6rdern. Das Projekt &#8222;<strong>Doctor\u00a0to\u00a0Doctor<\/strong>&#8222;, eine virtuelle Plattform, die wir im M\u00e4rz ins Leben gerufen haben, besteht aus einem Netzwerk von Experten, die mit dem Orden auf den Gebieten der Epidemiologie und Virologie verbunden sind. Sie treffen sich regelm\u00e4\u00dfig online mit \u00c4rzten sowie politischen und gesundheitlichen\u00a0Autorit\u00e4ten\u00a0in L\u00e4ndern des Nahen Ostens, Afrikas, Mittel- und S\u00fcdamerikas, um bew\u00e4hrte Verfahren und die neuesten Fortschritte in der medizinischen Forschung zu diskutieren. Bisher haben wir mehr als ein Dutzend Treffen abgehalten, zuletzt mit Gaza, wo die Situation dramatisch ist: Ein Drittel der Bev\u00f6lkerung ist derzeit positiv\u00a0getestet\u00a0und die Gesundheitsinfrastruktur ist v\u00f6llig unzureichend. An diesen Treffen nehmen regelm\u00e4\u00dfig einige unserer Botschafter aus den L\u00e4ndern teil, in denen wir pr\u00e4sent sind, wie Pal\u00e4stina, Jordanien, Libanon. Ihnen, aber auch den vielen \u00c4rzten und Wissenschaftlern, die der Initiative Zeit und Ressourcen widmen, gilt mein herzlicher Dank. Wie unser\u00a0Gro\u00dfhospitalier, Dominique de La\u00a0Rochefoucauld-Montbel, k\u00fcrzlich in seiner Ansprache vor der Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen angesichts dieser globalen Gesundheitsbedrohung\u00a0feststellte: &#8222;Internationale und zwischenstaatliche Organisationen haben Hand in Hand mit der Zivilgesellschaft die Pflicht, den Dialog zu f\u00f6rdern und den Austausch von Informationen \u00fcber Errungenschaften zu unterst\u00fctzen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Zahl der Hungernden auf der Welt ist durch die Pandemie gestiegen, die die informelle Wirtschaft vieler Schwellenl\u00e4nder schwer getroffen und die L\u00e4nder, die fr\u00fcher vom Tourismus lebten, in die Knie gezwungen hat. Die Pandemie hat alle L\u00e4nder\u00a0getroffen, besonders aber diejenigen, die\u00a0keine\u00a0Schulden\u00a0machen\u00a0k\u00f6nnen, um Besch\u00e4ftigung und Wirtschaft aufrechtzuerhalten.\u00a0Es ist klar, dass unser humanit\u00e4res Handeln notwendiger denn je ist. Im vergangenen Jahr ernannte der Malteserorden einen\u00a0<strong>Sonderbeauftragten f\u00fcr neue Formen der Ausgrenzung<\/strong>, um die neuen Ursachen von Behinderung, Marginalisierung, Einsamkeit und seltenen Krankheiten zu analysieren.<\/p>\n<p>Trotz der gro\u00dfen Einschr\u00e4nkungen durch die Pandemie ist es unseren nationalen\u00a0Einrichtungen\u00a0gelungen, ihre Aktivit\u00e4ten zur Verteilung von Mahlzeiten an Bed\u00fcrftige, zur Bereitstellung von Hauslieferungen von Lebensmitteln und lebensnotwendigen G\u00fctern fortzusetzen, ich denke dabei zum Beispiel an die Projekte &#8222;Mahlzeitendienst&#8220; in\u00a0Litauen\u00a0und\u00a0Ungarn. Auch in \u00dcbersee wurden Programme zur Verteilung von nicht verderblichen Lebensmitteln an Bewohner von Randgebieten in den St\u00e4dten der\u00a0Dominikanischen\u00a0Republik, in marginalisierten D\u00f6rfern in\u00a0Peru,\u00a0Uruguay\u00a0und\u00a0Puerto\u00a0Rico\u00a0eingerichtet. In\u00a0Australien\u00a0und den\u00a0Vereinigten\u00a0Staaten\u00a0wurden alle Aktivit\u00e4ten zur Unterst\u00fctzung der \u00c4rmsten und zur Verteilung von Grundbedarfsg\u00fctern und Hygieneprodukten verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Zu diesem komplexen und heiklen Bild kommen die anhaltenden Konflikte in vielen Regionen der Welt hinzu. Von der unruhigen Region am Horn und in Zentralafrika mit der Krise in Tigray\u00a0in \u00c4thiopien bis hin zu den Zusammenst\u00f6\u00dfen in der Demokratischen Republik Kongo; und dann im Nahen Osten, beginnend mit dem Jemen, wo es keine Anzeichen f\u00fcr ein Abklingen der schweren humanit\u00e4ren Krise gibt, die seit Jahren andauert, und Syrien, wo zehn Jahre Krieg ein\u00a0an Geschichte und Kultur\u00a0reiches\u00a0Land\u00a0zerst\u00f6rt und ein tausendj\u00e4hriges Gef\u00fcge des friedlichen Zusammenlebens und des Dialogs zwischen verschiedenen Religionen zerrissen haben. Wir d\u00fcrfen auch nicht die ungel\u00f6sten Konflikte und Spannungen in der Kaukasusregion vergessen, insbesondere in Bergkarabach, wo es in letzter Zeit zu milit\u00e4rischen\u00a0Auseinandersetzungen\u00a0kam, die Tod und Zerst\u00f6rung verursachten, und in Georgien. Auch hier m\u00f6chte ich\u00a0einen\u00a0dringenden\u00a0Appell zur vollen Achtung der Menschenrechte aussprechen.<\/p>\n<p>Letztes Jahr haben wir eine Konferenz \u00fcber den\u00a0<strong>Nahen Osten<\/strong>\u00a0und das Heilige Land abgehalten, an der unsere diplomatischen Vertreter und viele unserer Projektmitarbeiter in der Region teilnahmen. Wir sind besorgt \u00fcber den Exodus der Christen, nicht nur, weil dies die Wiege des Christentums ist, sondern vor allem, weil die Christen sich als ein wichtiger Faktor im Dialog zwischen den verschiedenen Konfessionen in der Region erwiesen haben. Der Heilige Vater wird im M\u00e4rz in den Irak reisen, wo die Ausblutung der Christen nach der Gewalt der letzten Jahre weiter zugenommen hat.<\/p>\n<p>Im\u00a0Irak\u00a0selbst, in den Regionen Kurdistan und Zentralirak, ist unsere internationale humanit\u00e4re Organisation Malteser International seit 2014 im Einsatz, um der lokalen Bev\u00f6lkerung und den Vertriebenen medizinische Hilfe zu leisten. Besonderes Augenmerk wird auf die medizinische und psychosoziale Versorgung von Menschen gelegt, die durch jahrelange Gewalt und Verfolgung traumatisiert sind. Wir unterst\u00fctzen auch Programme zur Ern\u00e4hrungssicherung und Schulungen zur landwirtschaftlichen Produktion und engagieren uns zunehmend beim Wiederaufbau von Wohnraum und Infrastruktur in der Region.<\/p>\n<p>Auch im\u00a0Libanon\u00a0setzen wir unsere\u00a0Hilfe\u00a0mit\u00a0immer\u00a0st\u00e4rkerer\u00a0Pr\u00e4senz\u00a0fort. Unsere Assoziation\u00a0mit\u00a0ihrem\u00a0Netzwerk von Hilfszentren und mobilen Kliniken behandelt alle Menschen in Not, unabh\u00e4ngig von ihrer Konfession, und verhindert so, dass es zu interethnischen Spannungen kommt. Wir wissen, dass der Libanon eine der tragischsten Perioden seiner j\u00fcngeren Geschichte durchlebt hat, mit einer sehr ernsten wirtschaftlichen und sozialen Krise, die durch die Pandemie noch versch\u00e4rft wurde und im vergangenen August mit der verheerenden Explosion in Beirut ihren H\u00f6hepunkt fand. Mit tiefer Dankbarkeit m\u00f6chte ich an den unsch\u00e4tzbaren Beitrag unserer Assoziation\u00a0und\u00a0ihrer\u00a0Mitglieder und Freiwilligen erinnern, die sich jeden Tag in allen\u00a0Teilen des Landes engagieren. In j\u00fcngster Zeit hat der Malteserorden auch Programme im landwirtschaftlichen Bereich aufgelegt, um lokale Kleinbetriebe zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte auch das bemerkenswerte Engagement unserer \u00c4rzte im\u00a0Holy Family Hospital in\u00a0<strong>Bethlehem<\/strong>\u00a0hervorheben. Seit 1990 sind fast 90.000 Kinder in unserer Einrichtung geboren worden, die auch w\u00e4hrend aller Abriegelungen\/Lockdowns\u00a0in der Region die medizinische Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen auf der Intensivstation gew\u00e4hrleistet hat. Das\u00a0Holy Family Hospital\u00a0ist das einzige Krankenhaus in der Region, das dank einer modernen Neugeborenen-Intensivstation in der Lage ist, Fr\u00fchgeborene oder solche mit schweren angeborenen Krankheiten zu behandeln. Eine wichtige Rolle spielen auch die mobilen Kliniken des Krankenhauses, die regelm\u00e4\u00dfig die W\u00fcstengebiete bei Bethlehem\u00a0aufsuchen. In den letzten Monaten wurde das Versorgungsgebiet auf Wunsch des pal\u00e4stinensischen Gesundheitsministeriums weiter ausgebaut.<\/p>\n<p>Der Schutz der Rechte von Minderheiten bleibt ein Gebot in einer Zeit, in der die Gefahr einer R\u00fcckkehr zur Logik der Macht, des Nationalismus und Populismus auf Kosten der Logik des Dialogs w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Als\u00a0Menschen des\u00a0Friedens sind wir aufgerufen, uns Geh\u00f6r zu verschaffen, um die Rechte aller Menschen und Minderheiten, die Achtung der Menschenw\u00fcrde, die internationale Zusammenarbeit und Solidarit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten&#8220;. In diesem Sinne entwickelt Malteser International seine Projekte in\u00a0Bangladesch\u00a0zum Schutz der Minderheit der Rohingya, die seit Jahren diskriminiert und verfolgt wird. Malteser International konzentriert sich auf Mutter-Kind-Gesundheit, Hygiene, Ern\u00e4hrung und psychosoziale Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Wie Sie wissen, widmet der Malteserorden der\u00a0Umweltkrise\u00a0gro\u00dfe Aufmerksamkeit. Die Ereignisse der letzten Monate mit den anhaltenden Br\u00e4nden in Australien und den Hurrikanen Eta und Iota, die Ende letzten Jahres Mittelamerika, insbesondere\u00a0Guatemala, Honduras, Nicaragua und Costa Rica,\u00a0verw\u00fcstet haben, sind allen bekannt. Der steigende Wasserspiegel der Meere droht, Inseln und ganze Staaten verschwinden zu lassen. Umweltzerst\u00f6rung sch\u00e4digt die Gesundheit, bedroht die Lebensgrundlagen der Menschen und verschlechtert die Lebensqualit\u00e4t. Ganze Bev\u00f6lkerungsgruppen sind gezwungen, ihr Land zu verlassen, nicht nur aufgrund von Konflikten, sondern auch aufgrund von Wetterbedingungen, die das Leben extrem schwierig, wenn nicht gar unm\u00f6glich machen. Im Bewusstsein, dass der Klimawandel, wie Papst Franziskus in der Enzyklika &#8222;Laudato S\u00ec&#8220; warnte, ein globales Problem mit schwerwiegenden \u00f6kologischen, sozialen, wirtschaftlichen, verteilungspolitischen und politischen Auswirkungen ist, gibt es mehrere Projekte\u00a0in dieser Hinsicht, die der Malteserorden\u00a0unterst\u00fctzt.\u00a0Ich nenne das Beispiel\u00a0Uganda, wo das internationale\u00a0Hilfswerk des Malteserordens im Norden des Landes das emissionsfreie Bauen durch die Produktion von hochwertigen Paneelen aus Reisstroh, einem Abfallprodukt, gef\u00f6rdert hat. Auf diese Weise wurden neben Umweltschutzma\u00dfnahmen auch neue Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr s\u00fcdsudanesische Fl\u00fcchtlinge und die lokale Bev\u00f6lkerung geschaffen.\u00a0Auch\u00a0in\u00a0Indien\u00a0hat Malteser International ein Projekt zur Verbesserung der Ern\u00e4hrungssicherheit und zur St\u00e4rkung der Widerstandsf\u00e4higkeit benachteiligter Gemeinden gegen D\u00fcrre in der W\u00fcste Thar in Rajasthan durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>In diesen Tagen, die so sehr von der\u00a0Corona-Krise gepr\u00e4gt sind, richten sich meine Gedanken auf die Notlage\u00a0der Migranten am\u00a0<strong>Balkan<\/strong>. Nach dem Gro\u00dfbrand, der in den letzten Tagen das provisorische Fl\u00fcchtlingslager in Lipa im Nordwesten Bosniens verw\u00fcstet hat, spielt sich auf der Balkanroute eine Trag\u00f6die ab. Tausende von Menschen sind\u00a0gezwungen,\u00a0sich\u00a0in improvisierten, \u00fcberf\u00fcllten und unangemessenen\u00a0Fl\u00fcchtlingslagern\u00a0aufzuhalten. Es fehlt an lebenswichtigen Dienstleistungen und die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht. Viele Migranten\u00a0m\u00fcssen bei\u00a0Temperaturen mittlerweile unter Null\u00a0in der K\u00e4lte\u00a0ausharren. Auf der Flucht vor Krieg und Armut befinden sich diese Menschen aus Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien &#8211; auf dem Weg nach Nordeuropa &#8211; nun in einer Art &#8222;Vorh\u00f6lle&#8220;, ohne humanit\u00e4re Hilfe, Opfer jener Ablehnungspolitik, die in den letzten Jahren nur Katastrophen geschaffen hat.<\/p>\n<p>Es ist nicht akzeptabel, dass diese armen Menschen ausgebeutet und misshandelt werden, um andere Menschen von der Migration abzuhalten.<\/p>\n<p>Der Malteserorden bekr\u00e4ftigt nachdr\u00fccklich die Notwendigkeit, eine Aufnahme- und Asylstrategie zu entwickeln, die sich auf die Achtung der Menschenw\u00fcrde und der Menschenrechte konzentriert.\u00a0 Wir glauben, dass eine\u00a0gemeinsame\u00a0Haltung und sofortiges\u00a0institutionelles Handeln\u00a0notwendig sind, um diese Menschen zu retten und um gemeinsame Regeln f\u00fcr\u00a0jene\u00a0europ\u00e4ischen L\u00e4nder zu\u00a0finden, die die Migrationsstr\u00f6me steuern m\u00fcssen.\u00a0Unsere Meinung ist\u00a0seit Jahren\u00a0klar und eindeutig: Migration ist ein globales Ph\u00e4nomen, das einen koordinierten und transnationalen Ansatz erfordert.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat sich die Arbeit des Souver\u00e4nen Malteserordens auf die Unterst\u00fctzung von Migranten in den Herkunfts-, Transit- und Ziell\u00e4ndern sowie auf die Bek\u00e4mpfung des Menschenhandels konzentriert. Letzteres ist ein abscheuliches Ph\u00e4nomen, an dem die internationale Kriminalit\u00e4t ma\u00dfgeblich beteiligt ist. Das Thema Migration ist auch eng mit dem kriminellen Ph\u00e4nomen der modernen Sklaverei verbunden, wobei die \u00e4rmsten Regionen Afrikas, Osteuropas, Lateinamerikas und S\u00fcdostasiens am\u00a0st\u00e4rksten\u00a0betroffen sind. Die durch die Pandemie verursachte Krise hat die Situation weiter versch\u00e4rft: Reisebeschr\u00e4nkungen, Grenzschlie\u00dfungen und der Abbau \u00f6ffentlicher und sozialer Dienste sind alles Faktoren, die die Verletzlichkeit der\u00a0Betroffenen erh\u00f6hen und sie allen Formen des Menschenhandels wie Zwangsarbeit, Zwangsehe, Zwangsmutterschaft, Verkauf von Kindern, Prostitution, Zwang zur Kriminalit\u00e4t, Zwangsentnahme von Organen aussetzen. Seit mehreren Jahren arbeitet der Malteserorden mit zwei\u00a0<strong>Botschaftern<\/strong>\u00a0an dieser Front &#8211; in Genf und Lagos &#8211; um die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren und dieses unmenschliche Ph\u00e4nomen zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Migration bleibt eines der Hauptanliegen des Malteserordens, sowohl diplomatisch als auch in Bezug auf Seenotrettungsaktionen, Hilfeleistungen und die Integration von Fl\u00fcchtlingen und Migranten. Tausende von Migranten auf der ganzen Welt sterben jedes Jahr auf ihrer Reise, viele von ihnen ertrinken im\u00a0<strong>Mittelmeer<\/strong>. Folglich sind das Management und die Koordination gro\u00dfer Migrationsstr\u00f6me dringend erforderlich. In diesem Zusammenhang hat der Gro\u00dfkanzler k\u00fcrzlich eine Vereinbarung mit dem italienischen Verkehrsminister unterzeichnet, die die Pr\u00e4senz von \u00c4rzteteams des italienischen Ambulanzkorps des Ordens auf den Schiffen der italienischen K\u00fcstenwache bei der Erstversorgung von auf See geretteten Migranten erneuert. Diese Aktivit\u00e4t erweitert die bilaterale Zusammenarbeit zum Schutz von Menschenleben auf See und st\u00e4rkt das internationale Abkommen von 1991 zwischen der Italienischen Republik und dem Souver\u00e4nen Malteserorden \u00fcber die Hilfeleistung bei schweren Notf\u00e4llen, die durch Naturereignisse oder vom Menschen verursacht werden.<\/p>\n<p>2020 war auch ein wichtiges Jahr f\u00fcr unser <strong>italienisches\u00a0Rettungskorps\u00a0(CISOM)<\/strong>,\u00a0das sein 50-j\u00e4hriges Bestehen feierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich litt die bilaterale diplomatische Aktivit\u00e4t des letzten Jahres unter den Auswirkungen der Pandemie, aber es gibt viele bedeutende Momente, die es verdienen, hier in Erinnerung zu bleiben: der offizielle Besuch von Gro\u00dfmeister Fra&#8216; Giacomo Dalla Torre im letzten Januar in\u00a0Benin, wo der\u00a0\u201aOrdre de Malte France\u2018\u00a0das Regionalkrankenhaus von Djougou betreibt; der Besuch der Pr\u00e4sidenten der Republik\u00a0Malta\u00a0und\u00a0Ungarns\u00a0im Februar, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit\u00a0Estland\u00a0im M\u00e4rz, die Ratifizierung von Kooperationsabkommen mit\u00a0Armenien, Panama und der Ukraine,\u00a0die Ernennung des st\u00e4ndigen Beobachters des Ordens bei\u00a0der Internationalen Studienzentrale f\u00fcr die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut,\u00a0(ICCROM) im Dezember\u00a0in Rom.<\/p>\n<p>Ein bedeutendes Beispiel f\u00fcr multilaterale Diplomatie,\u00a0f\u00fcr die wir uns engagieren, betrifft die Religionsfreiheit. Der Orden wurde eingeladen, der &#8222;International\u00a0Religious\u00a0Freedom and\u00a0Belief\u00a0Alliance&#8220; (IRFBA) als Beobachter beizutreten: eine Gruppe von \u00fcber 30 L\u00e4ndern, die im vergangenen Februar vom US-Au\u00dfenministerium gegr\u00fcndet wurde und sich dem Thema Religionsfreiheit in der Welt verschrieben hat. Am 17. November nahm der Gro\u00dfkanzler an der Online-Ministerkonferenz der Organisation\u00a0teil und bekr\u00e4ftigte das Engagement des Ordens f\u00fcr die F\u00f6rderung der Religionsfreiheit und die Erleichterung des Dialogs und der Verst\u00e4ndigung zwischen den Religionen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation des Dokuments &#8220;\u00a0<strong>Religions\u00a0in\u00a0action<\/strong>&#8222;, an dem wir mit einer ausgew\u00e4hlten Gruppe von religi\u00f6sen, christlichen und muslimischen Experten intensiv gearbeitet haben, wurde wegen der Pandemie auf 2021 verschoben. Dieses Dokument enth\u00e4lt Grunds\u00e4tze und Richtlinien zur Rolle, die Religionsgemeinschaften und Institutionen bei der L\u00f6sung von Krisensituationen, der Milderung ihrer Auswirkungen auf die betroffene Bev\u00f6lkerung und der Verbesserung der Bereitstellung und Verteilung humanit\u00e4rer Hilfe spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Exzellenzen, liebe Botschafter, die Wahl zum\u00a0Statthalter des Gro\u00dfmeisters\u00a0kam f\u00fcr mich unerwartet. Ich habe die Wahl am 8. November letzten Jahres\u00a0im\u00a0Geist des Dienens angenommen und versprochen, mich ganz dieser hohen Position zu widmen, im Bewusstsein der Verantwortung, die dieses Amt mit sich bringt, auch wenn es auf ein Jahr begrenzt ist. Wie ich in meiner Rede unmittelbar nach meiner Wahl sagte, steht die Reform der Verfassungscharta und des\u00a0Kodex\u00a0im Mittelpunkt meines Engagements.<\/p>\n<p>Mein Ziel ist es, noch vor Ende meiner Amtszeit ein au\u00dferordentliches Generalkapitel einzuberufen, das die Aufgabe hat, die Reform zu verabschieden. Im Mittelpunkt der \u00c4nderungen steht der\u00a0Erste\u00a0Stand\u00a0der Ordensmitglieder und die Notwendigkeit, die Regeln\u00a0f\u00fcr das\u00a0Leben der Ordensleute an\u00a0die neueste Revision des Codex des kanonischen Rechts aus dem Jahr 1983\u00a0anzupassen.<\/p>\n<p>Weitere wichtige Aspekte, die durch die Reform aktualisiert werden, sind die \u00dcberarbeitung der Anforderungen f\u00fcr die W\u00e4hlbarkeit des Gro\u00dfmeisters und die Verbesserung der staatlichen und regionalen Strukturen des Ordens.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich an die Gestalt des Gr\u00fcnders unseres Ordens, den\u00a0seligen\u00a0Fra&#8216; Gerhard, erinnern, der im elften Jahrhundert in Jerusalem das erste Krankenhaus f\u00fcr die im Heiligen Land ankommenden Pilger gr\u00fcndete,\u00a0das\u00a0aber auch den Bewohnern aller anderen Glaubensrichtungen Pflege anbot, was f\u00fcr die damalige Zeit au\u00dfergew\u00f6hnlich war. Im Jahr 2020 feierte der Malteserorden weltweit\u00a0seinen 900. Todestag.\u00a0Ich versichere Ihnen, dass seine Lehre und sein Beispiel in den Mitgliedern des Malteserordens lebendiger sind\u00a0denn je.<\/p>\n<p>Indem ich den beim Souver\u00e4nen Malteserorden akkreditierten Botschaftern f\u00fcr den wertvollen Beitrag danke, den sie jeden Tag bei der F\u00f6rderung der gemeinsamen Werte des Friedens, der Menschlichkeit und der Hilfe f\u00fcr Menschen in Not leisten, w\u00fcnsche\u00a0ich von ganzem Herzen, dass das Jahr 2021 uns allen und der ganzen Welt neue Hoffnungen auf Frieden und eine bessere Zukunft bringen wird.<\/p>\n","news_gallery":"yes","news_gallery_elements":[{"id":41463,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/NICU80571.jpeg"},{"id":41468,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/NICU8066.jpeg"},{"id":41458,"url":"https:\/\/www.orderofmalta.int\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/NICU8048.jpeg"}],"news_excerpt":"Aufgrund der weltweit grassierenden Pandemie konnte die traditionelle\u00a0Begegnung mit dem\u00a0Diplomatischen\u00a0Korps in diesem Jahr nicht stattfinden. 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