Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Der Malteserorden baut sein diplomatisches Netzwerk aus: Beziehungen zu 118 Ländern

Abkommen und hochrangige Treffen in New York bestätigen das Vertrauen der Regierungen in den Orden und stärken die humanitäre Zusammenarbeit
Grand Chancellor opening official relations with Malawi
26/09/2026

Fünf Tage mit Treffen auf hoher Ebene, dem Abschluss von Abkommen und dem Ausbau des diplomatischen Netzwerks des Malteserordens prägten die Mission des Großkanzlers des Malteserordens in New York anlässlich der Eröffnungswoche der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 21. bis 25. September.

Bei den Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed al Nahyan, dem libanesischen Außenminister Youssef Rajji und dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, Geza Andreas von Geyr, brachten die Gesprächspartner ein gemeinsames Anliegen zum Ausdruck: das Vertrauen, das der Orden in den rund 130 Ländern genießt, in denen er weltweit tätig ist, und damit sein hohes Ansehen sowohl auf institutioneller Ebene als auch in der Bevölkerung.

Mit den drei hochrangigen Regierungsvertretern wurde der Wille bekräftigt, bestehende Kooperationen zu stärken oder neue zu initiieren, wie im Fall der Vereinigten Arabischen Emirate.

Im Libanon wird der Orden über seine nationale Assoziation weiterhin eine führende Rolle bei der Unterstützung der Bevölkerung spielen, insbesondere im Süden des Landes, wo die Auswirkungen des Konflikts und die verschlechterten sozialen Bedingungen besonders stark zu spüren sind.
In allen großen humanitären Krisengebieten, von der Ukraine über Gaza bis zum Libanon, so betonte der Großkanzler, bleibt Deutschland auf Regierungsebene der größte Geldgeber des Malteserordens.

Bei den Treffen in New York unterzeichnete der Großkanzler zudem eine Reihe bilateraler Abkommen, die vor allem die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu drei afrikanischen Ländern ermöglichten: Simbabwe, Malawi und Sambia. Mit den in diesen Tagen in New York unterzeichneten Abkommen steigt die Zahl der Länder, mit denen der Malteserorden diplomatische Beziehungen unterhält, auf 118, davon 42 in Afrika (von insgesamt 54 Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union).

Die mit Tuvalu und Eswatini unterzeichneten Absichtserklärungen fügen sich in diese Strategie zur Stärkung des internationalen Profils des Ordens ein.

Zwei Kooperationsabkommen mit Zypern und Mikronesien vervollständigten das Rahmenwerk der Vereinbarungen mit dem Ziel, die humanitären Einsätze zu erleichtern.

Bei seinen Beiträgen zu zwei bedeutenden Veranstaltungen – der Krim-Plattform zur Ukraine und dem auf saudische Initiative einberufenen Treffen zur humanitären Diplomatie – brachte der Großkanzler einige zentrale Botschaften zur Mission und zur Erfahrung des Malteserordens zum Ausdruck: humanitäre Hilfe, die von den Grundsätzen der Neutralität geprägt ist; besondere Aufmerksamkeit für die schwächsten Bevölkerungsgruppen; die Entschlossenheit und die Fähigkeit, unter äußerst schwierigen Bedingungen und bei extremem Risiko zu arbeiten – in der Ukraine, im Gazastreifen, im Südlibanon und anderswo.

Der Großkanzler bekräftigte nachdrücklich die Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht durchzusetzen und damit den Schutz der Zivilbevölkerung und der humanitären Helfer zu gewährleisten.

Eine weitere zentrale Botschaft lautet, dass humanitäre Hilfe allein nicht ausreicht, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, solange keine Lösungen für Frieden und Stabilität gefunden werden, die die Wiederherstellung der sozialen Grundversorgung ermöglichen.