Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

News

Der Großkanzler des Malteserordens spricht zum Abschluss des World Food Forum der FAO

Riccardo Paternò di Montecupo: Ernährungssicherheit, politische Verantwortung und Zugang zu Innovationen stehen im Mittelpunkt der globalen Herausforderungen
Der Großkanzler des Malteserordens spricht zum Abschluss des World Food Forum der FAO
16/10/2026

Der Großkanzler des Souveränen Malteser-Ritterordens, Riccardo Paternò di Montecupo, hielt heute eine Rede anlässlich der Abschlusszeremonie des World Food Forum 2026, das von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem Hauptsitz in Rom organisiert wurde.

Das Forum unter dem Motto „Innovate today. Nourish tomorrow“ (Heute innovieren. Morgen ernähren), brachte Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen, der Wissenschaft, Finanzinstitutionen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen.

Im Rahmen der Abschlusssitzung betonte der Großkanzler die Notwendigkeit, das Problem des Hungers nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Lebensmittelproduktion und -verteilung anzugehen, sondern auch durch eine umfassendere Reflexion über die politische Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.
„Hunger ist nicht immer nur die Folge dessen, was fehlt. Er kann auch die Folge dessen sein, was bewusst vorenthalten wird“, erklärte Paternò di Montecupo und erinnerte daran, dass in heutigen Konflikten der Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser, landwirtschaftlicher Infrastruktur und humanitärer Hilfe zu einem Instrument politischen und militärischen Drucks werden kann.

Unter Bezugnahme auf die Daten des FAO-Berichts 2026, wonach im Jahr 2025 etwa 645 Millionen Menschen Hunger litten und 2,7 Milliarden sich keine gesunde Ernährung leisten können, hob der Großkanzler hervor, dass die Ernährungssicherheit ein Thema sei, das immer enger mit der internationalen Stabilität, der Konfliktprävention und dem Schutz der Menschenwürde verbunden sei.

Viel Raum wurde auch den Chancen und Risiken der technologischen Innovation gewidmet, dem Leitmotiv des Forums 2026. Künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Präzisionslandwirtschaft und neue Wassermanagementsysteme bieten außergewöhnliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion. Ohne einen gerechten Zugang zu Wissen, Infrastruktur und Investitionen besteht jedoch die Gefahr, dass diese Innovationen vor allem den Ländern und Unternehmen zugutekommen, die bereits über größere Ressourcen verfügen, während Kleinproduzenten und die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften zurückbleiben.

Paternò di Montecupo erläuterte abschließend den Beitrag des Malteserordens im Kampf gegen die Ernährungsunsicherheit durch seine humanitären Organisationen und sein diplomatisches Netzwerk. Von Afrika bis zum Nahen Osten unterstützt der Orden schutzbedürftige Gemeinschaften durch Programme zur Ernährungssicherung, zur Trinkwasserversorgung, zur Verteilung von Saatgut und zur Förderung der lokalen Landwirtschaft. Zu den genannten Beispielen zählen die Aktivitäten von Malteser International in Nigeria, im Südsudan, in Kenia und in der Demokratischen Republik Kongo sowie die Programme zur Unterstützung landwirtschaftlicher Erzeuger im Libanon.

Kategorie: Nachrichten