Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

News

In Rom fand die Arbeitstagung der Botschafter des Malteserordens in Afrika statt

Diplomatie, internationale Zusammenarbeit und neue Partnerschaften zur Stärkung der humanitären Hilfe standen im Mittelpunkt des vom Ordre de Malte France organisierten Treffens
In Rom fand die Arbeitstagung der Botschafter des Malteserordens in Afrika statt
16/09/2026

Die Verbindung zwischen diplomatischer Tätigkeit und humanitärem Engagement stärken, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickeln und Instrumente sowie Partnerschaften zur Unterstützung der Einsätze des Malteserordens in Afrika identifizieren: Dies waren die Hauptthemen der zweitägigen Arbeitstagung, zu der sich am 13. und 14. September in Rom die Botschafter des Souveränen Malteser Ritterordens versammelten, die in den Ländern akkreditiert sind, die zum Einsatzgebiet des Ordre de Malte France gehören.

Das Treffen fand in der Casa dei Cavalieri di Rodi statt und bot Gelegenheit zum Austausch zwischen den Botschaftern, dem Großmagisterium und der Führungsspitze von Ordre de Malte France sowie Vertretern internationaler Institutionen und Experten für Entwicklungszusammenarbeit.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo: In seiner Ansprache an die Botschafter erinnerte er daran, dass sich ihre Aufgabe nicht auf die institutionelle Vertretung beschränke, sondern dass sie dank ihrer Präsenz und ihrer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten dazu beitrügen, das Wirken des Ordens „nützlicher, konkreter und sichtbarer“ zu machen.

Besonders wichtig ist diese Rolle auf dem afrikanischen Kontinent, wo der Orden seine diplomatische Präsenz schrittweise ausbaut. In den letzten drei Jahren, so erinnerte der Großkanzler, sei die Zahl der Länder, die diplomatische Beziehungen zum Souveränen Malteserorden unterhalten, von 112 auf 115 gestiegen; neue Abkommen, größtenteils mit afrikanischen Ländern, werden in den kommenden Monaten erwartet. Parallel dazu arbeitet das Großmagisterium daran, die bilateralen Kooperationsabkommen zu erweitern und zu aktualisieren – wesentliche Instrumente, um die Arbeit der Ordensorganisationen vor Ort konkret zu erleichtern.

Der Präsident des Ordre de Malte France, Cédric Chalret du Rieu, betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Botschaften und den operativen Strukturen des Ordre de Malte France in Afrika besonders wichtig sei, wo die Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und die von den Botschaftern aufgebauten institutionellen Beziehungen die gesundheitlichen, sozialen und humanitären Aktivitäten des Ordens unterstützen und festigen können.

Ein besonderes Augenmerk galt der internationalen Zusammenarbeit und dem Aufbau neuer Partnerschaften. Gerade in einer Phase sinkender Mittel für humanitäre Hilfe werden diese immer notwendiger. Das Thema der Mittelbeschaffung, der Nachhaltigkeit der Aktivitäten und der Koordination zwischen den verschiedenen Einrichtungen des Ordens weltweit stand im Mittelpunkt der verschiedenen Sitzungen, in denen auch der Großkomtur Fra’ Emmanuel Rousseau und der Rezeptor des Gemeinsamen Schatzamtes Fra’ Francis Vassallo, das Wort ergriffen.

Die Rolle der Europäischen Union in der Entwicklungshilfe und bei der Krisenbewältigung wurde von Martin Selmayr, Botschafter der Europäischen Union beim Heiligen Stuhl und beim Souveränen Malteserorden, näher beleuchtet. Mons. Fortunatus Nwachukwu, Sekretär des Dikasteriums für Evangelisierung und ehemaliger Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, teilte schließlich seine internationalen Erfahrungen mit den Teilnehmern und erläuterte die komplexen Rahmenbedingungen, unter denen die katholische Kirche in Afrika tätig ist.