Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Weihnachtsbotschaft des Grossmeisters

18/12/2007

Die Weihnachtstage stehen nunmehr bevor und ich möchte allen Ordensmitgliedern meine besten Wünsche für ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr entbieten.

Auch in diesem Jahr war der Orden wieder in vielfacher Weise zugunsten der Notleidenden, der Armen und Kranken tätig. Unter den von Naturkatastrophen betroffenen Menschen sind insbesondere die Hilfseinsätze in Peru hervorzuheben, das im Sommer von einem schweren Erdbeben betroffen war, sowie in Burkina Faso und Mexiko, wo es nach schweren Regenfällen zu verheerenden Überschwemmungen gekommen ist. Unsere nationalen Assoziationen und Malteser International waren im Zusammenwirken mit den örtlichen Hilfsorganisationen sofort im Einsatz, haben Ärzte entsandt und die Menschen mit Medikamenten und dem Allernotwendigsten versorgt.

Neben diesen Hilfseinsätzen, die der Linderung unmittelbarer Not dienten, hat der Orden sein medizinisches Hilfsprogramm in 120 Ländern der Erde fortgeführt.

Zu den herausragendsten Ereignissen des Jahres 2007 möchte ich den historischen Besuch Seiner Heiligkeit Benedikt XVI im Krankenhaus San Giovanni Battista und die Wallfahrt in das Heilige Land zählen.

Der Besuch, den der Heilige Vater kürzlich unserem Krankenhaus in Rom abgestattet hat, war für unseren Orden ein Augenblick tiefer und bewegender Spiritualität. Während der Heiligen Messe, die Seine Heiligkeit für die Kranken, ihre Familien, die Ärzte, die Pflegekräfte und die Ordensmitglieder gefeiert hat, hat er uns in ideeller Weise seine letzte Enzyklika Spe Salvi anvertraut mit Worten voller Hoffnung für diejenigen, die leiden sowie für diejenigen, die den Leidenden in ihrer Not helfen. Den Heiligen Vater bei uns empfangen zu dürfen, bedeutet für den Orden ein außerordentliches Privileg, dessen wir uns stets bewusst sein wollen.

Die Wallfahrt in das Heilige Land, an der im Oktober 1350 Ordensmitglieder teilgenommen haben, war ein weiteres historisches Ereignis. Der Besuch der heiligen Stätten in Jerusalem, der Wiege des Christentums und auch unseres Ordens, war für alle ein Augenblick von Verinnerlichung und tiefer Spiritualität. Unvergesslich dabei auch der Besuch unseres Geburtshilfekrankenhauses der Heiligen Familie zu Jerusalem in Bethlehem, das weiterhin eine unverzichtbare Hilfseinrichtung in einer der unruhigsten Regionen der Welt ist.

Ich möchte all jenen danken, die ihre Gebete, ihre Zeit und ihre Hilfe unserem Orden darbringen und nochmals allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest wünschen.

Fra’ Andrew Bertie