Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

News

Besuch des peruanischen Außenministers beim Malteserorden

Gran Cancelliere dell'Ordine di Malta con Ministro degli Affari Esteri del Perù
19/06/2026

Der Großkanzler des Souveränen Militärordens von Malta, Riccardo Paternò di Montecupo, empfing heute im Magistralpalast den peruanischen Außenminister Carlos José Pareja Ríos. Das Treffen zeugt von der erneuten Aufmerksamkeit des Ordens für Lateinamerika – eine Region, mit der er traditionell enge Beziehungen unterhält und in der die nationalen Assoziationen sowie die sozialen Projekte weiterhin eine führende Rolle spielen. Wie der Minister selbst betonte, der große Wertschätzung für die Aktivitäten des Ordens im Land zum Ausdruck brachte, stellt das heutige Treffen einen wichtigen Schritt dar, da es sich um den ersten Besuch eines peruanischen Außenministers beim Malteserorden handelt.

Im Verlauf der freundschaftlichen Gespräche wurde besonderes Augenmerk auf den Abschluss des Kooperationsabkommens zwischen dem Malteserorden und Peru gelegt. Dieses Abkommen ist ein wichtiges Instrument zur Förderung und Erleichterung neuer gemeinsamer Initiativen in den Bereichen Gesundheit, Sozialfürsorge und Katastrophenschutz.

Im Rahmen der Stärkung des sozialen und humanitären Engagements des Ordens in der Region wurde zudem die 2024 gegründete Stiftung Malteserorden – Projektförderer (OMDP) vorgestellt. Sie unterstützt kleine und mittlere Entwicklungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Ernährungssicherheit, berufliche Bildung, Stärkung der Rolle der Frau und nachhaltige Entwicklung. Derzeit werden in Lateinamerika bereits drei Projekte durch den OMDP unterstützt. Der Orden hofft, dass auch Peru in Zukunft von neuen Initiativen profitieren kann, die in Zusammenarbeit mit der peruanischen Assoziation des Malteserordens, der Botschaft und den lokalen Behörden entwickelt werden.

Zu den behandelten Themen gehörte auch der intensivierte diplomatische Dialog mit dem amerikanischen Kontinent vor dem Hintergrund des jüngsten Treffens zwischen dem Souveränen Malteserorden und den Botschaftern der Gruppe der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (GRULAC). An diesem Treffen nahm auch der peruanische Botschafter beim Malteserorden teil. Zudem wurde auf die bevorstehende „Konferenz der Amerikas” des Souveränen Malteserordens hingewiesen. Sie soll vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Buenos Aires stattfinden. Bei dieser Konferenz werden die Assoziationen, die Hilfsorganisationen und die Botschaften des Kontinents gemeinsam mit der Ordensregierung zusammenkommen, um neue regionale Initiativen zu koordinieren. Im Anschluss an die Konferenz wird der Großmeister eine Reihe offizieller Besuche in einigen Ländern Südamerikas absolvieren. Die Konferenz ist Teil des erneuten Interesses und Engagements des Ordens für Lateinamerika und die Karibik.

Es wurde der Wille bekräftigt, den Dialog über die wichtigsten regionalen Initiativen fortzusetzen. Dazu zählen die Bemühungen um die Anerkennung des Souveränen Malteserordens als ständiger Beobachter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Der Orden ist überzeugt, dass eine engere Zusammenarbeit mit den Ländern der Region dazu beitragen kann, humanitäre Notlagen und die Bedürfnisse der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen immer wirksamer zu lindern.

Das Treffen bot schließlich auch die Gelegenheit, an die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu erinnern, die im April 2023 in Rom und Lima stattfanden. In Rom leitete Monsignore Robert Francis Prevost, der damalige Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe und Vorsitzende der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika – heute Papst Leo XIV.  – die Dankesmesse in der Kirche Santa Maria all’Aventino.

Das humanitäre Engagement des Malteserordens in Peru

In Peru ist der Malteserorden durch die 1951 gegründete peruanische Assoziation des Malteserordens, das Freiwilligenkorps „Malteser Perú” und die Organisation „Malteser International” vertreten. Im Laufe der Jahrzehnte hat er ein umfangreiches Netzwerk von Initiativen in den Bereichen Gesundheit, Sozialfürsorge und Katastrophenschutz aufgebaut. Beispiele hierfür sind der Bau einer Station für Leprakranke in den 1950er Jahren, der Bau eines Krankenhauses im Bezirk Villa María del Triunfo sowie die Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Erdbeben von 2007. Hinzu kommen Programme zur Katastrophenvorsorge und Notfallhilfe – einschließlich der im Jahr 2023 anlässlich des Zyklons Yaku eingeleiteten Hilfsaktion – sowie Hilfsprojekte für Gemeinden im Amazonasgebiet, Sozialküchen, Aufnahmezentren für Minderjährige und Opfer von Menschenhandel und Einrichtungen für Senioren. Von besonderer Bedeutung ist zudem die kontinuierliche Unterstützung des inklusiven Bildungszentrums SOMM in Villa María del Triunfo in Lima. Der Orden fördert es seit über sechzig Jahren durch Bildungsprogramme, Infrastrukturmaßnahmen und Initiativen zugunsten der am stärksten benachteiligten Kinder und Familien und bekräftigt damit sein historisches Engagement im Dienst der schutzbedürftigen Menschen des Landes.