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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Nachrichten

Überreste des ersten Hospitals des Hl.Johannes des Täufers in Jerusalem entdeckt

Rom, 13/08/2013 


Bei Ausgrabungen in der Altstadt von Jerusalem wurden kürzlich die Überreste dessen ans Tageslicht befördert, was heute allgemein als das erste Hospital des Ordens des Hl. Johannes gilt und dessen Ursprünge bis auf 900 Jahre zurückdatiert werden können.

„Das ist der Ort, an dem die Mitglieder des Hospitalordens des Hl. Johannes lebten; alles hat hier begonnen. Das ist die Stelle, an der die Idee des Ambulanzdienstes entstanden ist, um Kranke und Verwundete in einem Hospital zu versorgen. Die Kranken wurden mit Kamelen und Pferden ins Hospital gebracht“, hat Amit Re´em erklärt, einer der Leiter der von der Israel Antiquities Authority durchgeführten Grabungen. Es handelt sich um das größte Hospital der damaligen Zeit im Mittleren Osten.

Die durchgeführten Untersuchungen haben zahlreiche Erkenntnisse über Details des Gebäudes erbracht, das zwischen 1099 und 1291 errichtet worden ist. Es liegt im Herzen des christlichen Viertels der Altstadt von Jerusalem, in der Nähe der David Street, der Hauptstraße. Das Gebäude erstreckte sich über eine weite Grundfläche mit einer Raumhöhe von über sechs Metern und enthielt eine große Säulenhalle, verschiedene Räume und kleinere Säle.

Alte Urkunden aus der Zeit, meistens in lateinischer Sprache, berichten von einem hochentwickelten Hospital mit beinahe modernen Krankenhausstrukturen. Die israelitische Behörde hat bei der Präsentation der Grabungsergebnisse erklärt: „Das Hospital ist vom Hospitalorden des Hl. Johannes zu Jerusalem, bekannt unter dem Namen Hospitaliers, gegründet und errichtet worden. Die Mitglieder des Ordens verpflichteten sich unter Eid, die Pilger zu pflegen und zu schützen und sich, sofern erforderlich, den kämpfenden Truppen als besondere Schutztruppe anzuschließen“.

Anfang einer Tradition: Pflege für alle

Die Grabungsergebnisse und die Funde liefern zahlreiche, zum Teil bereits bekannte Details: das Hospital war dem Hl Johannes geweiht und in ihm wurden alle Bedürftigen jedweden Glaubens gepflegt, die nach Jerusalem kamen und dort lebten. Das Hospital hatte verschiedene Stationen und Abteilungen je nach der Art der Krankheit und dem Zustand des Patienten, ganz ähnlich wie in einem modernen Krankenhaus. Im Notfall konnte das Krankenhaus bis zu 2000 Patienten aufnehmen. Die Hospitaliers behandelten die Kranken mit Respekt und Zuwendung, unabhängig von Religionszugehörigkeit und Herkunft. Die arabischen Muslime haben wesentlich zur Bedeutung des Hospitals der Ritter des Hl. Johannes beigetragen indem sie u. a. eigene medizinische Erkenntnisse vermittelt haben. In der arabischen Kultur hatte die Medizin seit jeher einen hohen Stellenwert und arabische Ärzte standen in der damaligen Welt in höchstem Ansehen.

Die jüngste Grabungskampagne hat außerdem auch die Erkenntnis erbracht, dass das Hospital, neben der Versorgung der Kranken, auch Waisen und ausgesetzte Neugeborene aufgenommen hat.

Zerstörung durch Erdbeben im 15. Jhdt.

Im Mittelalter wurden einige Teile des Gebäudes als Stallungen genutzt. Davon zeugen die bei den Grabungen ans Licht gebrachten Knochen von Pferden und Kamelen sowie große Mengen von Metallteilen, die zum Beschlagen der Tiere dienten. 1457 ist das Gebäude nach einem Erdbeben eingestürzt.

Anlass für die Grabungen war der Baugenehmigungsantrag der Gran Bazar Company von Ost-Jerusalem für die Errichtung eines Restaurants. Der Grabungsleiter, Monser Shwieki erklärte, dass die Bauleitung das Gebäude in das Restaurant integrieren wolle, das 2014 eröffnet werden soll.

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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

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