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Lampedusa: Der Malteserorden hilft Migranten im Mittelmeer

Der Großmeister reiste auf die Insel, um den Mitarbeitern des Malteserordens für ihren langjährigen Einsatz zu danken
CISOM staff member rescues a child
07/07/2026

Der Malteserorden engagiert sich bereits seit vielen Jahren für Migranten im zentralen Mittelmeer. So leistet der Italienische Hilfsdienst des Malteserordens (CISOM) seit 2008 medizinische Hilfe bei Such- und Rettungsaktionen für Migranten und arbeitet dabei mit der Küstenwache und der Finanzpolizei zusammen, um den auf See Geretteten sofortige medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Anlässlich des Jahrestags der ersten Pastoralreise von Papst Franziskus nach Lampedusa und zeitgleich mit den von Papst Leo XIV. geleiteten Feierlichkeiten reiste der Großhospitalier Josef Blotz in Begleitung des Präsidenten der CISOM-Stiftung, Benedetto Barberini, und des stellvertretenden Direktors, Fabrizio Celestini, auf die Insel. Der Großhospitalier traf sich mit den vor Ort eingesetzten CISOM-Mitarbeitern und dankte den Ärzten, Pflegekräften, Rettungskräften und Freiwilligen für ihre Professionalität, ihr Engagement und ihren selbstlosen Einsatz. Zudem hatte er Gelegenheit, sich mit den zivilen, religiösen und militärischen Behörden der Insel auszutauschen. Dabei bekräftigte er die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen den Institutionen, die in den Bereichen humanitäre Hilfe, Notfallhilfe und Steuerung der Migrationsströme tätig sind. Darüber hinaus wurden Treffen mit Vertretern des Zivilschutzes und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisiert.

Ein wesentlicher Teil der Mission war dem Treffen mit den medizinischen Fachkräften des CISOM gewidmet, die an Bord der Patrouillenboote der Küstenwache und der Finanzpolizei im Einsatz sind. Dadurch hatte Blotz die Möglichkeit, ihre Arbeit aus nächster Nähe zu beobachten.

Ihre Anwesenheit gewährleistet, dass die auf See geretteten Migranten unmittelbar nach der Rettung medizinische Versorgung erhalten – oft unter extrem schwierigen Einsatzbedingungen.

Der Großhospitalier besuchte außerdem den Molo Favarolo (Landungssteg), wo zahlreiche Rettungsaktionen ihren Abschluss finden, sowie das Denkmal „Porta d’Europa“. Es ist ein Symbol der Erinnerung und Hoffnung für all jene, die auf der Suche nach einer sichereren Zukunft das Mittelmeer überquert haben.

Auf dem Programm stand auch die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Besuchs von Papst Franziskus. Höhepunkt war die Heilige Messe unter dem Vorsitz von Papst Leo XIV., die dazu diente, über die Bedeutung der Aufnahme, des Schutzes und der Begleitung der schwächsten Menschen nachzudenken. In seiner Predigt forderte der Heilige Vater die Gläubigen auf, Zeugen der Hoffnung und der Brüderlichkeit zu sein. Er erinnerte daran, dass jeder gerettete, aufgenommene und betreute Mensch ein Bruder oder eine Schwester ist, dessen bzw. deren Würde stets gewahrt werden muss.

Da der humanitäre Bedarf im zentralen Mittelmeer nach wie vor äußerst hoch ist, stellt der Malteserorden den Schutz der Menschenwürde weiterhin in den Mittelpunkt seiner humanitären Mission. Er leistet Migranten Hilfe und setzt den Aufruf des Heiligen Vaters in konkrete Taten des Dienstes und der Solidarität um.