Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

News

Start des 12. Sommercamps in Italien: Inklusion und Solidarität stehen im Mittelpunkt des Engagements des Malteserordens.

Start des 12. Sommercamps in Italien: Inklusion und Solidarität stehen im Mittelpunkt des Engagements des Malteserordens.
28/07/2026

Vom 27. Juli bis zum 1. August findet in Magione (PG) in Umbrien erneut das Sommercamp Italien (CEI) statt. Diese Initiative des Malteserordens wurde 2012 in Anlehnung an das seit 30 Jahren bestehende Internationale Sommercamp ins Leben gerufen. Das CEI findet nun bereits zum zwölften Mal statt und bringt über 150 junge Menschen mit Behinderungen und Freiwillige im Alter zwischen 18 und 35 Jahren zu einer Woche voller Spaß, Spiritualität und Solidarität zusammen.

Wie jedes Jahr besteht das Ziel darin, jungen Menschen mit Behinderungen eine Woche voller Freizeitvergnügen zu ermöglichen – jenseits aller Barrieren, die mit körperlichen oder geistigen Behinderungen verbunden sind – und das Knüpfen neuer Kontakte sowie das Festigen bestehender Freundschaften zu fördern.

Das Thema des diesjährigen Camps lautet „Wie viel Gutes gibt es doch in der Welt“ und ist von den Worten Papst Leos XIV. inspiriert. Es ist eine Einladung, das Gute zu erkennen, das in den Menschen, den Beziehungen und den Gesten des Dienstes wohnt und jeden Tag authentische Gemeinschaften schafft. Es ist eine Botschaft, die den Geist des CEI voll und ganz widerspiegelt. Das Camp wurde ins Leben gerufen, um jungen Menschen eine konkrete Erfahrung von Freundschaft, Glauben und Nächstenliebe zu ermöglichen.

Das 12. CEI ist ein Projekt, das von Jugendlichen für Jugendliche konzipiert wurde und aus der Zusammenarbeit zwischen den in Italien tätigen Einrichtungen des Malteserordens – Großpriorate, Delegationen, Italienischer Verband und Italienisches Hilfskorps – hervorgegangen ist. Das Organisationskomitee, das sich aus Freiwilligen zusammensetzt, die das ganze Jahr über Zeit und Energie in die Vorbereitung der Veranstaltung investieren, kümmert sich mit Leidenschaft und Dienstbereitschaft um jedes Detail.

Im Laufe der Woche wechseln sich spielerische, kulturelle und sportliche Aktivitäten, die alle Arten von Behinderungen einbeziehen, sowie religiöse Feiern und Gebetsmomente ab. Diese finden im Schloss von Magione und in den umliegenden Ortschaften statt. Mittelpunkt der Aktivitäten ist das Schloss, ein historischer Besitz des Souveränen Malteserordens und heute das umbrische Gesicht von „Terre dei Cavalieri“, einem vom Orden geführten landwirtschaftlichen Betrieb. Zu den mit größter Spannung erwarteten Veranstaltungen gehört die traditionelle „Stille Nacht“, die der Anbetung und der Beichte gewidmet ist und einen intensiven Austausch innerhalb der gesamten „Campo“-Gemeinschaft ermöglicht. Am Abschlusstag, der der Vorbereitung des Umzugs gewidmet ist, arbeiten die Teams an der Herstellung mittelalterlicher Kostüme. Dies bietet die Gelegenheit, die Kreativität, den Teamgeist und die Solidarität zu feiern, die die gesamte Woche geprägt haben.

An der Eröffnungszeremonie nahmen auch hochrangige Vertreter des Souveränen Malteserordens teil: der Großkomtur Fra’ Emmanuel Rousseau, der Großkanzler Riccardo Paternò di Montecupo und der Schatzmeister Fra’ Francis Vassallo. Dies unterstreicht die Bedeutung, die der Orden dieser Initiative beimisst. Sie stellt einen der wichtigsten Momente der Begegnung, des Austauschs und der Inklusion für junge Menschen und Menschen mit Behinderungen aus der internationalen Gemeinschaft des Malteserordens dar. Auch lokale Autoritäten waren anwesend, darunter Stefania Proietti, Präsidentin der Region Umbrien, Vittoria Ferdinandi, Bürgermeisterin von Perugia und ANCI-Beauftragte für Inklusions- und Behindertenpolitik, sowie Silvia Burzigotti, Stadträtin für Sozialpolitik der Gemeinde Magione.

Das Sommercamp in Italien ist Teil eines umfassenderen Programms von Aktivitäten für Menschen mit Behinderung, das von den weltweit vertretenen Assoziationen des Malteserordens organisiert wird. Der wichtigste Termin dieses Programms ist das internationale Sommercamp, das vom 3. bis 10. August auf der Burg von Javier in Navarra, Spanien, stattfindet. An der Initiative nehmen Jungen und Mädchen aus über 25 Ländern teil. Darüber hinaus organisiert die spanische Assoziation des Ordens im August eine Pilgerreise für Menschen mit Behinderung namens „WOW” (Way On Wheels – Weg auf Rädern). Die Pilgerreise führt auf dem Camino Francés, dem wichtigsten und berühmtesten der Wege, die zur Kathedrale von Santiago de Compostela führen, über sieben Etappen und eine Strecke von 110 Kilometern. Die libanesische Assoziation organisiert seit über 25 Jahren ein Lager in Chabrouh. Den ganzen Sommer über finden dort Aktivitäten für Menschen mit schweren psychischen und körperlichen Behinderungen sowie für benachteiligte Kinder statt. Es werden auch Workshops angeboten, um die generationsübergreifende Begegnung zwischen Kindern und älteren Menschen zu fördern. In Budapest findet seit acht Jahren ein Sommerlager zur spirituellen Erneuerung für Obdachlose, Betreuer und Freiwillige statt. Bei dieser Gemeinschaftserfahrung stehen Spiritualität, Zuhören und Wege zur persönlichen Erneuerung im Mittelpunkt.