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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta
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Das Großmagisterium gibt den Tod des 79. Großmeisters Fra’ Matthew Festing bekannt

12/11/2021 


Mit tiefem Bedauern gibt das Großmagisterium den Tod von Fra’ Matthew Festing, 79. Großmeister des Souveränen Malteserordens, bekannt, der heute im Alter von 71 Jahren in Malta verstorben ist. Er wurde im März 2008 gewählt und diente bis Januar 2017 als Großmeister.

Fra’ Matthew Festing befand sich in Malta, wo er am 4. November dem feierlichen Ordensgelübde von Fra’ Francis Vassallo in der St John’s Co-Cathedral in Valletta beiwohnte. Einige Stunden später fühlte er sich krank und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sein Zustand sofort ernst erschien.

Der Leutnant des Großmeisters, Fra’ Marco Luzzago, bittet alle Mitglieder und Freiwilligen des Malteserordens, für Fra’ Matthew und für seine Seele zu beten.

Robert Matthew Festing wurde 1949 in Northumberland, England, geboren und erhielt seine Ausbildung in Ampleforth und am St John’s College in Cambridge, wo er Geschichte studierte. Matthew Festing diente bei den Grenadier Guards und hatte den Rang eines Obersts der Reserve inne. Als Kunstexperte war er die meiste Zeit seines Berufslebens in einem internationalen Kunstauktionshaus tätig. Er wurde von Königin Elisabeth II. zum OBE (Officer of the Order of the British Empire) ernannt und diente als einer ihrer stellvertretenden Leutnants in der Grafschaft Northumberland.

Fra’ Matthew Festing wurde 1977 Mitglied des Souveränen Malteserordens und legte 1991 die feierlichen Ordensgelübde ab. Von 1993 bis 2008 war er Großprior von England und damit der erste Inhaber dieser Position seit 450 Jahren. In dieser Funktion leitete er humanitäre Hilfsmissionen im Kosovo, in Serbien und Kroatien. Er war ein Nachfahre von Sir Adrian Fortescue, einem Ritter von Malta, der 1539 den Märtyrertod erlitt.

Am 11. März 2008 zum Fürsten und 79. Großmeister gewählt, trat er am 28. Januar 2017 von diesem Amt zurück.

Während seiner zehnjährigen Tätigkeit an der Spitze des Ordens reiste er in alle fünf Kontinente, um die diplomatischen Beziehungen zu zahlreichen Ländern zu stärken und die Arbeit des Ordens in der ganzen Welt mit eigenen Augen zu sehen. Er hat an Dutzenden von Pilgerreisen des Malteserordens nach Lourdes und anderen Marienwallfahrtsorten teilgenommen und sich persönlich um behinderte Pilger gekümmert.

Er wurde zum Ehrenbürger von Rapallo, Italien (2008), Pompeji, Italien (2014), und Birgu, Malta (2015), ernannt. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Katholischen Universität von Amerika in Washington, D. C. (2009), den Doktortitel der Northumbria University in Newcastle (2010), den Ehrendoktortitel in Verwaltungswissenschaft der John Cabot University in Rom (2014) und die Ehrendoktorwürde für Religions- und Humanwissenschaften der Katholischen Universität Santa María La Antigua in Panama-Stadt (2016).

Der Beerdigungstermin steht noch nicht fest.

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