Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

200. Jahrestag des todes von Grossmeister Von Hompesch

10/05/2005

Am 12. Mai 1805 ist Ferdinand von Hompesch zu Bolheim, Fürst und 71. Großmeister des Malteserordens, zu Montpellier in Frankreich gestorben. Am 17. Juli 1797 gewählt, musste von Hompesch, der erste Großmeister deutscher Nationalität, sich einer der dramatischsten Episoden der Ordensgeschichte stellen: der Invasion der Insel Malta durch die Truppen Bonapartes im Juni des Jahres 1798.

Im Juni des Jahres 1798 stand der Großmeister von Hompesch auf der Insel Malta mit 300 Ordensrittern und 7000 Soldaten gegen eine französische Flotte von ca. 600 Schiffen und einem Expeditionsheer von 29.000 Soldaten unter dem Kommando von General Bonaparte. Eingedenk der Ordensregel, die den Kampf gegen andere Christen untersagt, leisteten die Ordensritter keinen Widerstand und sahen sich darauf genötigt, Malta zu verlassen.

Aus Anlass der Wiederkehr des 200. Todestages, wollte der Malteserorden seiner gedenken. In Anwesenheit von Fra’ Andrew Bertie, Fürst und Großmeister des Malteserordens, wurde ihm zur Ehre in Montpellier, in der Kirche der Hl. Eulalie in der er beigesetzt ist, von Monsignore Guy Thomazeau, Erzbischof von Montpellier und Generalkapplan der französischen Assoziation, eine feierliche Messe gelesen. An dem Amt haben Mitglieder zweier Ordensdelegationen teilgenommen: der französischen und der deutschen Assoziation, jeweils angeführt von ihren Präsidenten, dem Comte et Prince de la Rochefoucauld-Montbel und dem Grafen Leo-Ferdinand Henckel von Donnersmarck.

Nach dem Gottesdienst wurde eine Gedenktafel eingeweiht:

À la mémoire de

SON ALTESSE EMINENTISSIME

Fra’ Ferdinand Hermann Anton von Hompesch zu Bolheim

Prince et 71éme Grand Maître

de l’Ordre de Sâint Jean de Jérusalem, de Rhodes et de Malte

Né le 9 novembre 1744 à Bolheim-mort le 12 mai 1805 à Montpellier

Inhumé en cette église

Requiescat in pace