Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Der Souveräne Malteserorden kündigt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Hellenischen Republik an

04/12/2021

Der Souveräne Malteserorden und die Hellenische Republik haben volle diplomatische Beziehungen aufgenommen und werden demnächst Botschafter austauschen. Die förmliche Aufnahme der Beziehungen, die am 2. Dezember mit der Ratifizierung durch das griechische Parlament erfolgte, folgt auf mehrere hochrangige Gespräche, die eine bilaterale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Projekten im humanitären Bereich zum Ziel haben.

„Wir freuen uns besonders über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Hellenischen Republik, einem Land, mit dem der Malteserorden eng verbunden ist“, bekräftigte Botschafter Stefano Ronca, Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten des Malteserordens. „Griechenland spielt in der Migrationskrise eine wichtige Rolle, sowohl aufgrund seiner geografischen Lage – zwischen Ost und West – als auch aufgrund seiner Nähe zu Regionen und Ländern, aus denen die Migrationsströme kommen, wie etwa Syrien. Wir sind sicher, dass die diplomatischen Beziehungen Projekte in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Humanitäres und Kultur erleichtern werden“, sagte Botschafter Ronca.

„Griechenland, die Wiege der europäischen Kultur und Demokratie, ist ein strategisches Land auf dem geopolitischen Schachbrett, wie der heutige Besuch von Papst Franziskus in Athen zeigt“, fügte der Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten hinzu.

Der Malteserorden hat eine tiefe und alte Verbindung zu Griechenland. Unter der Leitung des Großmeisters Fra‘ Foulques de Villaret verlegten die Ritter des Johanniterordens 1310 ihren Sitz nach Rhodos und blieben dort über zwei Jahrhunderte lang. Nach sechsmonatiger Belagerung durch die Flotte und das Heer von Sultan Suleiman dem Prächtigen verließen die Ritter 1523 Rhodos mit militärischen Ehren und ließen sich auf Malta nieder.

Mittlerweile unterhält der Malteserorden diplomatische Beziehungen zu 111 Ländern.