Der Großhospitalier Josef Blotz und der Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Giampaolo Cantini, empfingen Gunther Krichbaum, Staatsminister im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied des Bundestags, zu einem Arbeitsbesuch im Magistralpalast.
Der Besuch bot Gelegenheit, dem Vertreter der neuen deutschen Regierung die Aktivitäten des Malteserordens und seine internationale Präsenz auf diplomatischer und humanitärer Ebene vorzustellen. Botschafter Cantini hob insbesondere die Rolle des Ordens als Fürsprecher des humanitären Völkerrechts in internationalen Foren hervor – von den Interventionen bei den Vereinten Nationen bis hin zu den jährlich organisierten Nebenveranstaltungen der Münchner Sicherheitskonferenz.
Obwohl die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Souveränen Malteserorden und Deutschland erst 2017 aufgenommen wurden, reichen die freundschaftlichen und kooperativen Beziehungen bis ins Jahr 1859 zurück, dem Gründungsjahr der deutschen Assoziation des Ordens. Der deutsche Hilfsdienst des Malteserordens (Malteser Hilfsdienst – MHD) ist eine der größten humanitären Organisationen in Deutschland. Er ist seit 1953 aktiv, zählt heute 60.000 Freiwillige und arbeitet mit anderen humanitären Einrichtungen des Malteserordens zusammen. Malteser Deutschland betreibt Krankenhäuser und Altenheime, während die Malteser Werke Programme zur sozialen Integration und Schulen führen.
In Köln hat zudem Malteser International seinen Sitz. Als internationale Hilfsorganisation des Ordens leistet MI Nothilfe in Kriegsgebieten und bei Naturkatastrophen.
Der Großhospitalier brachte daher die Dankbarkeit des Malteserordens gegenüber der deutschen Regierung für die kontinuierliche und wichtige Unterstützung der humanitären Aktivitäten, auch in Drittländern, zum Ausdruck. Er erinnerte dabei unter anderem an die Unterstützung für die Mission zur Verteilung von Lebensmitteln an die Bevölkerung von Gaza-Stadt in Zusammenarbeit mit dem Lateinischen Patriarch von Jerusalem sowie für die Gesundheitsprojekte im Libanon. Minister Krichbaum würdigte die Arbeit des Ordens und forderte eine Vertiefung der Beziehungen und der Zusammenarbeit durch neue Kooperationsmöglichkeiten.
Abschließend wurde die gemeinsame Besorgnis über die internationale Lage und die anhaltenden Konflikte, insbesondere im Nahen Osten und in der Ukraine, zum Ausdruck gebracht. Zudem wurde die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der Einstellung der Feindseligkeiten bekräftigt.





