Souveräner Ritter- und
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Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Estland und der Malteserorden: Der Außenminister der Republik Estland trifft den Großkanzler

The Minister of Foreign Affairs of the Republic of Estonia meets the Order of Malta's Grand Chancellor
24/03/2026

Heute fand in der Magistralvilla der Arbeitsbesuch des Außenministers der Republik Estland, Margus Tsahkna, statt, der den Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo, traf.

Im Laufe des Treffens hieß der Großkanzler den Minister anlässlich seines ersten Besuchs beim Orden herzlich willkommen und brachte seine große Zufriedenheit über den Stand der 2020 aufgenommenen Beziehungen zum Ausdruck. Obwohl diese Beziehungen noch jung sind, haben sie eine dynamische humanitäre Zusammenarbeit angeregt: zunächst durch die Bildung eines Rettungskorps im Jahr 2023 und anschließend durch die Einrichtung der Delegation der baltischen Staaten als Keimzelle einer zukünftigen Nationalen Assoziation.

In den Gesprächen wurde auf den bevorstehenden offiziellen Besuch des Großmeisters Fra’ John Dunlap in Estland hingewiesen. Dieser ist auf Einladung von Präsident Alar Karis für den 11. Juni 2026 vorgesehen. Bei diesem Besuch ist zudem die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens geplant, das die Entwicklung humanitärer Projekte fördern soll. Beide Seiten bekundeten ihren Willen, die Zusammenarbeit im Bereich Krisenmanagement und Prävention zu intensivieren und dabei von den Erfahrungen des Hilfsdienstes des Ordens in Estland zu profitieren. Der Hilfsdienst zählt heute rund 300 Freiwillige, die sich für die soziale Eingliederung der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen einsetzen.

Die Parteien teilten ihre gemeinsame Besorgnis über die verschiedenen internationalen Krisenszenarien. In Bezug auf den seit vier Jahren andauernden Konflikt in der Ukraine bekräftigte der Souveräne Malteserorden sein Engagement zur Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung durch ein Netzwerk von über 60 Hilfszentren und innovative Projekte, darunter psychologische Betreuung für Menschen, die unter Kriegstraumata leiden.

Zudem wurde die Lage im Nahen Osten, insbesondere im Libanon und in Palästina, erörtert. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Ausweitung des andauernden Konflikts, welcher sich negativ auf die humanitären Aktivitäten auswirkt und durch steigende Preise sowie Reisebeschränkungen noch verschärft wird.

Das Hilfswerk des Ordens in Estland

Seit 2023 hat die Hilfsorganisation ein Netzwerk aus Kooperationen mit zahlreichen nationalen Assoziationen und Einrichtungen aufgebaut. Sie setzt sich für die schwächsten Bevölkerungsgruppen ein und bietet soziale Aktivitäten für ältere Menschen, Bedürftige und Kinder mit besonderen Bedürfnissen an. Zu den wichtigsten Angeboten gehören die Bereitstellung von Mahlzeiten, die Beförderung von Menschen mit Behinderung und die häusliche Pflege für ältere und alleinstehende Menschen. Parallel zur direkten Hilfe fördert der Orden aktiv die Kultur der Resilienz durch Schulungsprogramme in Erster Hilfe und Prävention. In Zusammenarbeit mit dem Estonian Paraolympic Committee organisiert der Hilfsdienst das „Para Sports Weekend“, eine Initiative für Kinder mit Behinderungen, die auf die Verbreitung und Ausübung paralympischer Sportarten abzielt.