Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

News

Höflichkeitsbesuch des Präsidenten der Republik Ungarn beim Großmeister des Malteserordens

President of Hungary and Grand Master of Order of Malta during military honours
21/02/2026

Der Großmeister des Souveränen Malteserordens, Fra’ John Dunlap, empfing heute im Magistralpalast den ungarischen Präsidenten Tamás Sulyok.

Es handelte sich um den fünften Besuch eines ungarischen Präsidenten beim Malteserorden und das vierte bilaterale Treffen zwischen Präsident Sulyok und dem Großmeister innerhalb von weniger als zwei Jahren. Dies unterstreicht die Solidität der Beziehungen zwischen den beiden Parteien.

Den diplomatischen Beziehungen zwischen dem Malteserorden und Ungarn, die am 13. Juni 1990 nach dem Fall der Berliner Mauer und den tiefgreifenden politischen Veränderungen in Ungarn und anderen Ländern des ehemaligen Sowjetblocks wieder aufgenommen wurden, folgten die Unterzeichnung eines Postabkommens und eines Kooperationsabkommens sowie eine umfassende und fruchtbare Zusammenarbeit im humanitären Bereich. Zu den jüngsten hochrangigen Treffen zählt auch der Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Oktober 2025.

Während des heutigen Gesprächs, das in einer Atmosphäre herzlicher Freundlichkeit stattfand, wurden Themen von gemeinsamem internationalem Interesse angesprochen und das gemeinsame Engagement für die schwersten humanitären Krisen unserer Zeit bekräftigt. Der Großmeister dankte Präsident Sulyok und der First Lady für ihre kontinuierliche Unterstützung der Aktivitäten des Ordens in Ungarn. Er erinnerte insbesondere an ihre Teilnahme an der Eröffnung des nationalen Sommercamps für junge Menschen mit Behinderungen, das vom Hilfsdienst des Ordens am Plattensee organisiert wurde.

Außerdem wurde die Zufriedenheit über die erfolgreiche Zusammenarbeit betont, die durch die 2019 unterzeichnete und im September 2024 in Budapest anlässlich des offiziellen Besuchs des Großmeisters erneuerte Absichtserklärung zur Unterstützung verfolgter Christen und anderer religiöser und ethnischer Minderheiten besiegelt wurde.

Die humanitären Aktivitäten des Malteserordens in Ungarn
Der Malteserorden ist in Ungarn durch die 1928 ins Leben gerufene Nationale Assoziation und durch den 1989 von Pater Imre Kozma gegründeten Hilfsdienst des Malteserordens in Ungarn (Magyar Máltai Szeretetszolgálat – MMSZ) vertreten.

Mit rund 15.000 Freiwilligen und Tausenden von Mitarbeitern an 142 Standorten ist der Hilfsdienst heute die größte soziale Einrichtung des Landes. Durch ein flächendeckendes Netz von Altenheimen, Obdachlosenheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Programmen zur Suchtbehandlung, psychiatrischen Diensten und zahlreichen Bildungsinitiativen werden täglich etwa 13.000 Menschen unterstützt.

Eine der bedeutendsten Einrichtungen ist die Psychiatrische Klinik „Blessed Gerard” in Pomáz. Sie ist eines der wichtigsten ungarischen Zentren für psychiatrische Behandlung und Rehabilitation und verfügt über 462 Betten sowie spezialisierte Dienste für die Behandlung von Suchterkrankungen und Demenz.

Besonders innovativ sind das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Integrationsprogramm für die Roma-Bevölkerung, das als eines der effektivsten Modelle für territoriale Entwicklung in Europa anerkannt ist, sowie das im Jahr 2023 eingeführte Telemedizin-System. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk mobiler Kliniken, die in Echtzeit mit Fachärzten verbunden sind und somit auch in den entlegensten und benachteiligtsten Dörfern eine Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Seit Beginn des Konflikts in der Ukraine im Jahr 2022 hat der Rettungsdienst zudem über 52.000 ukrainische Flüchtlinge unterstützt und ihnen Unterkunft, medizinische Versorgung, Transport sowie langfristige Integrationsprogramme angeboten.

Die enge Zusammenarbeit mit den ungarischen Behörden und dem Regierungsprogramm „Hungary Helps” stärkt die Arbeit des Ordens auch auf internationaler Ebene, insbesondere im Nahen Osten und in Afrika, wo er verfolgte christliche Gemeinschaften und andere schutzbedürftige Minderheiten unterstützt.