Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Neue Möglichkeiten des Charity Shopping

06/03/2013

Ein T-Shirt kaufen und entscheiden, welches soziale Projekt mit dem Erlös finanziert werden soll. Das ist die neue Marketingstrategie, bei der jeder – ob zufälliger Passant, eifriger Spender oder launiger Käufer – dazu beitragen kann, etwa psychologische Unterstützung von Angehörigen bei Sterbebegleitung oder den Unterhalt eines Heims für bedürftige Kinder zu finanzieren. Am vergangenen 15. Dezember hat der erste „Malteserladen“ des Malteserordens in Berlin seine Tore geöffnet. Bücher, CDs, Haushaltsgegenstände und Kleidung, Anzüge, Mäntel – neu und gebraucht – alles ist dort zu moderaten Preisen zu kaufen. Der Kunde kauft und bestimmt, wofür die Einnahme verwendet werden soll.

Wenn auch – vor allem in Deutschland – die Idee des Benefizladens nicht neu ist, so ist doch hier das Marketing-Konzept, wonach der Kunde die Verwendung des gezahlten Kaufpreises bestimmt, eine innovative Idee. Der Malteserorden plant deshalb, auch landesweit ähnliche Läden wie in Berlin einzurichten, beginnend mit Aachen, Dortmund und Hannover.

„Es ist der Kunde, der über den Erfolg des Malteserladens entscheidet“, erklärt Christoph Riedel, der für das Projekt verantwortlich ist. Riedel verfügt über reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet. Sein Know-how nutzt er bei der sorgfältigen Präsentierung der einzelnen Artikel. Der Laden befindet sich in dem lebendigen Viertel von Kreuzberg und hat eine Verkaufsfläche von 200 qm. Um die Kunden kümmern sich 35 ehrenamtliche Helfer jeder Altersklasse.

Dank guter Verbindungen zu vielen Bekleidungsunternehmen bietet der Malteserladen, der von zehn Uhr vormittags bis sechs Uhr abends offen hat, auch Ware an, die aus Vorjahreskollektionen stammen oder Überschussware. Ziel des Unternehmens ist es, dem Kunden die Möglichkeit zu geben selbst zu bestimmen wofür sein Geld verwendet wird, aber auch um mit den Einnahmen soziale Initiativen des Malteserordens zu fördern, sowohl in Deutschland wie auch im Ausland.

Unterstützt wird das Projekt auch von den Medien, die kostenlos Spots geschaltet und Werbematerial verteilt haben.