Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

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Der Großkanzler empfängt den brasilianischen Außenminister

Neue Perspektiven für die diplomatische und humanitäre Zusammenarbeit
Grand Chancellor receives Brazilian Minister of Foreign Affairs
22/01/2026

In der Magistralvilla in Rom traf der brasilianische Außenminister Mauro Vieira den Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Riccardo Paternò di Montecupo, zu einem Arbeitsbesuch.

Der Besuch bestätigte die Solidität der im Jahr 1952 aufgenommenen Beziehungen zwischen dem Souveränen Malteserorden und Brasilien, die im Jahr 2027 ihr 75-jähriges Bestehen feiern werden. Im Dialog zwischen den beiden Seiten kam der gemeinsame Wille zum Ausdruck, die bilateralen Beziehungen weiter zu vertiefen, den diplomatischen Austausch zu verstärken und neue Möglichkeiten der humanitären Zusammenarbeit zu fördern.

Wie Großmeister Fra‘ John Dunlap in seiner jüngsten Rede vor dem beim Malteserorden akkreditierten diplomatischen Corps betonte, spielt Lateinamerika seit dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle in der Geschichte des Ordens. In diesem Zusammenhang erinnerte man während des Gesprächs an die X. Konferenz der Amerikas des Souveränen Malteserordens, die im Oktober 2026 in Argentinien stattfinden soll, gefolgt von einer Reihe offizieller Besuche in den Ländern der Region.

„Das heutige Treffen zeigt, wie sich die diplomatische und humanitäre Mission des Malteserordens zunehmend globalisiert, mit einem erneuten Fokus auf Lateinamerika und insbesondere auf Länder wie Brasilien, mit denen uns eine lange Geschichte der Zusammenarbeit verbindet“, erklärte der Großkanzler.

Die Parteien teilten ihre Besorgnis über die verschiedenen aktuellen Krisenszenarien und betonten die Bedeutung eines koordinierten und verantwortungsvollen Engagements der internationalen Gemeinschaft.

Ein Schwerpunkt lag auf der humanitären Zusammenarbeit in Brasilien, wo der Souveräne Malteserorden durch seine drei nationalen Assoziationen und die Associação Cruz de Malta vertreten ist. Die Tätigkeit des Ordens umfasst Maßnahmen von der Gesundheitsversorgung über Bildung und Ausbildung bis hin zur Unterstützung der schwächsten Bevölkerungsgruppen. Darüber hinaus engagiert er sich im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten wie Lepra durch gezielte Programme zur Prävention, Früherkennung und Behandlung.

Im Laufe der Gespräche wurde das gemeinsame Bestreben bekräftigt, diese Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Man erörterte auch ein Kooperationsabkommen, das sowohl die bereits laufenden Aktivitäten als auch die Entwicklung neuer Initiativen in Bereichen von gemeinsamem Interesse fördert, darunter Ernährungssicherheit, Armutsbekämpfung, Gesundheit, soziales Wohlergehen und Bildung. Schließlich wurde die Möglichkeit geprüft, diese Zusammenarbeit auf Drittländer, insbesondere auf das portugiesischsprachige Afrika, auszuweiten.