Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Irakkrise: Expertenteam zur Bewertung der Lage in Erbil

14/08/2014

Malteser International bereitet Nothilfe für die verfolgten Minderheiten vor

Ein Team von Malteser International kommt heute nach Erbil, im Norden des Irak, um die Hilfsmaßnahmen für die bedrohten Minderheiten zu organisieren. Oliver Hochedez, ein Experte in Sachen Nothilfe von Malteser International, leitet das Team, das, zumindest für die kommenden drei Monaten, die Soforthilfe für die vertriebenen Christen und die Angehörigen der Volksgemeinschaft der Jesiden koordinieren wird, die vor den Milizen des selbsternannten islamischen Kalifats (IS) geflohen sind. „Es ist eine wichtige Mission. Die verfolgten Menschen befinden sich in großer Not und die humanitäre Situation ist beklagenswert“, erklärt Hochedez. „Hinzukommt noch die schwierige Sicherheitslage“.

Seit über ein Jahrzehnt hat das internationale Hilfswerk des Malteserordens in Karamlish, in der Region von Nineveh, zusammen mit seinen irakischen Partnern und der örtlichen chaldäischen Kirche, ein medizinisches Zentrum unterhalten. Am 6. August hat IS die Kontrolle der Stadt übernommen und das Zentrum musste seine Aktivitäten einstellen. „Die Bevölkerung, überwiegend Christen, ist nach Erbil geflohen“, erklärte Hochedez. „Wir versuchen gerade zu klären, ob das Personal des medizinischen Zentrums ausreicht, um die vertriebenen Familien zu versorgen und von woher Medikamente und medizinische Ausrüstung für die Flüchtlinge zu bekommen sind“.