Souveräner Ritter- und
Hospitalorden vom Hl. Johannes zu
Jerusalem von Rhodos und von Malta

Kooperationsabkommen zwischen dem Italienischen Verteidigungs Ministerium und dem Souveränen Malteserorden erneuert

30/01/2014

Vereinbarung über den Einsatz des Militärkorps des Malteserordens im Gesundheitsbereich

Der italienische Verteidigungsminister, Mario Mauro, und der Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Jean-Pierre Mazery, haben gestern, 29. Januar, das neue Kooperationsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen betrifft „die Durchführung von Hilfsmaßnahmen im Kriegsfall, bei allgemeinen Unglücks- und Notfällen sowohl im innerstaatlichen Umfeld wie bei humanitären Missionen und friedenserhaltenden Maßnahmen auch außerhalb des nationalen Staatsgebietes“. „Diese Unterzeichnung stärkt die tiefe Bindung, die uns eint und bestätigt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Staat und dem Souveränen Malteserorden“, erklärte Minister Mauro.

„Heute – so der Großkanzler des Souveränen Malteserordens, Jean-Pierre Mazery – hat das Verhältnis zwischen dem Malteserorden und dem italienischen Staat, das schon 130 Jahre besteht, eine Erneuerung erfahren“, seit der ersten Vereinbarung, die die Assoziation der italienischen Ordensritter im Sanitätswesen und in der Nothilfe an die Seite des italienischen Heeres gebracht hat. Der Zufall wollte es, dass dieses Ereignis mit dem 137. Jahrestag der Gründung des Militärkorps zusammenfällt, mit dem 29. Januar 1877.

Das Militärkorps des Malteserordens hat sich an der Seite des italienischen militärischen Sanitätsdienstes in den zwei Weltkriegen bewährt sowie bei allen Naturkatastrophen, die Italien getroffen haben, vom Erdbeben von Messina 1908 bis zum Beben in der Region Emilia 2012. Derzeit hat das Militärkorps, als Hilfskorps des italienischen Heeres, eine Mitgliederstärke von etwa 600 Mann, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Diese Truppe leistet bei allen unterschiedlichen Notfällen einen wertvollen Hilfs- und Rettungsbeitrag, wie beispielsweise bei den humanitären Rettungsaktionen auf der Insel Lampedusa.

Neu in die gestern besiegelte Vereinbarung aufgenommen ist die Einrichtung einer Beratungskommission , bestehend aus Angehörigen des Verteidigungsministeriums und des Souveränen Malteserordens, die Öffnung für neue Berufe (Zahnmediziner, Psychologen, Biologen und Architekten) sowie die Möglichkeit der Verpflichtung von außer Dienst gestellten Angehörigen aller Waffengattungen.