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Nach der Flutkatastrophe in Mosambik bereitet sich Malteser International auf Cholera-Notfälle vor

Über 700.000 Menschen sind von den schweren Überschwemmungen betroffen. Der Fokus liegt auf der Versorgung mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen.
Malteser International in Mozambique following flood disaster
Photo: Malteser International
26/02/2026

Nach den verheerenden Überschwemmungen durch heftige Regenfälle seit Dezember 2025 in Mosambik hat die internationale Hilfsorganisation des Malteserordens, Malteser International, ein sechsköpfiges Notfallteam in die besonders betroffene südliche Provinz Gaza entsandt. Die Experten arbeiten vor allem an der Wiederherstellung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie der Infektionsprävention. Mehr als 700.000 Menschen sind von den Folgen der Überschwemmungen betroffen. Straßen, Häuser und kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser wurden schwer beschädigt. Durch stehendes Wasser und Verunreinigungen ist das Risiko von Epidemien wie Cholera sehr hoch.

„Das Wasser hat Häuser, Felder und Ernten zerstört. Viele Menschen haben dadurch ihre Lebensgrundlage verloren. Weite Teile stehen noch immer unter Wasser. Das ist ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Zahlreiche Krankenhäuser sind derzeit aufgrund der Überschwemmungen außer Betrieb. Eine Cholera-Epidemie wäre in dieser Situation fatal“, berichtet Jonas Jung, Nothilfekoordinator von Malteser International. Er hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

Derzeit konzentriert sich Malteser International darauf, die Wasserversorgung des Regionalkrankenhauses im Bezirk Chókwè in der Provinz Gaza wiederherzustellen. „Die Wiederherstellung der Wasserversorgung ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Krankenhaus seinen Betrieb wieder aufnehmen kann. Erst dann kann es sicher von dem durch die Überschwemmungen verursachten, kontaminierten Schlamm gereinigt werden. Außerdem werden wir das medizinische Personal vor Ort mit Schutzausrüstung zur Infektionsprävention ausstatten, damit es besser auf einen möglichen Cholera-Ausbruch vorbereitet ist“, erklärt Jung.

Da die Regenzeit in Mosambik normalerweise von Dezember bis März dauert und die Zyklonsaison im südwestlichen Indischen Ozean bis etwa April andauert, besteht in den kommenden Wochen weiterhin ein hohes Risiko für weitere starke Regenfälle, Überschwemmungen und zusätzliche Schäden in den bereits betroffenen Regionen.