Der Präsident der Republik Südafrika, Cyril Ramaphosa, traf heute Vormittag den Großmeister des Souveränen Malteserordens, Fra’ John Dunlap, zu einem Arbeitsbesuch im Magistralpalast in Rom.
Es handelt sich um den ersten hochrangigen institutionellen Besuch zwischen dem Malteserorden und Südafrika. Das Treffen bekundet den Willen, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten zu stärken, auch unter Berücksichtigung der wachsenden Rolle Südafrikas auf regionaler und internationaler Ebene sowie als maßgebliche Stimme des Globalen Südens.
Anwesend waren der südafrikanische Minister für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Ronald Ozzy Lamola, sowie der Großkanzler des Ordens, Riccardo Paternò di Montecupo.
Im Gespräch wurden die Perspektiven für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Humanitäres, Gesundheit und Soziales vertieft. Der Schwerpunkt lag dabei auf den bereits in Südafrika laufenden Initiativen und den möglichen Synergien für die Entwicklung neuer Programme in Bereichen von gemeinsamem Interesse. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen wäre ein entscheidender Schritt, um diese Zusammenarbeit auszuweiten und die Ausarbeitung von Kooperationsabkommen im Bereich der humanitären Hilfe und Entwicklung zu erleichtern, so wurde betont.
In diesem Zusammenhang wurde insbesondere an das Engagement der Brotherhood of the Blessed Gérard (BBG) erinnert, der Hilfsorganisation des Malteserordens, die seit 1992 in Südafrika tätig ist. Die von Pater Gerhard Lagleder gegründete BBG arbeitet über das Blessed Gérard’s Care Centre in Mandeni, KwaZulu-Natal, ein Behandlungs- und Betreuungszentrum für HIV-Infizierte und ihre Familien.
Das Zentrum betreibt das größte Hospiz Südafrikas und fördert Gesundheitsprogramme, Kinderprojekte, Notfallmaßnahmen sowie soziale Initiativen. Der Malteserorden bedankte sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den südafrikanischen Ministerien für Gesundheit, soziale Entwicklung und Bildung und bekundete den Wunsch, diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Die Verantwortlichen des Ordens bekräftigten die zentrale Bedeutung Afrikas für dessen Aktivitäten und hoben dessen umfassende Präsenz auf dem Kontinent hervor. So unterhält der Orden diplomatische Beziehungen zu 39 Ländern und ist in 36 Staaten mit Krankenhäusern, medizinischen Zentren sowie Programmen für Ernährungssicherheit, Bildung und Flüchtlingshilfe tätig.
Der Orden verfügt außerdem über eine Ständige Vertretung bei der Afrikanischen Union in Addis Abeba und pflegt einen intensiven Dialog mit den afrikanischen Autoritäten. Dies zeigen auch die jüngsten Treffen mit den Regierungen von Gabun, Burundi und Ägypten.
Präsident Ramaphosa würdigte das Engagement des Malteserordens zur Unterstützung der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen sowie den Beitrag seiner Initiativen in Südafrika und auf dem afrikanischen Kontinent.





