Seit drei Jahrzehnten ist das „Blessed Gérard Care Centre“ ein Leuchtturm der Hoffnung, des Mitgefühls und der professionellen Pflege für einige der bedürftigsten Gemeinschaften in KwaZulu-Natal. Das Zentrum, das seit 1996 dank der Bruderschaft des Seligen Gérard und der Schirmherrschaft des deutschen Malteserordens in Mandeni tätig ist, feiert dreißig Jahre ununterbrochenen Dienst, inspiriert von der jahrhundertealten Krankenpflege-Mission des Ordens.
Im Mittelpunkt der klinischen und sozialen Aktivitäten, die das Zentrum zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen machen, stehen das stationäre Hospiz für Palliativpflege, das eine würdevolle Sterbebegleitung und eine wirksame Schmerztherapie für Patienten mit fortgeschrittenem HIV/AIDS, Krebs und Organversagen gewährleistet, sowie die antiretrovirale Klinik, die weiterhin Hunderte von Patienten bei ihrer Langzeitbehandlung begleitet. Über die medizinische Versorgung hinaus, die durch in der Region tätige mobile medizinische Einheiten effizient unterstützt wird, gilt besonderes Augenmerk der Wahrung der Würde jedes Menschen, der der Obhut des Zentrums anvertraut ist. So wird sichergestellt, dass jeder Patient nicht nur eine professionelle Behandlung, sondern auch einfühlsame Begleitung, persönliche Zuwendung und Respekt in jeder Phase seiner Erkrankung erfährt.
Große Aufmerksamkeit gilt auch den Kinderbetreuungsprogrammen im Rahmen des Zentrums für frühkindliche Entwicklung „Blessed Gérard“, das seit 1994 Dutzenden von Kindern aus den ländlichen Gemeinden von Owhebede Vorschulbildung und ganzheitliche Betreuung bietet. Die Einrichtung, die ein sicheres Umfeld, tägliche Ernährungsunterstützung, Bildung sowie hervorragende Hygiene- und Sanitärstandards gewährleistet, ist ein konkreter Ausdruck des Charismas des Ordens im Dienst an den Schwächsten und verbindet fachliche Exzellenz mit tiefem menschlichem Mitgefühl.
Anlässlich dieses wichtigen Meilensteins stattete der Großhospitalier des Souveränen Malteserordens, Josef D. Blotz, dem Zentrum einen offiziellen Besuch ab und bekräftigte damit die enge Verbundenheit zwischen dem Orden und einem seiner bedeutendsten humanitären Projekte im südlichen Afrika.
Während seines gesamten Aufenthalts traf der Großhospitalier mit Mitarbeitern, Freiwilligen, Patienten, Kindern und lokalen Gemeindevorstehern zusammen und gewann so aus erster Hand Einblick in die zahlreichen Initiativen der Bruderschaft des Seligen Gerhard, die 1992 von Pater Gerhard T. Lagleder als Hilfsorganisation des Ordens in Südafrika gegründet wurde.
Der Besuch bot die Gelegenheit, die tägliche Realität des Zentrums hautnah zu erleben. Der Großhospitalier verbrachte Zeit gemeinsam mit medizinischem Personal und Pflegekräften im Hospiz, traf Patienten und informierte sich über die Herausforderungen und Erfolge der Programme zur Palliativpflege und HIV-Behandlung. Er besuchte zudem das Kinderheim und das Zentrum für frühkindliche Entwicklung, wo er an Bildungs- und Freizeitaktivitäten mit den Kindern teilnahm und das außerordentliche Engagement der Erzieher und Betreuer miterlebte, die sie tagtäglich begleiten.
Höhepunkt der Feierlichkeiten war am 6. September eine feierliche Dankesmesse unter dem Vorsitz von Kardinal Wilfrid Fox Napier O.F.M. in der Kirche des seligen Gerhard. Die Liturgie brachte Mitglieder der Bruderschaft, Vertreter des Malteserordens, Wohltäter, Freiwillige, Mitarbeiter und Gläubige aus der Region zusammen, um für dreißig Jahre treuen Dienst zu danken, der von den Idealen des seligen Gerhard, des Gründers des Ordens des Heiligen Johannes von Jerusalem, inspiriert war.
Auch dreißig Jahre nach seiner Einweihung ist das Pflegezentrum des seligen Gerhard ein leuchtendes Beispiel für die humanitäre Mission des Malteserordens in der Praxis. Dank des Engagements der Bruderschaft des Seligen Gerhard, ihrer Mitarbeiter, Freiwilligen und Wohltäter bietet das Zentrum weiterhin professionelle Gesundheitsversorgung, Bildung, soziale Unterstützung und mitfühlende Begleitung für Tausende von Menschen in Not und führt damit ein Vermächtnis des Dienstes fort, das vom Seligen Gerhard inspiriert ist und von den beständigen Werten des Glaubens, der Solidarität und der Nächstenliebe getragen wird.





